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Geplant für September 2020:

Sibylle Kobus und Sabine Münch Raumobjekte und Druckgrafik

Die Bildhauerin Sibylle Kobus interessiert sich für die Wechselwirkung Raum-Kunst-Mensch. Ihre Werke entstehen im Dialog mit dem sie umgebenden Raum. Sie wachsen in ihn hinein, entfalten sich in ihm und münden in einen Dialog mit den Besuchenden. Ihre Themen sind Grenzen, menschliche Anatomie und Frau-Sein. Sie arbeitet vorwiegend mit Alltagsmaterialien wie beispielsweise Nylonstrümpfen. Sabine Münch ist Mitglied der Künstlergemeinschaft Atelier Augustinum. Ihr Werk umfasst eine Vielzahl an Radierungen und Zeichnungen mit verschiedensten abstrakten und realen Themen. In der Technik der Kaltnadelradierung entstand eine umfangreiche Reihe von Tierdarstellungen. Seit einigen Jahren widmet sie sich auch abstrakten Motiven. Die Künstlerin wurde ausgezeichnet mit dem Lothar-Späth-Kunstpreis und dem Förderpreis der Jenacon Foundation Weimar.

Vorschau Ausstellungen 2021-2023:

Preisträgerausstellung zum Oberbayerischen Kunstförderpreis SeelenART

Die Ausstellung zeigt die Preisträgerarbeiten des Oberbayerischen Kunstförderpreises SeelenART 2020. Der Preis unterstützt Menschen, die sich kreativ mit ihrer seelischen Gesundheit auseinandersetzen, und hilft ihnen dabei, sich als Kunstschaffende zu etablieren. Er wird alle zwei Jahre vom Sozialpsychiatrischen Zentrum der Kliniken des Bezirks Oberbayern in Kooperation mit dem Bezirk Oberbayern vergeben.

Ariane Beck und Pernilla Henrikson: Grafische Arbeiten und Objekte

Die flächigen Objekte von Pernilla Henrikson aus unterschiedlichen Materialien und Strukturen wie Papierfaser, Druckgrafik, Wachs, Glas oder Keramik bieten viele visuelle Assoziationen und haptische Reize. Proben des Rohmaterials integriert sie in ihr Ausstellungskonzept. Ihre aktuellen Themen sind der Klimawandel und die damit verbundene künstlerische Darstellung von Brüchigkeit und Auflösung.

Die Mixed-Media-Collagen von Ariane Beck verbinden Zeichnungen mit Fineliner, Kuli oder Edding mit Neonacryl. Sie sind kontrastreich und zart zugleich und bieten viele unterschiedliche haptische Oberflächen. Thematisch beschäftigt sich die Künstlerin mit Inklusion und Socialmedia-Sucht. Ihre Bilder erzählen von unserer modernen Kommunikation, von Annäherung, Erotik und Skurrilitäten.

Nicole Frenzel und Iska Jehl: Skulpturen, Installation und Fotografien

Nicole Frenzel arbeitet mit den klassischen Themen der Bildhauerei: Maßstab-Dimension-Oberfläche-Materialität. Ihre Torsi aus Ton, Gips, Beton oder Kunststoff zeigen Körperausschnitte wie Arme, Beine und Knie. Die Künstlerin geht dabei nicht von der Vorstellung eines „Ganzen“ aus, sondern macht den Ausschnitt zum eigenständigen Objekt, den sie mittels serieller Arbeiten weiterentwickelt.Die Fotografin Iska Jehl interessiert sich – auf beobachtende und hinterfragende Weise – für Naturdarstellungen und deren tradierte Bildinhalte. Sie untersucht die Darstellung von Natur als Chiffren für Sehnsüchte und Klischees, als millionenfach fotografierte Urlaubsmotive und die damit verbundene moderne Idylle des Bürgertums. In ihren Arbeiten nähert sie sich den Naturdarstellungen und den damit verbundenen Metaphern durch verfremdende Bildbearbeitung.

Christian Heß und Jakob Steiger: Objekte, Zeichnungen und dreidimensionale Malerei

Mit Systemen, Zeit und Langsamkeit setzt sich der Bildhauer, Zeichner und Performer Christian Heß in seinen Objekten aus eingefärbtem Beton auseinander. Seine Zeichnungen sind systematisch aus Kreisen, Quadraten und Kreuzen aufgebaut. Er untersucht dabei Themen wie die menschlichen Freiheit in Regelwerken oder die systemische Unfreiheit. Seine künstlerische Sprache ist geprägt von Form, Linie, Dynamik, Zeit und Farbe.Jakob Steiger verfremdet klassische künstlerische Techniken mit neuen digitalen Mitteln. Dabei übersetzt er zweidimensionale Zeichnungen in dreidimensionale Arbeiten: Malerei und Fotodruck auf Holzplatten erweitert er durch eine gefräste Ebene, die nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar ist. Thematisch arbeitet er dabei oft mit Bezügen zur Kunstgeschichte. Für die Ausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern wird er eine eigene haptische Bilderserie erstellen, die sich für Tastführungen eignet.

Novi Pezi und Elke Zauner: Textile Objekte und Farbmalerei

Die Künstlerin Novi Pezi experimentiert mit Textilien. Das können Stoffreste oder gefundenen Textilien sein. Sie verdichtet unterschiedliche und gleichartige Stoffe zu neuen Texturen. Alltägliches und Gewohntes codiert sie um, indem sie es mit gestickten bruchstückhaften Satzteilen aus Philosophie und Psychoanalyse versieht.

Elke Zauner beschäftigt sich in ihrer offenen und abstrakten Malerei und auch in ihren Wandarbeiten mit dem Raum. Das geschieht sowohl direkt in ihren Bildern als auch indirekt durch die Betrachtung von verschiedenen Lebensräumen.

Ruth Effer und Christoph Lammers: Bewegte Papierdrucke und performative Zeichnungen

Die Künstlerin und Kunsttherapeutin Ruth Effer hat ein spezielles Verfahren für geschichtetes Papier entwickelt. Durch rhythmisch bewegtes Drucken, Verschiebungen und Trockenprozesse entstehen dreidimensionale skulpturale Objekte. An diesen sind die Spuren von Natur und Struktur und vom Entstehungsprozess haptisch spürbar.

Christoph Lammers zeigt monumentale (Wand-)Zeichnungen, die er – teils performativ – mit Graphit, Tusche und Kohle erstellt. Sein Farbspektrum reicht von Grautönen bis hin zu tiefem Schwarz. Die Arbeiten besitzen eine starke energetischen Wirkung und haben durch ihre Licht- und Schattenkontraste Effekte des Theatralischen.