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Elke Zauner und Pezi Novi
Riss und Raum

23. März bis 1. Juli in der Galerie Bezirk Oberbayern

Die Malerin Elke Zauner setzt sich in ihrem abstrakten Werk mit Licht und Raum auseinander. Allein durch den Einsatz von Farbe, nicht aber aus kalkulierten Vorder- und Hintergründen, entwickelt sie Perspektiven, die die Wahrnehmung des Betrachtenden im besten Sinne des Wortes verwirren. Als vieldeutig emotional werden ihre Farbkonstruktionen erlebt, die die Erinnerung an reale Raumsituationen in sich tragen, sich aber nie eindeutig festlegen lassen. Durch Überlagerungen verschiedener Farbschichten, Lasuren und durch Hell-Dunkel-Kontraste erschafft die Künstlerin mit großzügigem Pinselstrich eine komplexe Bildarchitektur.

Oft erweitert Zauner ihre Leinwandbilder direkt auf der Wand und fügt ihnen damit eine weitere Ebene hinzu. Zugleich stellt sie auf diese Weise eine direkte Verbindung zum Ausstellungsraum her. Auf den ersten Blick erscheinen Zauners Bilder als reine Ansammlung von Linien und Flächen. Erst bei genauer Betrachtung entfalten sie Assoziationsräume, die zu einem Prozess aus Suchen und Finden, Verwerfen und Überdenken anregen. In diesem Sinne öffnen ihre Bilder Wände, durchbrechen Mauern und fordern dazu auf, den Blick in neue, fremde Welten zu wagen.

Zauner studierte nach einer Ausbildung zur Kirchenmalerin an der Akademie der Bildenden Künste München. 2008 war sie Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Sie lebt und arbeitet derzeit in ihrem Heimatort Tacherting im Chiemgau.

Textilien, Papier und Kunststoffe: Mit diesen Materialien experimentiert Pezi Novi und verleiht damit scheinbar wertlosen Resten oder Fundstücken eine neue Identität. Übereinandergeschichtete Stoffe verdichtet sie zu neuen Texturen, versieht diese mit Nähten und filigranen Stickereien, formt Buchstaben, Worte und geometrische Muster. Sie hinterlässt Erinnerungsspuren im verwendeten Material, die sich zum Teil als lose Fäden über dieses hinaus fortsetzen. Scheinbar Alltägliches, Bekanntes stellt sie in neue Zusammenhänge.

Das gilt im weiteren Sinne auch für die von ihr verwendeten Techniken, die sie aus der Handwerkskunst in einen künstlerischen Prozess überführt: Bereits als Kind fertigte Novi Puppen und Kleidung an und entdeckte später den Stoff als Ausgangsmaterial auch für ihre Arbeit als Künstlerin. Upcycling-Kunst ist für sie auch ein Mittel für die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen. Das zeigt sich an den Begriffen, die sie in ihren Arbeiten verwendet, wie beispielsweise in „check your privilege“, in der es um soziale Praktiken und deren Wiederholungscharakter geht.

Novi absolvierte nach einer Ausbildung zur Steinmetzin und Bildhauerin ein Studium der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Sie lebt und arbeitet freischaffend in München.

Informationen rund um Ihren Besuch

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr (feiertags geschlossen)

Der Eintritt zum Ausstellungsbesuch und zu allen Veranstaltungen ist frei.

Die Galerie Bezirk Oberbayern befindet sich im Foyer der Bezirksverwaltung.

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Die aktuelle Besuchs-Regelung:

Der Besuch ist ohne Einschränkungen möglich. Zu Ihrer und der Sicherheit anderer bitten wir um das Tragen einer FFP2-Maske oder einer medizinischen Maske.

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen und Führungen ist wegen der begrenzten Zahl der Teilnehmenden notwendig.

Bitte beachten Sie folgende Termine:


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“Hier finden Sie ein Transkript zum Video “Film zur Ausstellung “Riss und Raum“ in der Galerie Bezirk Oberbayern.“

Sehen Sie auch:

  • Einladungs-Video in Gebärdensprache zur Ausstellung "Riss und Raum"