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Neue Ausstellung "Natürlich verbunden" in der Galerie Bezirk Oberbayern

Ariane Beck und Pernilla Henrikson stellen ihre Werke aus

Arbeiten der Künstlerinnen Ariane Beck und Pernilla Henrikson zeigt die neue Ausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern, die ab 20. Mai zu sehen ist. Der Titel „Natürlich verbunden“ spielt an auf das Zusammenspiel organischer Stoffe bei den Objekten von Pernilla Hendrikson und die medialen Verbindungen in den Zeichnungen von Ariane Beck.

Auf der gradlinigen Zeichnung sieht man zwei Menschen, die traurig schauen.
Ariane Beck, Außerdem, Mixed Media, 2019, 21 x 30 cm (Foto: Ariane Beck) (Foto: Ariane Beck )

Ariane Beck zeigt die tragische Seite von Social Media

Unter dem Künstlernamen ARi zeichnet die Grafikerin Ariane Beck Figuren in einer eigenen Bildsprache. Besonderes Merkmal sind die schwarz-weißen, mit Edding, Fineliner oder Kuli gezeichneten Strukturen, die eine zarte Linienführung und starke Kontraste vereinen. Dazu kommen Flächen und Umrisse in leuchtendem Neonacryl. Barcode- und Pixelelemente, Schatten und Tatoos mit Facebook- und Instagram-Logos deuten an, dass die gezeichneten Menschen fest verbunden sind mit der digitalen Welt. Beck zeigt auch die tragische Seite dieser Entwicklung, bei der das Smartphone als einziges Fenster zur Welt fungiert und Social Media zur Sucht wird.

Die gebürtige Münchnerin (Jahrgang 1983) kam als Autodidaktin zur Kunst. Sie gibt beim Malen ihrer Fantasie Raum und bezieht daraus Kraft. Gezeigt wurden ihre Arbeiten unter anderem 2020 in einer Einzelausstellung im Foyer der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar und 2019 in der inklusiven Gruppenausstellung „Rahmen-Handlungen“ im Bayerischen Landessozialgericht. Neben ihrem künstlerischen Schaffen studierte Beck Sprachtherapie.

Eine Skulptur aus Keramik, an der mehrere längliche gefüllte Nylonstrümpfe hängen.
Pernilla Henrikson, Zyklop 546 (Ausschnitt), Keramik, Nylon, Plastik, Seil, 2020, 130 x 58 x 38 cm (Foto: Darjan Barukcic )

Pernilla Henrikson greift den Klimawandel auf 

Die Bildhauerin Pernilla Henrikson inszeniert Fläche im Übergang von Relief und Skulptur. Dafür verwendet die in Schweden geborene Künstlerin organische Materialien wie Papier, Wachs und Ton, die zäh und gleichzeitig fragil sind. Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Klimawandel und mit natürlichen Prozessen wie Umwandlung, Auflösung und Zerfall. Neben flächigen Objekten zeigt Henrikson textile Hängeskulpturen, die mit ihrer amorphen Form wie Momentaufnahmen einer biologischen Choreografie anmuten. Die Idee dafür stammt aus ihrer Zusammenarbeit mit der schwedischen inklusiven Tanzgruppe Atvara während eines „Artist in Residence“-Programms in Stockholm.

Henrikson wurde 1981 in Malmö geboren und wuchs in München auf. Sie studierte Kunstpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität und im Anschluss Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München. 2018 nahm sie am „Artist in Residence“-Programm der schwedischen Polarforschungsstation Abisko teil. Bedingt durch ihr Interesse am Klimawandel liegt ihr Fokus auf dem Schmelzen der Permafrost-Böden. Ihre Arbeiten waren zuletzt 2019 im Skulpturenpark Katharinenhof in Bonn und im Kunst Block Balve in München zu sehen.


Ausstellung: 20.5.-16.7.2021

Ausstellungsführung in leicht verständlicher Sprache: 8.6. 2021, 18:30 Uhr

Tastführung: 25.6.2021, 18:00 Uhr

Führung in Deutscher Gebärdensprache: 14.7.2021, 18:00 Uhr

Zugang barrierefrei. Ausstellungstext in Leichter Sprache und in Braille-Schrift, Video in Deutscher Gebärdensprache

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 17:00 Uhr

Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr

feiertags geschlossen

Die Galerie Bezirk Oberbayern befindet sich im Foyer der Bezirksverwaltung.

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Die aktuelle Besuchs-Regelung:

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