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Mobilitätshilfe

Mobilitätshilfe Mobilitätshilfe

Für Menschen mit Behinderungen ist es wichtig, auch außerhalb der eigenen Wohnung mobil zu sein, um zum Beispiel in der Freizeit an sportlichen oder geselligen Ereignissen teilzunehmen. Im Rahmen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen gibt es deshalb die sogenannte Mobilitätshilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

Sie dient dazu, Menschen, die in Folge ihrer Behinderung den öffentlichen Nahverkehr nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzen können, die Begegnung und den Umgang mit anderen Menschen zu erleichtern.

Der Bezirk Oberbayern gewährt hierfür eine monatliche Geldpauschale, den Sockelbetrag in Höhe von EUR 80,00. Dieser Betrag kann bei nachgewiesenem Mehrbedarf erhöht werden. Mit der Geldleistung kann der Leistungsberechtigte eigenverantwortlich Beförderungsunternehmen (zum Beispiel Taxi) und Behindertenfahrdienste buchen. Der Anbieter kann frei gewählt werden.

Wofür gibt es Mobilitätshilfe?

Die Mobilitätshilfe gibt es für die Teilnahme am Gemeinschaftsleben. Die Hilfe kann genutzt werden, um Veranstaltungen (z.B. Kino, Theater, etc.) oder Einrichtungen zu besuchen, die der Geselligkeit, Unterhaltung oder kulturellen Zwecken dienen. Die Mobilitätshilfe darf ausschließlich für Fahrtkosten verwendet werden, die durch die Inanspruchnahme von Beförderungsunternehmen und Behindertenfahrdiensten erbracht werden.

Achtung: Die Kosten für Fahrten zu ärztlichen oder sonstigen therapeutischen Maßnahmen, zu Kindertagesstätten, Schulen oder Heimen werden im Rahmen der Mobilitätshilfe nicht übernommen.

Wer kann Mobilitätshilfe bekommen?

  • Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung (Merkzeichen „aG“ eingetragen im Schwerbehindertenausweis) nach vollendetem 14. Lebensjahr,
  • Jüngere behinderte Menschen (unter 14 Jahre) mit dem Merkzeichen „aG“, die laut ärztlichem Attest auf die Beförderung durch ein Spezialfahrzeug angewiesen sind. Ihre Eltern dürfen dann jedoch kein wegen der Behinderung steuerfreies oder durch sonstige öffentliche Leistungen gefördertes Fahrzeug besitzen.
  • Menschen mit geistiger Behinderung nach vollendetem 14. Lebensjahr mit den Merkzeichen G (gehbehindert), H (hilflos) und B (Begleitung), wenn der GdB auf 100 v. H. festgestellt wurde. Laut Bescheid des Versorgungsamtes müssen sie als „geistig behinderte Menschen“ eingestuft sein. Die geistige Behinderung kann auch auf andere Weise nachgewiesen werden.
  • Menschen, die in Folge ihrer Behinderung den öffentlichen Nahverkehr nicht benutzen können und dadurch nur eingeschränkt am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können.
  • Voraussetzung ist immer der Wohnsitz in Oberbayern. Heimbewohner müssen ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zuständigkeitsbereich des Bezirks Oberbayern haben.

Sozialhilfeantrag

München (PDF, 543 KB)
Ingolstadt (PDF, 538 KB)

Antrag auf Weitergewährung von Mobilitätshilfe

München (PDF, 71 KB)
Ingolstadt (PDF, 71 KB)