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Hochschulhilfen

Ausbildung und Arbeit Matej Kastelic / fotolia.com

Der Bezirk Oberbayern übernimmt für Menschen mit Behinderungen, die in Oberbayern leben, die Mehrkosten, die ihnen behinderungsbedingt beim Besuch einer Hochschule entstehen.

Der Erhalt der Hilfe ist an mehrere Voraussetzungen gekoppelt:

  • Es ist zu erwarten, dass das Ziel der Ausbildung erreicht wird.
  • Der gewählte Studiengang ist für den beruflichen Werdegang erforderlich.
  • Der Beruf bzw. die Tätigkeit bieten voraussichtlich eine ausreichende Lebensgrundlage. Wenn dies wegen der Art und Schwere der Behinderung nicht möglich ist, sollte der Beruf oder die Tätigkeit wenigstens in angemessenem Umfang zum Lebensunterhalt beitragen können.
Im Rahmen der Hochschulhilfe werden nur Kosten übernommen, die im Zusammenhang mit der Behinderung entstehen. Aufwendungen für Studiengebühren, das Studentenwerk oder Beiträge für eine Krankenversicherung sowie für den Lebensunterhalt werden nicht berücksichtigt. Hierfür sind gegebenenfalls andere Sozialleistungsträger (Amt für Ausbildungsförderung, Jobcenter und Krankenkassen) zuständig.

Welche Kosten übernimmt der Bezirk Oberbayern?

Wenn oben genannte Voraussetzungen erfüllt sind, übernimmt der Bezirk Oberbayern folgende Kosten: 

  • den wegen der Behinderung bestehenden studienbedingten Mehrbedarf, beispielsweise Mehrkosten für Lernmittel, Kosten und Beihilfen für Assistenzkräfte,
  • studienbedingte Fahrtkosten, wenn diese behinderungsbedingt erforderlich sind. Vorrangig ist der Öffentliche Personennahverkehr mit Begleitperson zu nutzen.
  • Mehrkosten für behinderungsbedingt notwendige Hilfsmittel für das Studium.

Hochschulhilfe wird gewährt, soweit dem Hilfesuchenden und seinem nicht getrennt lebenden Ehepartner/Lebensgefährten nicht zuzumuten ist, die Mittel aus dem eigenen Einkommen und Vermögen aufzubringen.

Hilfe wird nicht gewährt, wenn die erforderliche Unterstützung von anderen, besonders von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erbracht wird. Hochschulhilfe kann im Einzelfall auch nach Abschluss einer Berufsausbildung beantragt werden, wenn ein unmittelbarer zeitlicher und sachlicher Zusammenhang zwischen dem Abschluss der Berufsausbildung und der Aufnahme des Studiums besteht.

Sachlich muss das Studium zudem die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich erhöhen.

Die Hilfe wird nur ab dem Zeitpunkt gewährt, zu dem der Bezirk Oberbayern vom Bedarf Kenntnis erhält. Der Hilfesuchende oder auch eine dritte Person kann den Hilfebedarf beim Bezirk Oberbayern schriftlich, telefonisch oder durch persönliche Vorsprache während der Servicezeiten oder nach telefonischer Vereinbarung bekannt machen.

Die Hochschulhilfe wird nur gewährt, wenn der Antragsteller dem Bezirk Oberbayern den Bedarf konkret darlegen und die entsprechenden Nachweise vollständig vorlegen kann.

Antrag für die Gewährung von Hilfe zum Besuch einer Hochschule

PDF (PDF, 523 KB)

Sozialhilfeantrag

München (PDF, 543 KB)
Ingolstadt (PDF, 538 KB)

Publikationen