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Kategorie: Heimatpflege

Dienstag, 11.07.2017

Denkmalpflege unterwegs

Exkursion in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim

Rund 2,4 Millionen Euro hat der Bezirk im vergangenen Jahr für die Denkmalpflege in Oberbayern ausgegeben. Was aus dem Geld geworden ist, darüber informierten sich bei einer Denkmalpflege-Exkursion Bezirkstagspräsident Josef Mederer, die für Denkmalpflege zuständigen Berichterstatter im Bezirkstag sowie Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler mit seinem Team. Die Tour führte in diesem Jahr zu Denkmälern in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim.

Von Postkarten bekannt war das erste Ziel der Tour: die barocke Wallfahrtskirche Wilparting am Irschenberg (Landkreis Miesbach). Geweiht ist sie den Heiligen Marinus und Anianus, die im Inneren auch auf zwei frisch renovierten Grabplatten abgebildet sind: Marinus als Bischof und Anianus als Diakon. 1.000 Euro hat der Bezirk zu den Arbeiten an den beiden Sandsteinplatten dazugegeben. Sie stammen noch aus dem spätgotischen Vorgängerbau, der an der Wirkungsstätte der beiden iro-schottischen Wanderprediger errichtet wurde, erklärte Mesner Franz-Xaver Köll. Die Besichtigungstour war auch eine gute Gelegenheit, einmal die Menschen kennenzulernen, die sich vor Ort um die Baudenkmäler kümmern.

Als nächste Station stand ein profanes Bauwerk auf dem Programm: das Offizierskasino in der ehemaligen Karfreitkaserne in Brannenburg (Landkreis Rosenheim). Der Walmdachbau mit Saal und repräsentativen Räumen im Erdgeschoss wurde 1936 nach Entwürfen der Heeresbauverwaltung errichtet. Nachdem die Kaserne 2010 aufgelöst wurde, hat auch das Kasino eine neue Bestimmung gefunden. Unter dem Namen COR-Resort dient es heute als Reha- und psychosomatisches Zentrum. „Wichtig ist uns, die Bauwerke sinnvoll zu nutzen. Wir erhalten wertvolle Bausubstanz, aber wir wollen keine leeren Hüllen schaffen“, erläutert Bezirkstagspräsident Josef Mederer den Ansatz der Denkmalpflege des Bezirks. Eine denkmalverträgliche Umnutzung wie die des Kasinos ist also gewollt. Den Umbau in Brannenburg hat der Bezirk mit 46.000 Euro gefördert.

Von Brannenburg ging die Fahrt weiter und vorbei an der Burgruine Unter-Falkenstein bei Flintsbach am Inn. Die im 13. Jahrhundert erbaute Burg am Fuß des Großen Madrons gehörte einst dem Geschlecht der Falkensteiner und war ab dem 16. Jahrhundert im Besitz der Herren von Hundt, bis sie 1784 abbrannte. Erhalten geblieben sind der mächtige, immer noch bewohnte Bergfried und die Grundmauern der Vorburg. 2016 wurde die Ruine befestigt und saniert – mit Unterstützung des Bezirks, der sich mit 25.000 Euro an den Kosten beteiligte.

Die Besichtigung der katholischen Filialkirche St. Jakobus der Ältere in Urschalling (Gemeinde Prien am Chiemsee, Landkreis Rosenheim) war die letzte Station der Exkursion. In das Gotteshaus flossen 18.000 Euro vom Bezirk für die Erneuerung von Dach, Tragwerk und Fassade. Das Innere der Kirche beherbergt kunsthistorisch wertvolle Fresken aus dem 12. und 14. Jahrhundert – darunter das berühmte Dreifaltigkeitsfresko Urschalling. An der Kirche werden immer wieder Renovierungen nötig sein. Denkmalpflege ist ein stetiger Prozess, das weiß auch Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler: „Die Frage ist, welche Heimat wir den nächsten Generationen weitergeben. Was wir in der Fachberatung Heimatpflege tun, steht auf volkskundlichem und historischem Boden. Aber wir haben vor allem Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft.“

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Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
Telefon: 089 2198-90013
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