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ZAMMA-Projekte suchen starke Frauen und Männer aus Unterschleißheim

München, den Datum: 25.03.2026

Unterschleißheim steht in den Startlöchern: Vom 1. bis 5. Juli 2026 verwandelt sich die Stadt bei „ZAMMA – Das Festival in Oberbayern“ in eine große Bühne für Begegnung und gelebte Vielfalt. Mit einem inklusiven Programm rund um Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur, Film und Heimatpflege unter dem Motto „Mach’s zu deinem Festival!“ Wer Lust hat, Teil von ZAMMA zu werden, hat jetzt die Möglichkeit: Drei Foto- und Videoprojekte suchen Freiwillige, die bereit sind, sich vor der Kamera zu präsentieren oder auch selbst zur Kamera zu greifen.

Fotostrecke: Zwischen Zartheit und Stärke

Eines davon kommt von der Dirndlschaft Aggaschnoin, einem Verein mit rund 60 jungen Frauen, die gemeinsam bayerische Traditionen pflegen, Spaß haben und das Leben von Unterschleißheim mitgestalten. Für ihr Fotoprojekt im Rahmen von ZAMMA suchen sie starke Frauen, die ihre ganz persönliche Geschichte erzählen möchten: von Mut, Herausforderungen, Liebe, Verlust und vor allem von Stärke. Das können Frauen sein, die vor dem Krieg geflüchtet sind, eine persönliche Grenze überwunden oder ein sportliches Ziel erreicht haben, alleinerziehend sind oder mit einem behinderten Kind leben. Die Fotostrecke unter dem Titel Zwischen Zartheit und Stärke soll berühren, inspirieren und Mut machen. Die Aufnahmen macht die Unterschleißheimer Fotografin Theresa Schanderl (Theresa Meyer – Fotografie). Den Organisatorinnen ist wichtig, dass alle Interessierten teilnehmen können – auch solche, die Vorbehalte haben, sich ungeschützt zu zeigen, wie Sabine Reichl-Riediger von den Aggaschnoin erklärt: „Uns ist bewusst, dass nicht jede Frau sich öffentlich zeigen möchte. Deshalb bieten wir vorab ein persönliches Gespräch an, um Vertrauen aufzubauen und alle Fragen zu klären. Wenn gewünscht, können die Fotos so gestaltet werden, dass die Identität geschützt bleibt.“

Weitere Infos und Anmeldung unter: www.aggaschnoin.de/Fotoausstellung

Im Vordergrund: Blickwinkel einer Person, die eine Fotokamera in der Hand hält und durch das Display schaut. Im Display sieht man eine Frau, die eine rote Mohnblume in ihrer Hand an einem ausgestreckten Arm vor sich hält. Im Hintergrund: die Frau, die im Display zu sehen ist.
Das Fotoprojekt der Dirndlschaft Aggaschnoin ist eines von drei Projekten, das auf der Suche nach Mitwirkenden ist.

Videoprojekt: USCHIS – no flag. Just fire.

Ebenfalls um starke Frauen aus Unterschleißheim geht es in dem Videoprojekt USCHIS – no flag. Just fire. Gesucht werden Frauen, die bereit sind, sich mit einer feministischen Botschaft vor die Kamera zu stellen. Ihre Gesichter werden bei ZAMMA im Rahmen einer Lichtinstallation auf fließenden Stoff projiziert, verbunden mit persönlich gesprochenen feministischen Texten. Die Teilnehmerinnen aus Unterschleißheim mischen sich dabei mit bekannten und unbekannten Aktivistinnen. Hinter dem Projekt stecken das Forum Unterschleißheim in Person von Kulturmanagerin und Regisseurin Barbara Lackermeier, das Bündnis Unterschleißheim für Demokratie und Vielfalt und die international tätige Lichtkünstlerin Vanessa Hafenbrädl. Lackermeier ist es wichtig, die Vielfalt in Unterschleißheim zu zeigen: „Mit diesem Projekt möchten wir auch die Diversität unserer Stadtgesellschaft sichtbar machen. Deshalb freuen wir uns besonders über Teilnehmende unterschiedlichster Herkunft, Hautfarben, Altersgruppen, Lebensrealitäten und Perspektiven.“ Sie will aber auch alle ansprechen, die die Kamera scheuen. Denn, wie sie sagt: „Es gibt viele Wege, Teil des Projekts zu werden.“

Bei Interesse bitte an Barbara Lackermeier wenden: blackermeier@ush.bayern.de


Viele Augen, ein Ort.
Ein Fotoprojekt für ein vielfältiges Unterschleißheim

Auch das Stadtmuseum Unterschleißheim sucht noch Interessierte. Lokale Gruppen, Vereine, Initiativen und Gemeinschaften sind eingeladen, Teil eines ganz besonderen Fotoprojekts zu werden. Titel: Viele Augen, ein Ort. Ein Fotoprojekt für ein vielfältiges Unterschleißheim. Dabei sollen sich jeweils zwei Gruppen begegnen und sich an den Orten ihres Alltags gegenseitig porträtieren. Bis zu vier Personen pro Gruppe können selbst aktiv werden und unter professioneller Anleitung lernen, wie man andere sensibel und kreativ ins Bild setzt. Gleichzeitig hat jede Gruppe die Möglichkeit, sich von einem erfahrenen medienpädagogischen Team fotografieren zu lassen. Die Fotos und Interview werden während ZAMMA im öffentlichen Raum präsentiert. Den Auftakt für das Shooting, das im Mai stattfinden soll, bildet ein gemeinsamer Workshop. Dafür sind zwei Termine angesetzt: am 17.4. um 14 Uhr und am 24.4. um 10 Uhr (jeweils freitags). Organisatorin Julia Schubert vom Stadtmuseum ist schon gespannt auf die Resonanz: „Wir freuen uns sehr, wenn viele Communities Teil dieses Projekts werden und gemeinsam mit anderen Gruppen ein lebendiges, solidarisches Bild von Unterschleißheim gestalten.“

Anmeldung zum Workshop und weitere Infos bei Julia Schubert. Tel: 089 31009-343 (Festnetz), 0151 50640270 (mobil), E-Mail jschubert@ush.bayern.de


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