Mehr Komfort für Reisende mit besonderen Bedarfen
Neue inklusive Sicherheitskontrolle am Flughafen München
Am Flughafen München wurde im Terminal 2 eine neue inklusive Sicherheitskontrolle eröffnet – die erste ihrer Art in Deutschland. Sie soll Menschen mit besonderen Bedarfen, etwa Personen mit Behinderungen, ältere oder mobilitätseingeschränkte Reisende sowie Familien mit Kindern einen möglichst entspannten Start in ihre Reise ermöglichen.
Die Kontrollstelle setzt stärker auf persönliche Betreuung statt ausschließlich auf Technik: Beim Zugang kontrolliert ein Mitarbeiter die Bordkarte manuell und richtet sich dabei nach dem Tempo der Reisenden. Zudem ist der Bereich barrierefrei gestaltet und bietet mehr Platz, etwa für die Prüfung von Rollstühlen, Rollatoren, Gehhilfen oder Kinderwagen.
Bezirk Oberbayern bringt Expertise ein
Bei der Planung der neuen Kontrollstelle war der Bezirk Oberbayern ein wichtiger Partner. Das inklusive Konzept dafür erstellte Dr. Barbara Nieder, Leiterin des Fachbereichs Inklusion und Vielfalt des Bezirks. Es soll dazu beitragen, Barrieren abzubauen und den Kontrollbereich insgesamt ruhiger und angenehmer zu gestalten – ein wichtiger Schritt an einem Ort, der für viele Menschen mit Hektik und Reizüberflutung verbunden ist.
Den Bezirk mit ins Boot geholt hatte die Leiterin des Luftamts Südbayern, Monika Goriß. Sie leitete früher die Kulturabteilung des Bezirks Oberbayern und wusste daher um die Expertise des Bezirks in Fragen der Inklusion.
Inklusion als gemeinsames Ziel
Für den Bezirk Oberbayern ist Inklusion ein zentrales Anliegen – etwa bei den sozialen Hilfen, der Förderung von Teilhabe oder in vielen weiteren Bereichen seiner Arbeit. Umso erfreulicher ist es, dass erste Vorschläge des Bezirks bereits umgesetzt werden konnten und weitere Maßnahmen geplant sind.
Die inklusive Kontrollstelle am Flughafen München zeigt, wie Inklusion auch an komplexen Orten konkret umgesetzt werden kann – und könnte künftig als Vorbild für andere Flughäfen dienen.