Festakt: 120-Jahre kbo-Isar-Amper-Klinikum
Ein Garant für die psychiatrische und neurologische Versorgung in München und den umliegenden Landkreisen
120 Jahre kbo-Isar-Amper-Klinikum Region München: mit einem Festakt in der Israelitischen Kultusgemeinde München und mit zahlreichen Vertretern aus der Politik, von Verbänden, Selbsthilfe- und Angehörigenorganisationen sowie dem gesamten Spektrum des weitgefächerten Hilfesystems wurde das 120-jährige Bestehen einer der größten psychiatrischen Kliniken in Deutschland gefeiert.
Die Präsidentin des Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Charlotte Knoblach betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung der psychiatrischen Versorgung für die Menschen und die Bedeutung des kbo-Isar-Amper-Klinikums für München und die umliegenden Landkreise.
„Sie sichern jeden Tag die psychiatrische Versorgung in und um München für 2,5 Millionen Menschen. Das gesamte Team Ihres Klinikums leistet einen wertvollen und sehr wichtigen Beitrag für die Menschen. Für dieses Engagement möchte ich mich bedanken“, äußerte sich Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger in seiner Rede anlässlich des Festaktes anerkennend.
Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, führte aus: „Der flächenmäßige Ausbau der psychiatrischen Versorgung ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt bayerischer Gesundheitspolitik. Einrichtungen wie die kbo-Isar-Amper-Kliniken setzen dies beispielhaft um. Das Klinikum ist eines der größten Fachkrankenhäuser für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie in der Bundesrepublik. Es ist zugleich auch Ausdruck dafür, wie sich Psychiatrie in Bayern zum Wohl von Patientinnen und Patienten entwickelt hat.“
Umfassende Hilfe für seelische Erkrankungen
An 13 Standorten in und um München erfahren Menschen mit seelischen und neurologischen Erkrankungen kompetente und nachhaltige Behandlungs- und Therapieangebote. Dabei deckt das kbo-IAK alle Fachbereiche der Versorgung ab: Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Gerontopsychiatrie, Suchtmedizin, Forensische Psychiatrie und Chorea Huntington.
„Diese Breite der Angebote ist einzigartig und erklärt auch, warum wir Behandlungsanfragen aus dem gesamten Bundesgebiet haben“, hob Geschäftsführer Nicolas von Oppen hervor.
Über 4.400 Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Fachkräfte für psychische Gesundheit und Verwaltungsangestellte kümmern sich im kbo-IAK um mehr als 40.000 Menschen pro Jahr.
Für jeden Patienten und jede Patientin gibt es ein passendes Behandlungssetting, je nach dem Bedarf: stationär, tagesklinisch, ambulant oder zuhause. „Unser Ziel ist es, den Menschen die Behandlungsoption anzubieten, die am besten zu der Erkrankung und dem aktuellen Verlauf passt. Das Behandlungssetting kann und soll variieren, und dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Patienten und auch den Angehörigen. Der überwiegende Teil der Patienten wird inzwischen ambulant behandelt, was unserer Sicht auch eine sehr gute Möglichkeit ist“, erläutert Prof. Dr. Peter Brieger, Ärztlicher Direktor.
Von der Heilanstalt Eglfing zum kbo-Isar-Amper-Klinikum – Klinikgeschichte
Das kbo-Isar-Amper-Klinikum ist eine der größten Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie in der Bundesrepublik, akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität und eine akademische Lehreinrichtung der TU München.
Das heutige kbo-IAK wurde 1905 als Heil- und Pflegeanstalt Eglfing gegründet. Bereits 1912 war der Bedarf an psychiatrischer Versorgung so groß, dass in direkter Nähe die Heil- und Pflegeanstalt Haar entstand. Erst 1931 wurden die beiden Anstalten zusammengelegt. Ab den 1990er Jahren begann die Dezentralisierung und die wohnortnahe Versorgung wurde umgesetzt.
Wenn Sie sich für die Geschichte des kbo-Isar-Amper-Klinikums interessieren, können Sie das Psychiatrie-Museum in Haar besuchen. Genauere Infos finden Sie hier: www.bezirk-oberbayern.de/psychiatriemuseum
Informationen zum kbo-IAK finden Sie auch unter www.kbo-iak.de