Spielräume | Remix 6
Neue Tandemausstellung mit den Künstlerinnen Judit Lilla Molnár und Kollegin Lina Zylla
Schafhof - Europäisches Kunstforum Oberbayern
Datum/ Uhrzeit:
Datum: 03.07.2026 bis Datum: 06.09.2026
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Veranstaltungsort:
-
Schafhof - Europäisches Kunstforum Oberbayern
- Telefon: 08161 146231
- Fax: 08161 146268
- Internet: https://www.schafhof-kunstforum.de/
Am Schafhof 1
85354 Freising
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Das Format der Tandemausstellungen knüpft an das Residenzprogramm des Bezirks Oberbayern an und bringt jeweils Kunstschaffende aus dem Ausland und aus Oberbayern zusammen, die bereits früher am internationalen Kunstaustausch teilgenommen haben. Ziel ist es, den europäischen Austausch nicht nur fortzuführen, sondern nachhaltig zu vertiefen – durch gemeinsame künstlerische Arbeit, direkten Dialog und neue Formen der Vermittlung.
Für zwei Wochen leben und arbeiten die Künstlerinnen und Künstler gemeinsam im Schafhof. So entstehen die Ausstellungen nicht allein als Präsentation fertiger Werke, sondern als gemeinsamer Prozess. Begegnungen mit Besucherinnen und Besuchern – analog wie digital – sind ausdrücklich Teil des Konzepts.
Vernissage der Ausstellung
Freitag, 3. Juli, 19 Uhr
Grußwort: Thomas Schwarzenberger, Bezirkstagspräsident
Einführung: Eike Berg und Isabel Oberländer (Kunstforum)
im Gespräch mit den Künstlerinnen der Ausstellung
Shuttle-Taxi vom Bahnhof Freising: 18:45, zurück ca. 20:50 Uhr
davor
Mediengespräch
Freitag, 3. Juli, 15 Uhr
Spontan, offen und spielerisch
Inhaltlich steht die neue Ausstellung unter dem Jahresthema Spiel und Zufall. Der Fokus liegt auf spontanen, offenen und experimentellen Momenten, die im künstlerischen Austausch entstehen. Beide Künstlerinnen greifen diesen Gedanken auf unterschiedliche Weise auf und entwickeln daraus einen vielschichtigen Dialog zwischen Raum, Material, Wahrnehmung und gesellschaftlicher Reflexion.
Offener Denk- und Erfahrungsraum
Gerade im Zusammenspiel der beiden Positionen entfaltet Remix 6 seine besondere Spannung: Während Molnárs Installationen gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen und zugleich hinterfragen, öffnet Zylla ihre Bildräume für Verschiebung, Fragmentierung und Reflexion. So entsteht eine Ausstellung, die sich als offener Denk- und Erfahrungsraum versteht – zwischen Konstruktion und Dekonstruktion, individueller Erfahrung und gesellschaftlichem Kontext.
Gesellschaftliche Räume und psychologische Fragen
Judit Lilla Molnár, 1991 geboren, zählt zu den markanten Stimmen der jüngeren ungarischen Kunstszene. Die Künstlerin arbeitet vor allem mit großformatigen Installationen, die formal an Spielplätze erinnern, zugleich jedoch tiefgreifende gesellschaftliche und psychologische Fragen verhandeln. Themen wie soziale Mobilität, Wohnungskrise, Burnout oder Orientierungslosigkeit der Generation Y verdichtet sie zu räumlichen Bildwelten zwischen Leichtigkeit und latentem Unbehagen. Ihre Arbeiten verbinden philosophische Fragestellungen mit einer präzisen Beobachtung sozialer Wirklichkeit.
Molnár war in den vergangenen Jahren international in Ausstellungen und Residenzprogrammen vertreten, darunter in Berlin, Linz und Budapest. 2025 wurde sie für den renommierten Leopold-Bloom-Kunstpreis nominiert; 2026 erhält sie das Gyula-Derkovits-Stipendium. Bereits 2023 war sie im Rahmen des Austauschprogramms der Budapest Gallery Gastkünstlerin am Schafhof.
Malerei im Raum
Lina Zylla erweitert in ihren Arbeiten die klassische Malerei in den Raum hinein. Die Münchner Künstlerin kombiniert großformatige Glaszeichnungen, transparente Farbflächen, Spiegelungen, Klebebänder, Bildschirme und Klangfragmente zu installativen Gefügen, die sich je nach Blickwinkel verändern. Ihre Werke entstehen aus Montage, Überlagerung und bewusster Offenheit. Wahrnehmung wird dabei nicht als feste Größe verstanden, sondern als etwas Prozesshaftes und Veränderbares.
Zylla studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Günther Förg und Florian Pumhösl und wurde seitdem vielfach ausgezeichnet und gefördert. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Haus der Kunst, dem Lenbachhaus, in den Münchner Kammerspielen sowie international in Venedig, Istanbul und Berlin zu sehen. Seit 2021 arbeitet sie im Atelierhaus Baumstraße in München.
Infos zur Ausstellung und zum Rahmen-Programm finden Sie unter: www.schafhof-kunstforum.de/ausstellungen
Öffnungszeiten
3. Juli bis 6. September 2026
Mittwoch bis Samstag: 14 bis 19 Uhr
Sonntag und Feiertage: 10 bis 19 Uhr
Rahmenprogramm
treffpunkt+kunst
Samstag, 15. August, 16 Uhr
Ausstellungsführung mit Alexandra M. Hoffmann