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Mobilitätshilfe

Ein Jugendlicher sitzt angeschnallt in einem Transportfahrzeug. hinter ihm sieht man einen Rollstuhl. In der geöffneten Tür steht eine junge Frau und spricht mit ihm. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sollen auch außerhalb der eigenen Wohnung mobil sein. Deshalb gibt es die sogenannte Mobilitätshilfe.
Foto: zaschnaus
© zaschnaus / fotolia

Die Mobilitätshilfe dient dazu, Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Zum Beispiel, wenn sie an sportlichen, gesellschaftlichen oder kulturellen Ereignissen teilnehmen möchten.

Mobilitätshilfe heißt: Geld für den Fahrdienst. Dieses Geld können Personen erhalten, die wegen ihrer Behinderung den öffentlichen Nahverkehr nicht oder nur eingeschränkt nutzen können.

Der Bezirk Oberbayern gewährt derzeit eine monatliche Pauschale von 110 Euro. Diesen Betrag kann der Bezirk erhöhen, wenn ein Mehrbedarf nachgewiesen wird. Mit dem Geld können Menschen mit Behinderungen eigenverantwortlich Taxis oder  Behindertenfahrdienste buchen. Den Anbieter dürfen sie frei wählen. 

Mobilitätshilfe gewährt der Bezirk nur, wenn die antragstellende Person in Oberbayern wohnt.  

Regeln für die Mobilitätshilfe

Die Mobilitätshilfe darf für folgende entstandene Fahrtkosten verwendet werden:
  • für Fahrten mit Fahrdiensten (zum Beispiel Taxi), Behinderten-Fahrdiensten oder Vereinsbussen sowie
  • für Fahrten, die Privatpersonen durchführen, die nicht im eigenen Haushalt leben.

Für alle Fahrten müssen die entstandenen Kosten nachgewiesen werden.

Keine Mobilitätshilfe gibt es für:

  • Fahrten zu ärztlichen oder therapeutischen Maßnahmen,
  • Fahrten zu Kindertagesstätten, Schulen und Ausbildungsstelle,
  • Heimfahrten zur Familie sowie 
  • Fahrten zum Einkaufen. 

Die Mobilitätshilfe können beantragen:

  • Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung (Merkzeichen „aG“ im Schwerbehindertenausweis), wenn sie das 14. Lebensjahr vollendet haben.
  • Kinder mit Behinderungen, die jünger sind als 14 Jahre. Sie müssen laut einem ärztlichen Attest auf ein Spezialfahrzeug angewiesen sein. Ihre Eltern dürfen kein Fahrzeug besitzen, das wegen der Behinderung steuerbefreit oder durch sonstige öffentliche Leistungen gefördert ist.
  • Menschen mit geistigen Behinderungen, die älter sind als 14 Jahre und mit den drei Merkzeichen G (gehbehindert), H (hilflos) und B (Begleitung) im Schwerbehindertenausweis. Es muss ein Grad der Behinderung von 100 festgestellt sein. Laut Bescheid des Versorgungsamtes müssen die Personen als „geistig behinderte Menschen“ eingestuft sein. Sie können die geistige Behinderung auch auf andere Weise nachweisen.
  • Menschen, die wegen ihrer Behinderung den öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen können. Sie müssen dadurch in ihrer Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft eingeschränkt sein.

Ihre Ansprechperson

Servicestelle des Bezirks Oberbayern
Erste Anlaufstelle für Fragen zu den Sozialen Hilfen
Telefon: 089 2198-21010, 089 2198-21011 und 089 2198-21012
E-Mail schreiben Visitenkarte (vcf, 1kB)
Ansprechpersonen

Anträge

Sozialhilfeantrag
PDF (barrierefrei, 646 kB) München
PDF (barrierefrei, 678 kB) Ingolstadt
Merkblatt zur Mobilitätshilfe
PDF (barrierefrei, 129 kB)