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Leistungen der Pflegekasse für stationäre Pflege

Antrag bei der PflegekasseFeststellen der PflegebedürftigkeitPauschalen nach Pflegegrad Höhe bei Kurzzeitpflege Ergänzende Leistungen Landespflegegeld

Antrag bei der Pflegekasse

Für die Pflege in einer stationären Einrichtung erhalten versicherte Personen Leistungen der Pflegekasse. Die pflegebedürftige Person oder ihre  Bevollmächtigten/Betreuer müssen diese bei der Pflegekasse beantragen. Die Pflegekasse gewährt Leistungen ab dem Tag der Antragstellung. Es ist deshalb wichtig, den Antrag mit Eintreten der Pflegebedürftigkeit und der Aufnahme in das Pflegeheim zu stellen. nach oben

Feststellen der Pflegebedürftigkeit

Die Pflegebedürftigkeit stellt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) fest. Die begutachtende Person nimmt die Einstufung in einen Pflegegrad vor. Die Pflegekasse erteilt einen Bescheid über das Ergebnis der Begutachtung. Sie zahlt eine monatliche Pauschale an die Pflegeeinrichtung. Diese richtet sich nach dem Pflegegrad. nach oben

Leistungen nach Pflegegrad

Die Leistungen der Pflegekasse sind derzeit (Stand Januar 2017):

  • Pflegegrad 1 (geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten):          Es besteht kein Anspruch auf Leistungen der vollstationären Pflege. Der Zuschuss der Pflegekasse beträgt 125,00 Euro. Er gilt auch für die Kurzzeitpflege.
  • Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten): 770,00 Euro
  • Pflegegrad 3 (schwere Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten): 1.262,00 Euro
  • Pflegegrad 4 (schwere Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten): 1.775,00 Euro
  • Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung):
    2.005,00 Euro nach oben

Kurzzeitpflege

Für Kurzzeitpflege kann die pflegebedürftige Person Leistungen der Pflegekasse beantragen. Die Pflegekasse gewährt pro Kalenderjahr für maximal acht Wochen Leistungen – derzeit bis maximal 1.612 Euro. Dieser Betrag kann sich auf bis zu 3.224 Euro im Kalenderjahr verdoppeln. Voraussetzung ist, dass keine Mittel der Verhinderungspflege beansprucht werden.

Bei einem Aufenthalt in einem Heim der Kurzzeitpflege beträgt die Leistung der Krankenkasse maximal 1.612 Euro. Dies regelt § 39 SGB V.


Ergänzende Leistungen

Die Leistungen der Pflegekasse sowie das eigene Einkommen und Vermögen reichen oft nicht aus, um ein Pflegeheim selbst zu finanzieren. Pflegebedürftige Personen können ergänzend Leistungen für die vollstationäre Pflege beim Bezirk Oberbayern beantragen. Dies regelt nach § 61 SGB XII.

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Landespflegegeld

Pflegebedürftige Personen können einmal jährlich 1000 Euro Landespflegegeld erhalten. Voraussetzung ist, dass sie ihren Hauptwohnsitz in Bayern und mindestens Pflegegrad 2 haben. Für das Landespflegegeld ist der Freistaat Bayern zuständig.

Mit dem Landespflegegeld soll die Selbstbestimmung gestärkt werden. Pflegebedürftige Personen können selbst entscheiden, was sie mit dem Geld machen. Sie können mit dem Geld Angehörigen oder anderen Menschen, die sie unterstützen, eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen. Sie können sich auch selbst etwas Gutes tun.

Weitere Informationen zum Landespflegegeld und den Antrag finden Sie hier: landespflegegeld.bayern.de.

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Ihre Ansprechperson

Regina Lengmüller
Telefon: 089 2198-26001
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