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Ambulant betreutes Wohnen

Für welche Personen sind Ambulant betreute Wohnformen geeignet?

Was wird in ambulanten Wohnformen gefördert?

Welche Ambulant betreuten Wohnformen gibt es?

Ambulant Betreutes Einzelwohnen (aBEW) und Betreute Wohngemeinschaften (BWG)

Integrative ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit geistigen Behinderungen

Betreutes Einzelwohnen (BEW)

Therapeutische Wohngemeinschaften (TWG)

Betreutes Wohnen in Familien (BWF)


Für welche Personen sind Ambulant betreute Wohnformen geeignet?

  • Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen
  • Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Behinderung
  • Menschen mit einer Suchterkrankung

Der Bezirk Oberbayern berät und unterstützt Menschen mit Behinderungen bei der Wahl der geeigneten Wohnform. Er gewährt Leistungen, wenn die Menschen mit Behinderungen nicht in der Lage sind, ihr Leben selbständig zu führen. Die Personen haben keinen Bedarf für eine besondere – ehemals stationäre – Wohnform.

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Was wird in ambulanten Wohnformen gefördert?

Ambulant betreute Wohnformen ermöglichen den Bewohnerinnen und Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben in der Mitte der Gemeinschaft. Eine individuelle Betreuung und Unterstützung erfolgt in folgenden Lebensbereichen:

  • Umgang mit den Folgen der Behinderung
  • Selbstversorgung und Alltagsbewältigung
  • Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
  • Teilhabe am Arbeitsleben
  • Tages- und Freizeitgestaltung
  • Pflege sozialer Beziehungen
  • Konflikt- und Krisenbewältigung
  • Förderung der Unabhängigkeit von Betreuung

Die Betreuung erfolgt durch Beratung, Gespräche, telefonische und persönliche Kontakte, Begleitung, Anleitung und Übung des Erlernten. Der zeitliche Aufwand richtet sich nach dem persönlichen Hilfebedarf der Personen, die im ambulant betreuten Wohnen leben.

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Welche Ambulant betreuten Wohnformen gibt es?


Ambulant Betreutes Einzelwohnen (aBEW) und Betreute Wohngemeinschaften (BWG)

Diese beiden Wohnformen richten sich an

  • erwachsene Menschen, die geistig und/oder körperlich behindert oder von Behinderung bedroht sind,
  • die allein in einer eigenen Wohnung,
  • in Wohngemeinschaften
  • oder in selbst gewählten Lebensgemeinschaften oder Partnerschaften leben.

Die Dauer der Unterstützung richtet sich nach dem Einzelfall. Sie berücksichtigen den Wunsch nach Selbstbestimmung. Der Sozialpädagogische Fachdienst des Bezirks Oberbayern ermittelt gemeinsam mit den antragstellenden Personen und weiteren Beteiligten den Bedarf an Hilfe. Im Rahmen von Fachleistungsstunden erfolgt die ambulante Begleitung im persönlichen Wohnumfeld. Daneben können auch pflegerische Leistungen beispielsweise der Hilfe zur Pflege notwendig sein.

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Integrative ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit geistigen Behinderungen

In dieser Wohnform leben Menschen mit geistigen Behinderungen und Menschen ohne Behinderung in einer Wohngemeinschaft zusammen. Die Menschen ohne Behinderungen sind meist Studierende. Die Menschen mit Behinderungen besuchen tagsüber eine Werkstatt oder eine Förderstätte für behinderte Menschen. Sie haben einen Pflegegrad. Ihr Pflegegeld stellen sie der Wohngemeinschaft zur Verfügung. Die Angehörigen der Menschen mit Behinderungen verbringen einen Teil ihrer Freizeit in der Wohngemeinschaft.  

Die Menschen mit Behinderungen brauchen die ständige Anwesenheit einer Ansprechperson. Die dauerhafte Präsenz einer professionelle Betreuungskraft ist nicht erforderlich. Das Leben in der WG erfordert eine hohe Fähigkeit und Bereitschaft in einer Gemeinschaft zu leben. Ambulant unterstützt wird die Wohngruppe von einer sozialpädagogischen Fachkraft. Dieser steht eine Person, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolviert, unterstützend zur Seite.

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Betreutes Einzelwohnen (BEW)

Im Betreuten Einzelwohnen werden Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung bei der Bewältigung des Alltags unterstützt. Sie wohnen möglichst in ihrem bisherigen Lebensumfeld. Ziel ist es, sich gewohnter Umgebung zu stabilisieren.

Die Förderung zielt darauf ab, die Personen im Betreuten Einzelwohnen

  • möglichst von stationärer, teilstationärer und ambulanter Hilfe unabhängig zu machen,
  • Hilfe bei der Alltagsbewältigung zu leisten, beispielsweise im Umgang mit Geld, im Haushalt und bei der Selbstversorgung,
  • bei der Entwicklung einer Lebensperspektive und eines sinnerfüllten Lebens zu unterstützen,
  • die Begegnung mit Mitmenschen, mit der Familie oder in der Partnerschaft zu fördern
  • zur sozialen Vernetzung beizutragen,
  • bei einer Erwerbstätigkeit oder einer sonstigen Tätigkeit oder Tagesstruktur zu begleiten und unterstützen sowie
  • Krisen mit Hilfe eines Krisenplanes vorzubeugen.
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Therapeutische Wohngemeinschaften (TWG)

Therapeutische Wohngemeinschaften gibt es für zwei bis maximal 12 Bewohnerinnen und Bewohner. Diese ambulante Wohnform richtet sich an Menschen mit seelischen Behinderungen. Diese benötigen den ambulant betreuten Rahmen einer Wohngruppe. Der Alltag in der betreuten Gruppe mit mehreren Personen ermöglicht ein eigenverantwortliches Leben. Die Hilfe zur Selbsthilfe wird aktiv gefördert. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden individuell unterstützt und angeleitet, ihr Leben selbständigen zu führen und eigenverantwortlich zu handeln. Ziel ist es, mehr Lebensqualität zu erfahren.

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Betreutes Wohnen in Familien (BWF)

Das Betreute Wohnen in Familien (BWF) ist eine besondere Wohnform für Menschen mit geistigen, körperlichen und/oder seelischen Behinderungen. Der Mensch mit Behinderungen lebt als Gast bei einer Familie oder Einzelperson. Diese leben mit ihrem Gast zusammen und betreuen diesen. Die Menschen mit Behinderungen erfahren Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

Ziel des Betreuten Wohnens in Familien ist es, den Gast psychosozial und pädagogisch zu fördern. Die Gastgeberinnen und Gastgeber berücksichtigen die individuellen Fähigkeiten ihres Gastes. Im BWF können Menschen mit Behinderungen außerhalb einer stationären Einrichtung weitgehend selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben. Der Bezirk Oberbayern finanziert diese Wohnform. Er unterstützt und berät den Gastgeber und den Gast.

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Anträge

Richtlinien für das Betreute Wohnen in Familien (BWF) für Menschen mit Behinderung
PDF (barrierefrei, 150 kB)
Betreutes Wohnen in Familien: Übersicht der Anbieter in Oberbayern
PDF (barrierefrei, 792 kB)
Rahmenleistungs-Beschreibung BWF
PDF (barrierefrei, 187 kB)

Publikationen