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Budget für Arbeit

Ein Mann im weißen Arbeit-Kittel sitzt im Rollstuhl in einer Werkhalle an einem Bildschirmarbeitsplatz und schaut freundlich in die Kamera. Viele Menschen mit Behinderungen wünschen sich für ihr Arbeitsleben mehr Selbstbestimmung und Teilhabe.
© industrieblick / fotolia.com

Für wen ist das Budget für Arbeit gedacht ?Was wird vorausgesetzt ? Welche Leistungen gibt es ?

Für wen ist das Budget für Arbeit gedacht ?


Viele Menschen mit Behinderungen wünschen sich für ihr Arbeitsleben mehr Selbstbestimmung und Teilhabe. Diesen Wunsch greift das neue Budget für Arbeit auf. Es ist im Bundesteilhabegesetz (BTHG) verankert. Das Budget für Arbeit richtet sich an Menschen mit Behinderungen, die berechtigt sind, in einer Werkstatt zu arbeiten. Mit dem Budget für Arbeit werden sie beim Wechsel auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt. Damit können sie eine Stelle außerhalb einer Werkstatt annehmen, und trotzdem die Unterstützung durch den Bezirk Oberbayern bekommen.

Was wird vorausgesetzt ?


Voraussetzung ist, dass interessierte Personen voll erwerbsgemindert sind. Dies ist der Fall, wenn Menschen wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Sie sollen aber in der Lage sein, ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung zu erbringen.

Der tatsächliche Besuch einer Werkstatt ist nicht notwendig. Es ist ausreichend, wenn die Person einen Anspruch auf Beschäftigung im Arbeitsbereich einer Werkstatt hat. Hierzu muss sie vorher eine berufliche Bildungsmaßnahme durchlaufen haben.

Welche Leistungen gibt es ?


Menschen mit Behinderungen können einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag mit einem privaten oder öffentlichen Arbeitgeber abschließen. Die Entlohnung muss tarifvertraglich oder ortsüblich sein. Auf dieser Grundlage gewährt der Bezirk Oberbayern ein Budget für Arbeit.

Das Budget für Arbeit umfasst folgende Leistungen:

  • Einen Zuschuss zu den Lohnkosten für den Arbeitgeber: Die Höhe beträgt bis zu 75 Prozent des Arbeitslohnes, maximal 1.495,60 Euro (Stand: Januar 2019). Damit gleicht der Bezirk Oberbayern aus, wenn der Arbeitnehmer weniger leistungsfähig ist.
  • Die Kosten für die Begleitung und Anleitung (Assistenz) am Arbeitsplatz, falls dies erforderlich ist.

Der Arbeitgeber muss Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung auf der Grundlage des Arbeitsentgeltes abführen. Es besteht keine Beitragspflicht in der Arbeitslosenversicherung.

Das Budget für Arbeit wird unabhängig von Einkommen und Vermögen gewährt.

Anträge

Sozialhilfeantrag
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