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Blindenhilfe

Blindenhilfe Blindenhilfe
©fotolia
Blinde Menschen erhalten vom Bezirk Oberbayern als Träger der überörtlichen Sozialhilfe ergänzende Blindenhilfe nach 72 SGB XII. Dies geschieht, um ihre durch die körperliche Behinderung bedingten Mehraufwendungen auszugleichen. Blind ist, wem das Augenlicht vollständig fehlt. Als blind gelten darüber hinaus auch Personen, bei denen
  • auf dem besseren Auge und auch bei beidäugiger Prüfung eine Sehschärfe von nicht mehr als 1/50 besteht oder
  • andere Störungen des Sehvermögens von einem solchen Schweregrad vorliegen, dass sie der genannten Beeinträchtigung der Sehschärfe gleichzusetzen sind.

Die Hilfe wird in Form einer Geldpauschale direkt ausbezahlt. Die Pauschale wird vom Bundesgesetzgeber festgesetzt und verändert sich analog des aktuellen Rentenwertes in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ein Anspruch auf Blindenhilfe besteht nur, soweit keine gleichartigen Leistungen nach anderen Rechtsvorschriften, z.B. Blindengeld vom Zentrum Bayern für Familie und Soziales (nach dem Bayerischen Blindengeldgesetz) gewährt werden.

Vorrangige gleichartige Leistungen werden auf die Blindenhilfe angerechnet, etwa das Landesblindengeld nach dem BayBlindG, die Pflegezulage für Kriegsblinde nach dem BVG, das Pflegegeld für Unfallblinde nach dem SGB VII sowie die Pflegezulage nach § 269 LAG.

Höhe der Blindenhilfe:

Mit Stand vom 1. Januar 2017 beträgt die Blindenhilfe für blinde Menschen nach Vollendung des 18. Lebensjahres monatlich 694,98 Euro, vor Vollendung des 18. Lebensjahres sind es 347,94 Euro. Das Landesblindengeld des Freistaats Bayern liegt mit monatlich 590,00 Euro unter diesem Betrag. Deshalb besteht in Höhe des Differenzbetrages von derzeit 104,68 Euro Anspruch auf Gewährung von ergänzender Blindenhilfe für Personen ab 18 Jahren.

Die genannten Beträge gelten für Personen, die nicht in stationären Einrichtungen untergebracht sind. Menschen, die in einer solchen Einrichtung leben, erhalten Blindenhilfe in Höhe von 52,34 Euro monatlich.

Wird Blindenhilfe an Personen außerhalb von Einrichtungen geleistet, die zugleich Leistungen der häuslichen Pflege erhalten, orientiert sich die Blindenhilfe an den Leistungen der häuslichen Pflege, die je nach Pflegegrad angerechnet werden müssen.

Dies gilt aber nur, wenn sozialhilferechtliche Bedürftigkeit vorliegt und diese dem Bezirk Oberbayern nachgewiesen wird. Die Blindenhilfe wird betragsmäßig entsprechend der Rentenanpassung jeweils zum 1. Juli eines Jahres angepasst.

Anträge

Sozialhilfeantrag
München (PDF, 558 kB)
(PDF, 610 kB)

Publikationen