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Glentleiten beginnt Bauvorhaben „nördliches Oberbayern“

Meilenstein für das Freilichtmuseum

Im Freilichtmuseum Glentleiten brechen neue Zeiten an. Künftig werden dort im Bereich „nördliches Oberbayern“ auch Gebäude aus der Hallertau und aus dem Gebiet zwischen Ingolstadt, Dachau und Freising präsentiert. Bislang waren dort ausschließlich Bauten aus dem südlichen Oberbayern und dem Alpenrand zu sehen. Mit einem Spatenstich für das erste Gebäude, den „Oberländer“-Hof aus der Nähe von Altomünster, gab Bezirkstagspräsident Josef Mederer den Startschuss für das Bauvorhaben.

Auf dem Bild sind sieben Personen auf einer Wiese mit Abstand zu sehen. Vier Personen im Vordergrund haben einen blauen Bauhelm auf und halten jeweils einen Spaten mit Kies in der Hand.

Mit von der Partie waren neben Regierungspräsidentin Maria Els auch Museumsreferent Thomas Schwarzenberger und Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz. Außerdem wohnten der Bürgermeister von Altomünster, Michael Reiter, und die beiden früheren Besitzer der Anwesens, Anna und Jakob Mair, dem symbolischen Akt bei. Auch die Bürgermeister der Musumsgemeinden Großweil und Schlehdorf, Frank Bauer und Stefan Jocher, waren zu der Veranstaltung gekommen.

Mederer bezeichnete den Beginn des Projekts als „Meilenstein“ für das Freilichtmuseum Glentleiten. Das Freilichtmuseum, sagte Mederer, sei damit einen Schritt weiter bei der Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgabe, das ganze ländliche Oberbayern in den Blick zu nehmen und zu dokumentieren, zu erforschen und zu vermitteln.

Exponate aus dem ländlichen Oberbayern 

Eine alte Aufnahme von einem traditionellen Bauernhof. Links steht die Scheune mit einem grünen Tor und rechts steht ein Wohnhaus mit grünen Fensterläden.
© Bezirk Oberbayern, Archiv FLM Glentleiten

Tatsächlich war bereits bei der Gründung des Museums im Jahr 1971 – also vor 50 Jahren – festgelegt worden, dass dort das gesamte ländliche Oberbayern beispielhaft in seinen Bauten repräsentiert sein soll. Doch während die Exponate aus dem Süden des Freistaats immer zahlreicher wurden, war der Norden jahrzehntelang gar nicht vertreten.

Hofanlage aus dem Landkreis Dachau 

Damit ist nun Schluss: Der Wiederaufbau der Hofanlage "Oberländer“ aus Oberzeitlbach bei Altomünster (Landkreis Dachau) macht den Beginn für den künftigen Bereich „nördliches Oberbayern“. Auf dem Hof aus der ersten Hälfte und der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden ursprünglich für die Region typische landwirtschaftliche Produkte wie Getreide, Kartoffeln und Rüben angebaut. Für Bezirkstagspräsident Mederer ein besonderes Objekt, stammt er doch selbst aus Altomünster.

Hopfenbauernhof aus dem Landkreis Freising

Im Anschluss soll der historische Hopfenbauernhof "Königer" aus Enzelhausen (Landkreis Freising) wiedererrichtet werden, der für die alte Tradition des Hopfenanbaus in der Hallertau steht. Er fügt sich ein in das Thema „Bier“, das in den letzten Jahren im Freilichtmuseum Glentleiten eine immer größere Rolle spielt – unter anderem mit der Schaubrauerei, die im neuen Eingangsgebäude ihren Platz gefunden hat. Ein Hopfengarten soll das Ensemble später ergänzen.