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Kreative Minimalisten

München, den Datum: 21.01.2021
Auszeichnungen Kultur

Verleihung des Oberbayerischen Förderpreises für Angewandte Kunst 2020

Zum elften Mal verleiht der Bezirk Oberbayern am 20.1. den Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst. Aus mehr als 100 Arbeiten von über 50 Bewerbern wählte eine Jury vier Nachwuchstalente, die den mit insgesamt 11.000 Euro dotierten Förderpreis erhalten. Die Arbeiten können coronabedingt nicht in einer Ausstellung präsentiert werden. 

Gruppenild aus vier Einzelfotos: Eine junge Frau und drei junge Männer, die den Betrachter anschauen. Jeder hält ein Objekt in seinen Händen. Im Hintergrund erkennt man jeweils ein Fenster üdurch das man auf ein Bürogebäude sieht.

Auch der Oberbayerische Förderpreis für Angewandte Kunst wurde Opfer der Pandemie und konnte 2020 nicht wie in den letzten Jahren im Rahmen einer Sonderausstellung auf der Messe Heim und Handwerk vergeben werden. Statt dessen fand die Preisverleihung am 21. Januar im kleinen Kreis im Sitzungssaal des Bezirks Oberbayern statt.


Der erste Förderpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, geht an Joohee Han (34) für minimalistische Schmuckobjekte, die das Thema „Ei“ für den Bereich Schmuck neu erfinden. Die aus Südkorea stammende Künstlerin ist Meisterschülerin in der Schmuckklasse der Professorin Karen Pontoppidan an der Akademie der Bildenden Künste in München. Sie schafft kleine zarte geometrische Körper als perfekte Hüllen aus einem neuartigen Werkstoff aus Eierschalen und Silikon. Dadurch sind die Objekte elastisch und springen immer wieder in ihre Form zurück. Die als Broschen getragenen Schmuckstücke überzeugten die Jury durch ihre Ästhetik und Materialität.

Halbkugel aus gesprengeltem Material. Die Schnittfläche liegt oben. Steile Pyramide aus beigem gesprengeltem Material Quader  aus zwei Trapez- und vier Rechteckflächen aus beigem gesprengeltem material

Galerie Yoohee Han (3 Bilder)

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Den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Förderpreis erhält Markus Pollinger (35) für zwölf Gefäße, die ihren Ursprung in der industriellen Massenproduktion haben und durch den Künstler in überraschende Unikate verwandelt wurden. Die Objekte entstehen aus gepressten Grundformen, die mit Röhren, Stegen und Öffnungen und Griffen erweitert werden und einen neuen Zweck als Vase oder Kanne erhalten. Dabei setzt Pollinger Schweiß-Techniken ein, die Handwerk und Industrie verbinden. Neben Edelstahl tritt Kupfer, Silber und Holz und veredelt die Objekte.

Der Lenggrieser Markus Pollinger besuchte nach der Ausbildung zum Silber- und Goldschmied in Neugablonz die Kunstakademien in Nürnberg und München und schloss 2020 mit Diplom ab.

Ovales silbernes Gefäß mit zylindrischen zwei Öffnungen und einem schwarzen Metallgriff. man erkennt Schweißnähte und die Form erinnert entfernt an ein Teil eines Automotors Rundes Gefäß aus Kupfer mit zwei zylindrischen Öffnungen oben und einem langen weißen Griff. Goldenes zylindrisches Gefäß mit einer trompetenförmigen zylindrischen Öffnug und flachen Nähten BItte Alternativtext hier eintragen (Barrierefreiheit)

Galerie Markus Pollinger (4 Bilder)

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Jakob Fischer (20) bekommt für drei Textilentwürfe den dritten Förderpreis, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Aus Versatzstücken von Fotografien, die Fischer digital zerschneidet, spiegelt und dreht, gestaltet er ausdruckstarke Kompositionen, die in ihrer Hell-Dunkel-Wirkung an Kirchenfenster erinnern. Jakob Fischer, der ebenfalls as Lenggries stammt, hat nach einer Schreinerlehre eine Weiterbildung zum Gestalter im Handwerk an der Akademie für Gestaltung und Design in München gemacht und hat ein duales Studium als Mediendesigner begonnen.

Getupfte hellblaue Textur auf weißgelben Hintergrund. Oben ist ein dunkler Bereich, der mit grüner und hellroter getupter Textur unterbrochen wird. Ein kräftiges Schwarz dominiert den unteren Bereich des Bildes. Der obere Teil ist in einem weißgelben Grundton gestaltet. Darüber sind gelbe, rote, blaue und grüne Striche und Formen zu sehen. Der obere und mittlere Bereich des Bildes ist mit einer dunklen Grundfarbe gestaltet. Darüber liegen helle, gelbe, blaue, grüne und rote Punkte und Formen. Der untere Teil des Bildes ist mit weißen und gelben Formen gestaltet.

Galerie Jakob Fischer (3 Bilder)

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Eine mit 1000 Euro dotierte Anerkennung geht schließlich an David Bühler (21) für eine Reiseschatulle aus Holz. Dieser etwas andere „Kulturbeutel“ besticht durch seine einfache Form und ansprechende Ästhetik, die durch die innovative Verbindung von Schichtholz und Textilgummi entsteht. Der Gummi ist so durch die drei Zylinderteile aus verleimten Ahornfurnierschichten gefädelt, dass dieser gleichzeitig als Verschluss und als flexible Halterung für die Hygieneutensilien fungiert.
David Bühler befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr für Schreiner an der Schule für Holz und Gestaltung des Bezirks Oberbayern in Garmisch-Partenkirchen.

Ein rundes längliches Zylinder-Holzstück, dass innen ausgehöhlt ist. Um das Holzstück ist in regelmäßigen Abständen ein schwarzer dünner Gummi sichtbar. Drei gleich lange Holzstücke, die aneinandergereiht sind. Die drei Stücke werden mit einem schwarzen dünnen Gummi zusammengehalten. Auf den Holzstücken werden eine Zahnbürste, eine Zahnpasta und ein Kamm mit dem Gummi eingeklemmt. Drei gleichlang gewölbte Holzstücke liegen nebeneinander. Die drei Stücke werden mit einem dünnen schwarzen Gummi zusammengehalten.

Galerie David Bühler (3 Bilder)

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Bildmaterial zum Download

  • Eine junge Frau mit längeren schwarzen Haaren, blauen Pullover und Maske erhält von einem älteren Mann mit Brille und Maske eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

    Bezirkstagspräsident Josef Mederer (links) überreicht der Förderpreisgewinnerin Johee Han (rechts) eine Urkunde. Die Meisterschülerin wurde für ihre minimalistischen Schmuckobjekte ausgezeichnet.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Junge Frau mit langen schwarzen Haaren hält lächelnd einen hellbeigen eckigen Gegenstand in die Kamera. Sie steht vor einer Glasfront.

    Joohee Han gewann mit Schmuckobjekten den 1. Preis beim Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst 2020.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Ein älterer Mann im Anzug, mit Brille und Maske überreicht einem jungen Mann mit schulterlangen Haaren und Maske eine Urkunde und Blumenstrauß.

    Markus Pollinger, Zweitplatzierter des Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst, erhält von Josef Mederer eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Junger Mann mit schulterlangen dunklen Haaren und Hoodie hält einen glänzenden Gegenstand aus Kupfer in der Hand. Im Hintergrund erkennnt man durch eine Glastür ein Bürogebäude.

    Markus Pollinger gewann mit gepressten und verfremdeten Gefäßen aus Metall den 2. Preis beim Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst 2020.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Ein älterer Mann im Anzug und Maske überreicht einem jungen großen Mann mit Maske eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

    Den dritten Förderpreis erhält Jakob Fischer für drei Textilentwürfe. Josef Mederer überreicht dem 20-Jährigen eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Ein lächelndeer junger Mann mit kurzen Haaren und hellem Hemd hält eine farbigen Stoff in den Händen. Im Hintergrund ein sonnenbeschienens Fenster durch das man ein Bürogebäude erkennt.

    Jakob Fischer gewann mit bedruckten Seidenstoffen den 3. Preis beim Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst 2020.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Ein junger Mann mit Kurzhaarschnitt, Brille und Maske erhält von einem älteren Mann mit Brille und Maske eine Urkunde und einen Blumenstrauß.

    David Bühler erhält mit seiner Reiseschatulle aus Holz eine 1000 Euro dotierte Anerkennung des Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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  • Junger Mann mit Brille und rotem Pullover hält einen zylindrischen Gegenstand aus Holz mit Gummibändern in die Kamera. Im Hintergrund sieht man den Balkon eines Bürogebäudes.

    David Bühler gewann mit einer Reiseschatulle aus Schichtholz eine Anerkennung beim Oberbayerischen Förderpreis für Angewandte Kunst 2020.

    Foto: Peter Bechmann

    Copyright: Bereich Kommunikation Bezirk Oberbayern

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