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"ganz innen" – Sibylle Kobus und Sabine Münch

Ausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern hat geöffnet

„ganz innen“ heißt die aktuelle Ausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern, in der die Künstlerinnen Sibylle Kobus und Sabine Münch bis 30. April 2021 ihre Werke zeigen. 

Die aktuelle Besuchs-Regelung:

Für Ihren Ausstellungsbesuch ist eine Anmeldung erforderlich, wenn der Corona-Inzidenzwert in der Stadt München zwischen 50 und 100 liegt. Wenn der Wert über 100 liegt, ist kein Besuch möglich.
Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über den aktuellen Inzidenzwert.

Zur Ausstellung

Die Bildhauerin Sibylle Kobus, Jahrgang 1967, ist bekannt für ihre Raumkunstwerke, die sie ausgehend vom jeweiligen Ausstellungsort entwickelt. Sie kombiniert Vorge-fundenes mit Materialien, die sie von „außen“ holt, und versetzt beides in ein Wech-selspiel aus Verbindungen und Grenzen. Ihr bevorzugter Werkstoff sind Ny-lonstrumpfhosen. Auch bei ihrem zentralen Werk in der Galerie Bezirk Oberbayern hat sie Strumpfhosen vernäht. Die von innen leuchtende Skulptur ist begehbar und führt – mit vielen Ein- und Ausblicken auch zu Werken von Sabine Münch – in ein „verletztes, fragiles Innere“ hinein.

Die unverwechselbaren Kunstwerke von Sibylle Kobus verzerren Alltägliches zur Fata Morgana und sind zugleich ästhetische Augenweiden. Die gebürtige Berlinerin stu-dierte Kunstgeschichte in Marburg an der Lahn und schloss daran eine Ausbildung zur Holzbildhauerin in München an. Seit 1995 lebt und arbeitet sie in München, wo sie eine eigene Werkstatt hat. Neben ihren Werken und Auftragsarbeiten gestaltet sie Bühnenbilder des „Theaters Kunstdünger“ mit Sitz in Valley bei München.

Kaleidoskopartige Struktur
Sibylle Kobus, Hautfetzen« (Ausschnitt), 2017, Objekt aus genähten Nylonstrumpfhosen (Foto: Sibylle Kobus © Bezirk Oberbayern)
zeichnung aus rötlichen, gelben und bräunliche Strichen, die eine transparent wirkende und leuchtende Struktur ergibt
Sabine Münch, Kristall, Kaltnadelradierung, 2020, 30 x 40 cm (Foto: Atelier Augustinum © Bezirk Oberbayern)

Selbstvergessen wie das Strömen des Atems

Das Werk von Sabine Münch von der Künstlergemeinschaft Atelier Augustinum in München-Oberschleißheim umfasst eine Vielzahl an Radierungen und Zeichnungen. In geradezu meditativer Art bearbeitet sie mit feinen Strichen die Radierplatten und entwickelt dabei flächige, wachsende Formen. Das mühelose und vollkommen selbst-vergessene Strömen des Atems beschreibt am besten jenen Vorgang, in dem diese poetischen Kreationen entstehen. Die Ausstellung zeigt ihre abstrakten Kaltnadelra-dierungen: leuchtend zarte und poetische Werke als innerlicher Ausdruck der Welt, die sie zu sich holt und in neuer Vielfalt zum Wachsen bringt.
Bereits 2007 erarbeitete Sabine Münch mit großem grafischem Gespür für die Technik der Kaltnadelradierung eine umfangreiche Reihe von Tierdarstellungen. Seit einigen Jahren widmet sich die Künstlerin zunehmend auch abstrakten Motiven. Die 1963 in München geborene Künstlerin ist seit 1994 künstlerisch tätig und arbeitet seit 2008 im Atelier Augustinum. Münch ist Preisträgerin des Lothar-Späth-Kunstpreises 2008. Sie war 2010 und 2014 für den Europäischen Kunstpreis „euward“ nominiert.

Sound-Dusche und Gebärden

Die Ausstellung läuft bis zum 12. März 2021 und ist wie immer inklusiv. Ausstellungs-texte in Leichter Sprache und in Braille-Schrift gehören ebenso dazu wie eine Gebär-densprach-Installation mit Martina Odorfer vom Projekt „Museum Signers“, das für die Kunstvermittlung in Deutscher Gebärdensprache steht. Odorfer entwickelt durch ihre visuelle Interpretation Elemente der Ausstellung poetisch weiter. Die Videobilder in Gebärdensprache tragen Untertitel, und der Ton kommt statt aus Kopfhörern berührungslos – und damit coronatauglich – aus einer „Sound-Dusche“.
Zur Eröffnung am 11. November sind von 16 bis 19 Uhr im kleinen Rahmen und mit Anmeldung Gespräche und Führungen geplant, die jeweils zur vollen Stunde begin-nen. Anwesend sind Sibylle Kobus und Sabine Münch sowie die Kunstvermittlerin in Deutscher Gebärdensprache (Museum Signerin) Martina Odorfer.

Galerie Bezirk Oberbayern
Ausstellung „ganz innen“ mit Sibylle Kobus und Sabine Münch
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag von 8-17 Uhr, Freitag von 8-15 Uhr. Für den Besuch der Ausstellung sind die Corona-Regeln der Galerie zu beachten:
FFP2-Maske und Mindestabstand 1,5 Meter.

Teilnehmende erhalten in dem interaktiven Live-Meeting einen Einblick in die Ausstellung und die Arbeiten der Künstlerinnen. Sie können mit den Ausstellungsbeteiligten in den Dialog treten. Mit Simultan-Übersetzung in/aus der Deutschen Gebärdensprache.

Mit der Künsterlin Sibylle Kobus, Martina Odorfer (MuseumSignerin), Dorothee Mammel (Galerie Bezirk Oberbayern)

In Zusammenarbeit mit der MVHS

Anmeldung über die Webseite der MHVS