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Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo)

Außenfassade der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Garmisch-Partenkirchen: Blick auf einen Rundbau aus Holzelementen und weißen Stützen.
Die Außenfassade der kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Garmisch-Partenkirchen (© kbo-LMK)

Der Bezirk Oberbayern ist für die klinische psychiatrische, psychotherapeutische, psychosomatische und neurologische Versorgung in Oberbayern zuständig. Diese Aufgabe nimmt er über die Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) wahr. Mit ihren Kliniken und ambulanten Angeboten ist kbo in ganz Oberbayern vertreten. Die Versorgungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Neurologie und Sozialpädiatrie.

Zum Verbund kbo gehören unter anderem die Klinikgesellschaften:

  • kbo-Isar-Amper-Klinikum,
  • kbo-Inn-Salzach-Klinikum,
  • kbo-Lech-Mangfall-Kliniken,
  • kbo-Heckscher-Klinikum,
  • kbo-Kinderzentrum München,
  • kbo-Donau-Altmühl-Kliniken

Beteiligt ist kbo beispielsweise am Krisendienst Psychiatrie Oberbayern und dem Autismuskompetenzzentrum Oberbayern.

BIDAQ (Bayerisches Institut für Daten, Analysen und Qualitätssicherung) unterstützt als Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung psychiatrische Kliniken, Ambulanzen und deren Versorgungspartner bei der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Versorgung und ist organisatorisch bei kbo angesiedelt.

130 000 Patientinnen und Patienten

Die kbo-Kliniken behandeln ambulant, teilstationär und stationär pro Jahr rund
130 000 Patientinnen und Patienten. Es gibt Behandlungsangebote in der

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie,
  • Erwachsenenpsychiatrie,
  • Suchtmedizin,
  • Psychotherapie,
  • Psychosomatik,
  • Sozialpädiatrie und
  • Neurologie.

kbo-Kliniken an 50 Standorten

Therapeutische Angebote der kbo-Kliniken gibt es an über 50 Standorten in Oberbayern. Sie verfügen über 3 000 stationäre Betten und tagesklinische Behandlungsplätze und beschäftigen über 8 600 Mitarbeitende. Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) bieten an allen Standorten ambulante psychiatrische Therapieangebote.

Neue Ideen

Die kbo-Kliniken nehmen eine Vorreiterrolle bei der Weitentwicklung der Behandlungsangebote ein. So setzen die Münchner Standorte und die Standorte Fürstenfeldbruck und Dachau des kbo-Isar-Amper-Klinikums seit 1. Januar 2026 ein Modellvorhaben nach § 64b SGB V um – eine Weiterentwicklung der Versorgung. Dies ermöglicht den Kliniken, die Patientinnen und Patienten flexibler als bisher über die gesamte Behandlungsspanne hinweg zu begleiten: Vollstationäre, teilstationäre, aufsuchende und ambulante Behandlungsphasen gehen fließender ineinander über und richten sich stärker an den individuellen Bedarfen der Betroffenen und ihres Umfelds aus. Die Übergänge werden durch Ansprechpersonen in den Kliniken koordiniert und begleitet.

Ein weiteres Beispiel ist das Konzept „Krankenhaus Daheim". Dabei handelt es sich um die sogenannte „Stationsäquivalente Behandlung" (StäB). Diese kann in geeigneten Fällen die stationäre Behandlung ersetzen und erfolgt zuhause bei den Patientinnen und Patienten.

Regionale psychiatrische Versorgung

Der Bezirk Oberbayern und die kbo-Kliniken bekennen sich zum Konzept der regional psychiatrischen Versorgung. Ziel ist es, Menschen mit seelischen Erkrankungen nahe an ihrem sozialen und familiären Umfeld zu behandeln. Dazu bauen die kbo-Kliniken die klinische, teilstationäre und ambulante Versorgung wohnortnah aus. Alle kbo-Kliniken sind eng mit regionalen ambulanten Behandlungsangeboten vernetzt.

Wichtige Partner sind die Einrichtungen und Dienste der freien Wohlfahrtspflege sowie die organisierte Selbsthilfe.

Für jede kbo-Klinik gibt es Beauftragte für die Patientenfürsprache. Sie sind neutrale und unabhängige Ansprechpersonen für die Anliegen und Beschwerden der Patientinnen und Patienten.