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Kategorie: Zamma
18.07.2019

Von Haus zu Haus

Bustour zu renovierten Baudenkmälern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

„Rausgeputzt“ hieß die Veranstaltung im Rahmen des Kulturfestivals ZAMMA, die Gäste mit dem Bus vom Festivalort zu denkmalgeschützten Anwesen im Landkreis brachte. Allen Häusern gemein ist, dass sie mit Mitteln des Bezirks Oberbayern renoviert werden. Mehr als zwei Millionen Euro investiert der Bezirk jährlich in die Denkmalpflege. Ein Teil davon fließt in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen, 165.000 Euro waren es im vergangenen Jahr. Begleitet wurde die Fahrt von der Fachberatung Heimatpflege, die beim Bezirk für die Vergabe von Fördermitteln für die Denkmalpflege zuständig ist.

Bei der Fahrt durch Ettal gab es bereits das erste Objekt zu sehen: die ehemalige Johann-Nepomuk-Kapelle, die heute als Wohnhaus genutzt wird. Mit Mitteln des Bezirks wurde hier das Schindeldach in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Erster Halt war jedoch ein Bauernhof mit Mühle in Unterammergau, eines der letzten Anwesen im Ort, die noch mit Holzschindeln gedeckt sind. Der älteste Bereich stammt aus dem Jahr 1750. Nach dem Mühlensterben um 1900 erlebte es verschiedenen Nutzungen, unter anderem als Dorfgefängnis und Limonadenfabrik. Mit viel Idealismus wird es von der privaten Eigentümerin, der es seit einem Jahr gehört, saniert und zum Wohnhaus umgebaut. Ein ehrgeiziges Projekt, denn bei dem schlechten baulichen Zustand werden noch viele Arbeitsstunden nötig sein. Für das Planungskonzept und neue Bundstangen am Schindeldach gab es einen Zuschuss vom Bezirk. Vor der Abfahrt warf eine ältere Dame aus der 30-köpfigen Besuchergruppe noch einmal einen bewundernden Blick auf die zwei uralten Spalierbirnen, die vor dem Eingang stehen: „Die halten das Wasser vom Haus ab, das hat man früher so gemacht.“

Nächste Station war das historische Lampl-Anwesen in Bad Kohlgrub. Hier empfingt Bürgermeister Franz Degele die Gäste. Der über 200 Jahre alte Einfirsthof – einer der letzten seiner Art in Bad Kohlgrub – gehört der Gemeinde. Er ist schon weitgehend saniert mit vielen original wiederhergestellten Details – von bleiverglasten Fenstern über rot-blau mit Rankenmustern bemalten Wänden bis hin zur bereits renovierten Täferstube. Hausherr Degele freut sich über die neue Nutzung des riesigen Anwesens als Haus der Vereine. Er erklärte, dass das Anwesen erst 2007 auf die Denkmalliste gekommen sei: „Die historische Substanz war komplett verbaut. Der Bezirk Oberbayern hat die gesamte Sanierung mitfinanziert.“ Genutzt werden kann es nur für gemeinnützige Aktivitäten. Als neue Nutzer sind schon der Trachtenverein, der Skiklub und die Theatergruppe „Junge Wilde“ vorgemerkt.

Deutlich kleiner ist der Bauernhof „Zum Neuhaus“ außerhalb von Großweil – das letzte Ziel, das der Bus ansteuert. Eigentümerin Sandra Miserok erklärte die Arbeiten an dem alten Gemäuer aus dem Jahr 1680, in das sie mit ihrer fünfköpfigen Familie im nächsten Jahr einziehen möchte. Damit der Platz für alle reicht, werden Stall und Tenne zum Wohnbereich umgebaut. Solche Projekte verlangen den Bauherren viel Energie ab. „Manchmal, wenn es gerade nicht weitergeht, halte ich inne und besinne mich, warum wir das hier machen. Mit dem Ziel vor Augen kommt dann immer auch neue Kraft“, erklärt Miserok. Auch diese Immobilie erhält eine Förderung. „Der Bezirk ist die beständigste Größe unter unseren Förderern, darauf können wir uns verlassen und das gibt auch den Bauherren Sicherheit“, sagte Christian Straub von der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
E-Mail: kerstin.schwabe@bezirk-oberbayern.de

Bildmaterial zum Download

Bauherrin Christiane Serini zeigt die unterschiedlichen Baustufen an der ehemaligen Mühle in Unterammergau.

Foto: Kerstin Schwabe

Copyright: Bezirk Oberbayern

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Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressearbeit
Telefon: 089/2198-90013
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