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Kategorie: Ausstellungen
06.05.2020

Kunst-Ausstellung "Teilhabe" im Netz

Galerie Bezirk Oberbayern zeigt Online-Führung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache

Eigentlich war der Titel der Ausstellung „Teilhabe“ wörtlich gemeint: Besucherinnen und Besucher der Galerie des Bezirks Oberbayern sollten selbst aktiv zu werden und Kunst mitgestalten. Das ist aus aktuellem Anlass nicht möglich. Wer die Ausstellung trotzdem sehen möchte, kann sich das Video einer Kunst-Führung per Live-Stream ansehen, die Anfang April stattgefunden hat. Darin erklären die Künstler Sinan von Stietencron und Monika Supé  ihre Arbeiten. Der Text wird simultan in Deutscher Gebärdensprache angeboten.

Online-Führung durch die Galerie Bezirk Oberbayern

Videomitschnitt einer Online-Live-Führung in der Galerie Bezirk Oberbayern durch die Künstler Sinan von Stietencron und Monika Supé, mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache.

 

Informationen zur Ausstellung:
Zum Mitmachen eingeladen hätte vor allem die große Gemeinschaftsarbeit von Sinan von Stietencron und Monika Supé, die den Mittelpunkt der Ausstellung bildet. Diese besteht aus einer linienartigen Raumzeichnung aus weißem Sand, die Monika Supé auf dem Boden der Galerie aufgetragen hat. Als Vorlage dienten der Künstlerin und Architektin eigene serielle Arbeiten, in denen sie sich mit dem Verhältnis von Raum und Zeit auseinandersetzt. Die Besuchenden können und sollen diese „Sandzeichnung“ verändern. Deren stetigen Wandel wiederum transformiert der Künstler und Philosoph Sinan von Stietencron mittels Kameraaufnahmen in eine Video-Installation, die visuell und akustisch auf die Veränderungen reagiert. Wie in früheren Arbeiten interessiert sich von Stietencron auch hier für die Interaktion der Betrachtenden mit dem Kunstwerk.

Das interaktive Gemeinschaftswerk möchte zeigen, dass die Welt nicht statisch ist, sondern in ständigem Wandel. Auch Kunst wird - zumindest bei dieser zentralen Arbeit - nicht als fertiges Werk, sondern als etwas Veränderliches präsentiert. Und zwar als Prozess, dem man nicht allein zuschauen kann, sondern in den man aktiv eingreifen soll. Neben dieser praktischen Umsetzung von „Teilhabe“ will die Ausstellung die Frage aufwerfen, was Teilhabe für jeden einzelnen, für Systeme und für die Gesellschaft an sich bedeutet.

Bei den Einzelarbeiten der beiden Künstler ist Draht das „verbindende“ Material, das sie allerdings in ganz unterschiedlicher Art und Weise einsetzen: Von Stietencron verwendet ihn als dreidimensionale Linie, die je nach Licht und Betrachtungswinkel immer wieder neu erscheint. Supé verhäkelt ihn zu hüllenartigen, durchscheinenden Gebilden, wodurch sich die Grenzen von Raum zu Körper ausloten lassen. Darüber hinaus fertigt sie Abgüsse von Linolschnitten in Beton, die mit den Fingern „gelesen“ werden können.

Ausstellung
bis 30. September 2020

Inklusives Begleitprogramm
Führung in leicht verständlicher Sprache: 21. April, 18.30 Uhr (entfällt)
Tastführung für Blinde und Sehende: 15. Mai 2020, 18 Uhr (entfällt)

Eintritt bei allen Veranstaltungen frei, Zugang barrierefrei, alle Veranstaltungen sind gebärdenunterstützt, Ausstellungstext in Leichter Sprache und in Braille.

Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
Telefon: 089 2198-91101
E-Mail: Kerstin.Schwabe@bezirk-oberbayern.de

Bildmaterial zum Download

Sinan von Stietencron, Kopf eines Blinden, 2015, Draht, Mixed Media

Foto: Sinan von Stietencron

Copyright: Sinan von Stietencron

Download Foto (JPG 2,3 MB)

Monika Supé, Kopfbedeckung 1, 2013, Draht gehäkelt, 26 x 35 x 35 cm

Foto: Monika_Supé

Copyright: Monika_Supé

Download Foto (JPG 2,4 MB)

Download gesamtes Bildmaterial als zip (ca. 4.7 MB)

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Kerstin Schwabe
Bereich Kommunikation: Pressearbeit Kultur, Umwelt, Heimatpflege
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