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Kategorie: Zamma
15.12.2016

Bezirk Oberbayern zeichnet Schauspielerin und bayerische Rockband aus

Oberbayerischer Kulturpreis 2017 für Bettina Mittendorfer und Spider Murphy Gang

Der Bezirk Oberbayern verleiht seinen Kulturpreis im Jahr 2017 an die Schauspielerin Bettina Mittendorfer aus Traunstein und an die Münchner Band Spider Murphy Gang. Das hat der oberbayerische Bezirkstag in seinem Plenum einstimmig entschieden.
Bettina Mittendorf (Foto: Nena Jägersberger)

Bettina Mittendorfer beweist in zahlreichen Kino- und Filmproduktionen ihr facettenreiches schauspielerisches Können – oft auch im bairischen Dialekt. Dem großen Publikum bekannt wurde sie 2011 als Maria Brandner in Markus Gollers Kino-Komödie Eine ganz heiße Nummer. Im gleichen Jahr war sie auch in der Komödie Sommer in Orange von Marcus H. Rosenmüller zu sehen. Sie spielte viele Rollen in regional verorteten Krimis, zum Beispiel in den Niederbayern-Krimis Sau Nummer vier (2010) und Paradies 505 (2013) von Max Färberböck sowie 2013 in Hans Steinbichlers Chiemsee-Krimi Hattinger und die kalte Hand (alle Bayerischer Rundfunk). Immer wieder arbeitete sie auch mit Franz Xaver Bogner zusammen, der Mittendorfer für seine Serien Café Meineid, Der Kaiser von Schexing und München 7 besetzte. Ihre Rollenvielfalt zeigte sie auch in dem mehrfach ausgezeichneten Filmdrama Mobbing von Nicole Weegmann (2012). Daneben zieht Mittendorfer ihr Publikum mit szenischen Lesungen in den Bann, darunter Heilige Nacht von Ludwig Thoma, Weibsbilder von Oskar Maria Graf, Lena Christs Erinnerungen einer Überflüssigen und Ein Kind von Thomas Bernhard. Bettina Mittendorfer wurde 1970 im niederbayerischen Bad Griesbach geboren. Sie besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München und hatte bereits während ihres Schauspiel-Studiums kleine Filmrollen – so 1994 in Herbert Achternbuschs Satire Ab nach Tibet. Heute lebt sie mit zwei Kindern in Traunstein.

Spider Murphy Gang (Foto: Spider Murphy Gang)

Rock ’n’ Roll-Musik mit Texten in bairischer Mundart sind das Markenzeichen der Spider Murphy Gang, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bandjubiläum feiert. Mit den volksnahen Münchner Alltagsgeschichten, die sie in ihren Liedern erzählt, wurde sie Anfang der achtziger Jahre deutschlandweit bekannt. Ihren größten Hit landete sie 1981 mit Skandal im Sperrbezirk. Gegründet wurde die nach einer Zeile aus Elvis Presleys Lied Jailhouse Rock benannte Band 1977 von dem Sänger und Bassisten Günther Sigl, dem Gitarristen Barny Murphy, dem Pianisten Michael Busse und dem Schlagzeuger Franz Trojan. Die Spider Murphy Gang trat als Hausband im Schwabinger Musikclub Memoland auf. Gesungen wurde anfangs auf Englisch. Einem Vorschlag von Radiomoderator Georg Kostya folgend, der die Gruppe für die Sendung Rockhaus im Bayerischen Rundfunk engagierte, ging die Band auf Texte in Bairisch über. Lieder wie Schickeria oder Sommer in der Stadt wurden im Zug der Neuen Deutschen Welle bekannt, haben jedoch eine ganz eigene musikalische Originalität. Neben zahlreichen Auftritten in ganz Deutschland war die Spider Murphy Gang auch die erste westdeutsche Band, die in der DDR auftrat. Das Lied Mädchen drüben erinnert an diese außergewöhnliche Tournee. Heute hat die Band bis auf Günther Sigl und Barny Murphy neue Mitglieder, zieht als Live-Band aber immer noch Tausende an. Seit 2014 sind die „Spiders“ mit Konzerten für die hier ankommenden Flüchtlinge ehrenamtlich tätig.

Mit dem Oberbayerischen Kulturpreis ehrt der Bezirk Oberbayern seit 1980 jährlich Persönlichkeiten, die sich um das kulturelle Leben in der Region verdient gemacht haben. Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis wird im Juli 2017 im Rahmen von ZAMMA – Kulturfestival Oberbayern in Haar verliehen

Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
Telefon: 089 2198 90013
E-Mail: Kerstin.Schwabe@bezirk-oberbayern.de

Bildmaterial zum Download

Kulturpreisträger 2017: die Spider Murphy Gang. Von links: Andreas Keller, Ludwig Seuss, Barny Murphy, Günther Sigl, Otto Staniloi und Willie Duncan

Foto: Dieter Bichl

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Kulturpreisträgerin 2017: Schauspielerin Bettina Mittendorfer.

Foto: Nena Jägersberger

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Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
Telefon: 089 2198-90013
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