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Ilse Snopkowski aus München mit der Bezirksmedaille geehrt

München, den Datum: 22.11.2016
Bezirksmedaille

Herausragendes für die Allgemeinheit geleistet

Als Zeichen seiner Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille.Bei der Verleihung der Auszeichnungen in der Bezirksverwaltung in München führte Bezirkstagspräsident Josef Mederer aus, dass die zu Ehrenden ein großes Vermögen haben: „Sie haben Talente, Sie vermögen etwas, Sie bewegen etwas, Sie können etwas – diese Gaben werden Sie so leicht nicht verlieren und diese Gaben sind ein unschätzbarer Reichtum!“

In seiner Rede betonte Mederer, dass das ehrenamtliche Engagement eine tragende Säule der Gesellschaft sei. Er verwies darauf, dass der demografische Wandel, aber auch die Globalisierung der Gesellschaft diese vor neue Herausforderungen stellen, die sich ohne die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger nicht bewältigen lassen. Deshalb sei es wichtig, auch für ehrenamtliches Engagement zu werben.
Mederer wandte sich direkt an die Geehrten: „Viele von Ihnen haben Ihr ehrenamtliches Engagement bisher im Verborgenen getan, weil es für Sie normal ist, zu helfen, für andere da zu sein, sich zu engagieren. Auch denen, die sich nicht gerne selbst auf einen Sockel stellen lassen, möchte ich dies heute zumuten, um als Vorbilder ein leuchtendes Beispiel für andere sein zu können: In unserer mediengesättigten Welt sind es Vorbilder, die wir brauchen, die zum Nachahmen, die zum Mitmachen anregen. Wir brauchen Sie also nicht nur mit Ihren Aktivitäten, sondern auch als Vorbilder!“

Eines dieser Vorbilder ist Ilse Snopkowski aus München.

Hier die Laudatio durch Bezirkstagspräsident Josef Mederer:

„Mit der nächsten Bezirksmedaille wollen wir eine Frau ehren, für die ihr ehrenamtliches Engagement im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen kennt: Ilse Snopkowski.

1980 gründete sie die Gesellschaft zur Förderung der Krebshilfe in Israel, , Komitee für Bayern e.V., deren Vorsitzende sie 12 Jahre blieb. In dieser Zeit baut Ilse Snopkowski die Organisation zu einer der leistungsstärksten ausländischen Freundeskreise der „Israel Cancer Association“ aus.

1981 gründet sie mit ihrem Mann die „Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V.“, deren Aktivitäten sie seit Anbeginn ehrenamtlich konzipiert und realisiert. Mit ihren Aktivitäten fördert sie nicht nur die Verständigung zwischen Juden und Nichtjuden, sondern auch die Beziehungen zwischen ihrer Heimatstadt München und jüdischen Künstlern und Institutionen im europäischen Ausland, Israel und den USA. 1987 startet Ilse Snopkowski die ersten Jüdischen Kulturtage München im Gasteig, die ein fester Bestandsteil der Münchner Kulturszene geworden sind. In diesem Jahr begehen die Kulturtage ihr 30-jähriges Jubiläum. Darüber hinaus werden laufend Ausstellungen zur Geschichte des Judentums von ihr präsentiert sowie Vorträge und Symposien zu Religion, Geschichte und Kultur des Judentums durchgeführt.

Seit 2006 vergibt die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition auf Initiative von Ilse Snopkowski einen Preis für besonderes Engagement auf dem Gebiet der Erforschung jüdischer Geschichte und des Holocausts - im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Der Preis wird alle zwei Jahre vorwiegend an Schulen verliehen und trägt den Namen des Gründers der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition, Dr. Simon Snopkowski.

Seit dem Tod dieses ihres Mannes im Dezember 2001, dem sie bei seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden zur Seite stand, ist Ilse Snopkowski ehrenamtliche Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. Diese Aufgabe nimmt Ilse Snopkowski also seit nunmehr 15 Jahren wahr.

Ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement, sehr geehrte Frau Snopkowski, ist immer wieder honoriert worden. Zu den Auszeichnungen gehört das Bundesverdienstkreuz am Band der Bundesrepublik Deutschland ebenso, wie der Bayerische Verdienstorden, die Bayerische Verfassungsmedaille in Gold und beispielsweise die Medaille "München leuchtet - den Freunden Münchens". Wir möchten diesen Auszeichnungen nun die Bezirksmedaille hinzufügen als Zeichen unseres Dankes für Ihr vorbildliches Engagement.“

 


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