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»Nicht bei uns, nicht mit uns"

München, den Datum: 16.07.2026
Bezirkstag

Bezirkstag verabschiedet Resolution zum Schutz jüdischen Lebens und gegen jede Form des Antisemitismus

Der Bezirkstag von Oberbayern hat in seiner heutigen Plenumssitzung die Resolution „Nicht bei uns, nicht mit uns – Der Bezirk Oberbayern gegen Antisemitismus“ verabschiedet. Mit dem Beschluss schließt sich der Bezirk Oberbayern der Resolution an, die die Vollversammlung des Bayerischen Bezirketags am 2. Juli 2026 in Hohenschwangau beschlossen hat. Damit setzt auch der Bezirk Oberbayern ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens.

Antisemitismus stellt die Grundwerte einer offenen, demokratischen und vielfältigen Gesellschaft infrage. Mit der Resolution bekräftigt der Bezirk Oberbayern seine Verantwortung, jüdisches Leben, jüdische Kultur und das jüdische Erbe zu schützen sowie jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

Für den Bezirk Oberbayern hat dieses Bekenntnis eine besondere Bedeutung. Als Rechtsnachfolger der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalten trägt er eine besondere Verantwortung für die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In den damaligen Einrichtungen wurden Menschen entrechtet, verfolgt und im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ ermordet. Zu den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung gehörten auch jüdische Patientinnen und Patienten. Diese historische Verantwortung prägt bis heute das Engagement des Bezirks Oberbayern für Erinnerungskultur, wissenschaftliche Aufarbeitung und den Schutz der Menschenwürde.

Blick in einen Sitzungssal: Viele Männer und Frauen sitzen an Reihen von Tischen mit Mikrofonen. Sie blicken nach vorne zu einer Reihe von Männern und Frauen, die ihnen gegenüber hinter Tischen sitzen. An der Wand dahinter sind 2 große Leinwände angebracht, auf denen ebenfalls Leute zu sehen sind.
© Bezirk Oberbayern

Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger betont die Bedeutung des Beschlusses: „Als demokratische Institution tragen wir Verantwortung – für unsere Geschichte, für die Gegenwart und für die Zukunft. Antisemitismus ist kein Problem der Vergangenheit, sondern eine Bedrohung für unsere freiheitliche Gesellschaft in der Gegenwart. Deshalb setzen wir mit dieser Resolution ein bewusstes Zeichen: für Menschenwürde, für Respekt und für ein friedliches Miteinander.“