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Pflegestützpunkt Altötting auf der Zielgeraden

München, den Datum: 04.05.2021

Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der Landrat von Altötting, Erwin Schneider, und AOK-Direktor Andreas Kochbeck haben die Weichen für die Gründung eines Pflegestützpunktes gestellt. Gemeinsam unterzeichneten sie am Dienstag, 4. Mai, im Landratsamt den erforderlichen Stützpunktvertrag. Dieser wird nun an die weiteren beteiligten Kranken- und Pflegekassen zur Unterschrift versandt. Ziel ist es, dass der Pflegestützpunkt zum 1. Juli 2021 mit seiner Arbeit beginnen kann.

Der formale Beschluss im Kreistag erfolgte am 28. September 2020. Daraufhin haben Landkreis, Bezirk und die Pflege- und Krankenkassen das Betriebskonzept abgestimmt und den Stützpunktvertrag verhandelt. Der Landkreis plant, den Pflegestützpunkt im Angestelltenmodell zu betreiben. Er tritt als alleiniger Anstellungs- und Betriebsträger auf. Organisatorisch ist der Stützpunkt dem Sachgebiet „Senioren, Integration und Ehrenamt“ als Fachbereich „Pflegestützpunkt“ im Landratsamt zugeordnet. Erklärtes Ziel des Pflegestützpunkts ist es, die Beratungsangebote vor Ort zu vernetzen und bestehende Ressourcen zu nutzen.

Neutrale und unabhängige Beratung aus einer Hand

Bezirkstagspräsident Josef Mederer dankte allen Beteiligten für die „sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene Auf das Ergebnis können wir alle stolz sein. Der Pflegestützpunkt Altötting ist auf der Zielgeraden. Wir haben alle wichtigen Details abgestimmt“. Mederer sagte weiter: „Am Pflegestützpunkt erhalten die Bürgerinnen und Bürger künftig eine wohnortnahe, neutrale und unabhängige Beratung aus einer Hand. Diese Beratung orientiert sich am Bedarf der ratsuchenden Menschen. Wir als Bezirk beteiligen uns daran finanziell und ergänzend mit einer Vor-Ort-Beratung zu unseren Leistungen in der Hilfe zur Pflege und der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Wir freuen uns auf die gemeinsame Beratung zum Wohl der Menschen im Landkreis Altötting.“

Altöttings Landrat Erwin Schneider sagte: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir im Landkreis Altötting nun die Einrichtung eines Pflegestützpunkts realisieren konnten. Mit diesem wichtigen Angebot können wir ganz individuell schnelle und unkomplizierte Beratung zu Fragen leisten, die sich um das Thema Pflege drehen.“

AOK-Direktor Andreas Kochbeck erklärte: „Wir begrüßen die Errichtung eines Pflegestützpunktes im Landkreis Altötting. Damit werden alle betroffenen Menschen Zugang zu einer ortsnahen, kostenfreien Pflegeberatung haben. Für unsere Versicherten ist der Pflegestützpunkt eine Angebotsergänzung zur AOK-Pflegeberatung, die wir unseren Kunden im Landkreis Altötting bereits seit über zehn Jahren anbieten – telefonisch, in unseren Geschäftsstellen Altötting und Burghausen oder zu Hause. Der Bedarf ist groß: Über 1.300 Beratungen haben die beiden AOK-Pflegeberaterinnen im Jahr vor Corona in unserem Direktionsgebiet, das sind die Landkreise Mühldorf und Altötting, durchgeführt. Die AOK-Direktion Altötting/Mühldorf steuert bis zu 75.000 Euro pro Jahr zum Pflegestützpunkt bei. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und werden uns regelmäßig austauschen und gegenseitig unterstützen.“

Gemeinsame Finanzierung

Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen; das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk. Der Pflegestützpunkt wird zentral und gut erreichbar im Landratsamt Altötting, Bahnhofstr. 38, 84503 Altötting eingerichtet. Am Pflegestützpunkt haben ältere Menschen und deren Angehörige künftig Ansprechpersonen, die umfassende und unabhängige Beratung bieten. Zudem findet im Pflegestützpunkt eine Vernetzung der pflegerischen und sozialen Versorgungs- und Betreuungsangebote statt.

Weitere Stützpunkte in Oberbayern wurden bereits im Berchtesgadener Land, in Ebersberg, Erding, Eichstätt, Garmisch-Partenkirchen, Ingolstadt, Landsberg am Lech, Neuburg-Schrobenhausen sowie Traunstein eröffnet.

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