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Lore-Bronner-Preis in Zeiten von Corona

München, den Datum: 24.06.2021

Lore-Bronner-Preis 2021

Im Corona-Jahr 2021 konnten nur drei Schauspielschulen mit insgesamt sechs Nachwuchstalenten am Förderpreis des Bezirks Oberbayern teilnehmen. Mit Augusta Belóka (Neue Münchner Schauspielschule), Carolin Steinegger (ISSA) und Ricarda Verena Wimmer (Neue Münchner Schauspielschule) dominierten Frauen den diesjährigen Förderpreis, der mit insgesamt 6.000 Euro dotiert ist und ein Engagement bei den Weilheimer Festspielen beinhaltet.

Fünf Schauspielschülerinnen und ein Schauspielschüler sprachen in diesem besonderen Jahr der Lore-Bronner-Preis-Jury vor, in dem Heinrich von Kleist als Pflichtautor gesetzt war. Geschickt wurden sie von der Neuen Münchner Schauspielschule, der ISSA (Internationale Schule für Schauspiel und Acting) und der Schauspielschule Zerboni. Selbst diese reduzierte Bewerberanzahl stellte das Team vor besondere organisatorische Herausforderungen: Damit sich die einzelnen Teilnehmenden nicht begegnen, mussten Garderobenzeiten genau getaktet werden. Dank des geräumigen Zuschauerraumes im Kleinen Theater Haar konnte die elfköpfige Jury dann in ausreichenden Abstand zueinander und zur Bühne ihre Arbeit machen.

Die in Athen geborene Augusta Belóka (39) spielte die Kunigunde aus „Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist und die Mommina aus „Heute Abend wird aus dem Stegreif gespielt“ von Luigi Pirandello. Belóka, die vor ihrer Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschulen Florenz, Eichstätt und Paris studierte, überzeugte die Jury durch ihre Bühnenpräsenz und Wandlungsfähigkeit. Sie war glaubwürdig in ihren Rollen und zeigte Lust aufs Theater.

Carolin Steinegger (29) kommt aus Ebersberg und machte mit dem Bachelor of Engineering und den Master of Science zwei akademische Abschlüsse bevor sie sich 2019 an der ISSA einschrieb. Sie spielte die Penthesilea aus dem gleichnamigen Stück von Heinrich von Kleist und "Sie" aus dem Stück „Kindsmord“ von Peter Turrini. Die Jury attestierte der Sporttänzerin gutes Timing und erkannte in ihrem Spiel Facettenreichtum und ein großes Potential.

Eine lobende Anerkennung der Jury gab es für Ricarda Verena Wimmer (27). Vom Studium der Betriebswirtschaft an der LMU wechselte die Münchnerin nach einem Schauspielworkshop in Los Angeles an die Neue Münchner Schauspielschule. Im Wettbewerb spielte sie den Dorfrichter Adam aus „Der zerbrochene Krug“ von Kleist und die „Nutte“ aus „Nur Kinder, Küche, Kirche“ von Dario Fo. Der Jury fiel sie mit ihrer Leidenschaft zur Provokation und ihrer Körperlichkeit im Spiel auf.

Die Preisträgerinnen teilen sich 6.000 Euro Preisgeld und dürfen sich über ein Engagement bei den „Weilheimer Festspielen“ freuen.

Der vom Bezirk Oberbayern seit 1996 vergebene Lore-Bronner-Preis wird an staatlich genehmigten privaten Schauspielschulen in Oberbayern ausgeschrieben und richtet sich an Nachwuchstalente, die bereits während ihrer Ausbildung eine außergewöhnliche Begabung erkennen lassen und ihren Wohnsitz in Oberbayern haben. Der Preis 2021 wird am 21. September durch den Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer im Kleinen Theater verliehen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Lore-Bronner-Preis.