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Ruhpoldinger Holzknechte auf Bayern 2

München, den Datum: 27.04.2021

Radiosendung "Bayern – Land und Leute" zu Gast im Holzknechtmuseum

Die Sendung "Mit Axt und Säge. Vom harten Leben der Holzknechte" am 1. Mai auf Bayern 2 zeigt das karge Leben der Holzknechte von damals. Mit dabei das Holzknechtmuseum und der Vinzenzi-Verein.
Ein historisch anmutendes Haus aus dunklem Holz mit einigen roten Blumen am Balkon im ersten Stock.
© Holzknechtmuseum Ruhpolding

Sie waren raue Burschen, die unter der Woche im Wald in primitiven Rindenhütten hausten und sich tagein, tagaus von "Muas" ernährten, einem Brei aus Mehl, Wasser und Schmalz. Holzknechte führten ein karges Leben, und ihre Arbeit war schlecht bezahlt.

Holzknechte führten ein hartes und gefährliches Leben 

Dabei hatten sie eine wichtige Arbeit, denn bis ins 20. Jahrhundert hinein war Holz einer der bedeutendsten Werkstoffe. Es diente als Grundmaterial für zahllose Gegenstände des Alltags und war nicht wegzudenken aus dem Transport- und dem Bauwesen. Und natürlich war Holz auch ein wichtiges Brennmaterial. Die Holzknechte waren es, die mit ihrer Arbeit die Versorgung mit dem begehrten Rohstoff sicherstellten. Sie fällten mit Äxten, Sägen und Spezialwerkzeugen die Bäume, richteten sie transportfertig zu und beförderten sie zu den Holzlagerstätten. Von dort wurden sie per Schlitten oder Fuhrwerken an den jeweiligen Bestimmungsort gebracht. All diese Tätigkeiten waren nicht nur schwer, sondern auch gefährlich. Immer wieder gab es Unfälle, und die Zahl von Invaliden und Hinterbliebenen war hoch. Um sie zu unterstützen, gründeten die Holzknechte in Ruhpolding 1619 den "Vinzenzi-Verein" – ein frühes Beispiel für eine Art berufsständischer Sozialversicherung.

Über die Arbeit und das Leben der Holzknechte geht es am 1. Mai von 13.05 bis 13.30 Uhr in der Sendung "Bayern – Land und Leute" auf Bayern 2. 

Hier können Sie am 1. Mai die Radiosendung online anhören.