Gisela Kriegl legt Amt als Inklusionsbeauftragte nieder
München, den Datum: 16.07.2026Bezirksrätin aus dem Landkreis Altötting konzentriert sich nach ihrer Wahl zur Ersten Bürgermeisterin auf ihre neue Aufgabe in Emmerting
Nach ihrer Wahl zur Ersten Bürgermeisterin der Gemeinde Emmerting hat Gisela Kriegl ihr Amt als Inklusionsbeauftragte des Bezirks Oberbayern niedergelegt. Dem Bezirkstag von Oberbayern gehört die Bezirksrätin aus dem Landkreis Altötting weiterhin an. Ihre Nachfolge als Inklusionsbeauftragte tritt die Dachauer Bezirksrätin Stephanie Burgmaier an, die vom Bezirkstag gewählt wurde.
Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger dankte Kriegl für ihren engagierten Einsatz: „Gisela Kriegl hat das Amt der Inklusionsbeauftragten mit großem persönlichem Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und viel Herz ausgeübt. Sie hat wichtige Impulse für mehr Teilhabe gesetzt und die Anliegen von Menschen mit Behinderungen mit Nachdruck in die Arbeit des Bezirks eingebracht. Für ihre neue Aufgabe als Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Emmerting wünsche ich ihr viel Erfolg und freue mich, dass sie dem Bezirkstag als engagierte Bezirksrätin erhalten bleibt.“
„Es war mir eine Ehre, das Amt der Inklusionsbeauftragten ausüben zu dürfen“, sagt Kriegl. Besonders wertvoll seien für sie die Leitung des Inklusionsbeirats sowie der regelmäßige Austausch mit den kommunalen Inklusionsbeauftragten in Oberbayern gewesen. „Die Funktion ist überparteilich und sehr vielfältig. Gerade der enge Dialog mit Betroffenen, den Kommunen und der Bezirksverwaltung hat meine Arbeit geprägt.“
Während ihrer Amtszeit berichtete Kriegl regelmäßig dem Bezirkstag über die Arbeit der Inklusionsbeauftragten und des Inklusionsbeirats. Sie brachte sich unter anderem im Dialogforum sowie in der Arbeitsgruppe Tarif ein, die sich mit der Weiterentwicklung der Assistenzvergütung beschäftigte. „Ich durfte dort gemeinsam mit den Menschen, die es betrifft, und den Fachleuten der Verwaltung an einer wichtigen Weichenstellung mitarbeiten. Das war anspruchsvoll, aber erfolgreich – und ich habe dabei sehr viel gelernt.“
Besonders in Erinnerung bleiben werden ihr auch die vielen Begegnungen mit Menschen und Einrichtungen in ganz Oberbayern. „Es macht mich demütig, womit Menschen mit Hilfebedarf oft zu kämpfen haben. Gleichzeitig gibt es so viele beeindruckende Projekte und Initiativen, die zeigen, wie Inklusion gelingen kann.“ Ein Höhepunkt ihrer Amtszeit sei für sie die Verleihung des Inklusionspreises des Bezirks Oberbayern gewesen.
Für die gute Zusammenarbeit dankte Kriegl ihrer Kollegin Dr. Frauke Schwaiblmair, dem Referat für Inklusion und Vielfalt sowie der Bezirksverwaltung. „Dass die Spitzen der Bezirksverwaltung unsere Arbeit stets eng begleitet haben, zeigt den hohen Stellenwert, den das Thema Inklusion beim Bezirk Oberbayern genießt.“
Auch künftig werde sie sich für Teilhabe und Inklusion einsetzen. „All die Erkenntnisse und Überzeugungen nehme ich mit in meine Arbeit als Bezirksrätin für den Landkreis Altötting. Und auch als Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Emmerting ist es mir wichtig, möglichst miteinander und nicht nur übereinander zu sprechen.“
Hintergrund
Die Inklusionsbeauftragten des Bezirks Oberbayern setzen sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Sie bringen deren Anliegen in die Gremien des Bezirks Oberbayern ein, regen Maßnahmen zur Inklusion an und begleiten Vorhaben des Bezirks beratend. Die Inklusionsbeauftragten werden aus der Mitte des Bezirkstags gewählt.