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Geschichte vernetzt erzählen

München, den Datum: 26.05.2026

HAUS im MOOS: Umwelt und Museum künftig Hand in Hand

Mit seinem weitläufigen Freigelände und seinen Umweltbildungspfaden lädt das HAUS im MOOS in Kleinhohenried dazu ein, die einzigartige Natur des Donaumooses zu genießen und im Freilichtmuseum in die Alltagskultur des nördlichen Ober­bayerns einzutauchen. Der Bezirk Oberbayern ist über die Mitgliedschaft im Zweckverband beteiligt. Ein Sammlungsdepot und Neuerungen im Museum werden die Einrichtung künftig noch ­attraktiver machen.

So sollen Umweltbildung und Freilichtmuseum bei­spielsweise enger verzahnt werden. Ziel ist es, die Entwicklung des Donaumooses umfassend darzustellen: Der Hofstetter Hof zeigt Landwirtschaft um 1900, das Kanalhaus vertieft die Lebenswelt der Tagelöhner und ihre saisonale Wanderschaft. Und der Öxler Hof wird in den Zustand von 1970 zurückgeführt und thematisiert Nachkriegszeit, Industrialisierung und den Einfluss der Automobilindustrie vor Ort.
Ergänzend soll ein bestehendes Gebäude als Museumshaus die Geschichte des Moorversuchsguts erzählen. Erst dessen Forschungen ab 1890 ermöglichten den landwirtschaftlichen Aufschwung im Donaumoos. Zudem soll auf dem Gelände ein Depot für die Sammlung des HAUS im MOOS entstehen.

Natur und Mensch im Donaumoos

Das Freilichtmuseum entstand aus der Sammeltätigkeit des 1982 gegründeten Kulturhistorischen Vereins Donaumoos. Ende der 1980er-Jahre beschlossen Landkreis und Donaumoosgemeinden, diese Sammlung in einem Freilichtmuseum zu zeigen. Historische Gebäude wurden abgebaut, nach Kleinhohenried versetzt und originalgetreu wieder aufgebaut. 1993 trat der Bezirk Oberbayern dem Zweckverband bei. Im selben Jahr erfolgte der erste Spatenstich.

In den folgenden zwei Jahrzehnten entstanden zwei Bauernhöfe (Öxler Hof und Hofstetter Hof), ein Tagelöhnerhaus (Kanalhaus) sowie der Rosinger Hof mit historischem Dachstuhl. Heute vermitteln die Höfe das Leben um 1910 und 1925, das Kanalhaus die Arbeitswelt der Korbmacher im späten 19. Jahrhundert.

Mit dem HAUS im MOOS wurde das Museum um Umweltbildung erweitert. Im Mittelpunkt steht der Natur- und Kulturraum Donaumoos als Einheit: Seine Besiedlung seit 1790 ist untrennbar mit der Trockenlegung verbunden – und mit dem fortschreitenden Verlust des Moores durch menschliches Handeln.

Mit den geplanten Neuerungen bleibt das HAUS im MOOS auch zukünftig ein Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Donaumooses erlebbar sind.