„Demenz neu sehen“ in einer demenzfreundlichen Stadt
München, den Datum: 02.07.2026Fotoausstellung des Vereins Desideria Care zeigt ganz persönliche Momente von Menschen mit Demenz.
Am Kugelbrunnen des Rathausplatzes läutete die Vernissage der Open-Air-Fotoausstellung „Demenz neu sehen“ das ZAMMA-Festival ein. Angebracht auf großen Bauzäunenwerden 24 Fotomotive auf 15 Ausstellungswänden gezeigt.
Am Kugelbrunnen des Rathausplatzes wurde es zunächst etwas ernster. Dort läutete die Vernissage der Open-Air-Fotoausstellung „Demenz neu sehen“ das ZAMMA-Festival ein. Etwa 270 000 Menschen in Bayern leben mit Alzheimer oder Demenz – laut Studien sei die Tendenz steigend, sagte Gerald Gläser, stellvertretender Direktor Vertrieb der AOK München. Deshalb brauche es neue Wege, um als Gesellschaft mit dem Thema umzugehen. Die AOK Gesundheitskasse realisiert das Projekt in Kooperation zwischen dem gemeinnützigen Verein Desideria Care und dem Sparkassenverband Bayern. Die Ausstellung des Vereins Desideria Care, die seit 2022 durch Bayern tourt, zeigt ganz persönliche Momente von Menschen mit Demenz. Auf großformatigen Textilbannern sieht man etwa einen Großvater mit seinem Enkel spielen, eine alte Frau mit Blumenkranz im Haar und einem Strauß in den Händen. Die Bilder zeigen, dass das Leben mit Demenz schöne, leichte Momente bereithält. Sie zeigen auch Nähe, Verletzlichkeit und Fürsorge.
Angebracht sind die Banner auf großen Bauzäunen. Insgesamt sind es 24 Fotomotive auf 15 Ausstellungswänden. Über QR-Codes gibt es die Möglichkeit, sich die Geschichten zu den Bildern erzählen zu lassen. Die Ausstellung gewährt einen ehrlichen Einblick in die Realität von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. „Wir sehen Menschen, die mit Demenz leben und ihre Lebenswirklichkeit, die neben den schweren auch schöne, lebenswerte Momente bereithält. Lassen Sie uns dieses wichtige Thema nicht verdrängen, sondern uns damit auseinandersetzen.“, sagte Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger.
Die Ausstellung sei in Unterschleißheim gut aufgehoben, sagte Erster Bürgermeister der Stadt Christoph Böck: „Denn Unterschleißheim ist eine demenzfreundliche Kommune. Wir haben eine Demenzbeauftragte, einen Demenzchor, eine Demenzapotheke.“ Auch zum Kerngedanken von ZAMMA passe die Ausstellung: Denn es gehe nur zusammen. „Weil man als Familie mit einem oder einer Demenzerkrankten zusammenhalten muss.“ Die Wander-Ausstellung soll darum den Alltag von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sichtbar machen. Sodass das Thema buchstäblich in die Mitte der Gesellschaft rückt und Stigmata abgebaut werden. So sieht es auch Désirée von Bohlen und Halbach, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des Vereins Desideria Care: „Wegschauen und Demenz im Stillen ertragen darf kein probates Mittel im Umgang mit der Krankheit sein.“
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Désirée von Bohlen und Halbach, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des Vereins Desideria Care
Foto: Peter Bechmann
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Ein ernstes, aber wichtiges Thema: Die Bauzaun-Ausstellung »Demenz neu sehen« wurde am ersten ZAMMA-Tag am Kugelbrunnen feierlich eröffnet.
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Besucher bei der Eröffnung der Ausssetlung "Demenz neu sehen" bei ZAMMA in Unterschleißheim. Erster Bürgermeister Christoph Böck.
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Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger spricht bei dr Vernissage rue Fotooaustellung "Demenz neu sehen". Neben ihm stehen Erster Bürgermeister der Stadt Christoph Böck, Désirée von Bohlen und Halbach, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des Vereins Desideria Care und Gerald Gläser, stellvertretender Direktor Vertrieb der AOK (von rechts)
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