Für Biene und Natur
München, den Datum: 27.02.2026Ausbildung zum Tierwirt Fachrichtung Imkerei
Viele Bienenvölker, klare Abläufe, Verantwortung für Tiergesundheit und Ertrag: In der Ausbildung geht es um Berufsimkerei. Auszubildende lernen Schritt für Schritt, wie Bienenvölker geführt, beurteilt und langfristig gesund gehalten werden. Dabei wird schnell klar: Hier zählen Wissen, Erfahrung und ein gutes Gespür – nicht nur für Bienen, sondern für ökologische Zusammenhänge. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31. März. Ausbildungsbeginn ist der 1. September.
Die Ausbildung des Bezirks Oberbayern zum Tierwirt Fachrichtung Imkerei gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Die Praxis findet an der Imkerschule des Bezirks in Landsberg am Lech statt – einem anerkannten Ausbildungsbetrieb. Begleitet werden die Auszubildenden von vier Imkermeistern unter Federführung von Christian Englschall. Auszubildende arbeiten aktiv mit und übernehmen Verantwortung – vom ersten Blick ins Volk bis zur Organisation größerer Abläufe.
Tierwirt (m/w/d) - Fachrichtung Imkerei bewerben.
Mehr als Bienenhaltung
„Die Ausbildung ist spannend. Denn es geht nicht nur um Bienenhaltung, sondern weit darüber hinaus“, sagt der Leiter der Fachberatung für Imkerei, Dr. Hannes Beims. Wie entstehen hohe, stabile Erträge? Wie organisiert man große Erntemengen? Wie arbeitet man effizient und nachhaltig? Wie hält man ein Bienenvolk langfristig gesund und leistungsstark? Auch der sichere Umgang mit Betriebsmitteln und die richtige Standortwahl spielen eine wichtige Rolle. Wer diese Ausbildung macht, lernt wirtschaftlich und langfristig zu denken. Dabei unterstützt der Theorieunterricht am LAVES – Institut für Bienenkunde in Celle. Aus ganz Deutschland kommen dort die Imkerinnen und Imker von morgen zusammen.
Im ersten Ausbildungsjahr stehen vier Tage Berufsschule und ein Praxistag pro Woche auf dem Plan. Die Auszubildenden lernen Wissenswertes zu Tierernährung, Bodenkunde, landwirtschaftlichen Grundlagen und Betriebswirtschaft.
Ab dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr rückt die praktische Ausbildung deutlich in den Vordergrund. Schneller ans Ziel kommen ist auch möglich: Mit Abitur oder einer abgeschlossenen Ausbildung im Gartenbau oder in der Landwirtschaft kann die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzt werden.
Fest steht: Die Berufsimkerei hat Zukunft. Wer diese Ausbildung macht, gestaltet die Landwirtschaft der Zukunft aktiv mit und lernt Verantwortung zu übernehmen: für Tiere und Umwelt. Nach der Ausbildung stehen viele Wege offen, etwa die Arbeit an Bieneninstituten, in landwirtschaftlichen Betrieben, in der Zucht oder in der selbstständigen Berufsimkerei.