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Drehmoment und Dialekt 

München, den Datum: 29.04.2026

Lange Nacht der Musik in München: Bezirk mit drei Projekten beteiligt  

Zur Langen Nacht der Musik am 9. Mai zeigt der Bezirk Oberbayern erneut Präsenz – und das gleich mit drei besonderen Formaten. Popularmusikbeauftragter Christoph Schmid bringt regionale Klangvielfalt ins Riesenrad, ein inklusives Musikerlebnis auf die Bühne des Fat Cat und mit einem Unimog schon am Nachmittag Bewegung in die Stadt.

In einer Riesenrandgondel mit großen Fenstern, durch die man eine Stadt von oben sieht, stehen drei Personen, die miteinander Musik machen: Eine Frau zupft einen Kontrabass, eine Frau singt und ein Mann spielt Gitarre
Riesenradgondeln werden zur Konzertbühne. (© Ivana Bilz)

Ab 20 Uhr: Das "Umadum" als Konzertbühne

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr dreht sich das "Umadum" im Münchner Werksviertel erneut im Takt oberbayerischer Sounds. In rund 80 Metern Höhe präsentieren sich Künstlerinnen und Künstler aus den ländlich geprägten Regionen Oberbayerns einem urbanen und internationalen Publikum. Viele der Bands sind fest in ihrer Heimat verwurzelt und greifen regionale Einflüsse auf – in der Landeshauptstadt sind sie jedoch nur selten zu erleben.

Von Dialektpop über Indie-Folk bis hin zu experimentellen Klängen reicht das musikalische Spektrum in den Gondeln. So wird das Riesenrad von 20 bis 1 Uhr zur rotierenden Bühne und bietet nicht nur ein außergewöhnliches Konzerterlebnis, sondern auch einen neuen Blick auf die musikalische Vielfalt Oberbayerns. Das Umadum befindet sich am südöstlichen Ausgang des Ostbahnhofs ­(Atelierstraße 11).

Ebenfalls ab 20 Uhr: Bass fühlen

Parallel dazu lädt das "Live Evil" im "Fat Cat" (ehemaliger Gasteig, Rosenheimer Str. 5) zu einem besonderen inklusiven Erlebnis mit "MaZ" ein: Der Münchner Künstler Matthias Ranner, der sich selbst als „taub“ bezeichnet, entwickelt eigens für die Lange Nacht der Musik ein Format, das Musik für gehör­lose und hörende Menschen gleichermaßen erfahrbar macht. Mithilfe von starken Bässen und Subwoofern (Lautsprecher für die Wiedergabe ­tiefer Bassfrequenzen) wird Musik nicht nur gehört, sondern körperlich gespürt – ein Perspektivwechsel, der neue Zugänge schafft und gemeinsames Erleben in den Mittelpunkt stellt.

Am Nachmittag: Unimog als mobile Bühne

Bereits ab dem frühen Nachmittag fährt ein Old­timer-Unimog des Vereins "Rollendes Museum" durch München und macht Lust auf den Abend. Als mobile Bühne bringt er Live-Musik direkt zu den Menschen – unter anderem an Stachus, Max-­Joseph-Platz und Viktualienmarkt. Mit diesen drei Projekten setzt der Bezirk Oberbayern ein starkes Zeichen für kulturelle Vielfalt, regionale Förderung und neue Wege des Musikerlebens – hoch über den Dächern Münchens, im Konzertsaal und auf der Straße.

Tickets für 20 Euro erhalten Sie bei allen teilnehmenden Spielorten und unter www.muenchner.de/musiknacht und zuzüglich 3,50 Euro Vorverkaufsgebühr bei München Ticket.