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Auf kleinen Flächen viel bewirken 

„Natürlicher Klimaschutz“ auf der Agenda der Einrichtungsleitungen 

Im Umweltforum tauschen sich jedes Jahr die Einrichtungsleitungen des Bezirks und das Team Umwelt- und Klimaschutz aus. Das letzte Treffen fand im Sommer im Freilichtmuseum Glentleiten statt. Neben dem regelmäßigen Update zum Stand der Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts stand in diesem Jahr der „natürliche Klimaschutz“ auf dem Programm. 

Darunter versteht man den Schutz und die Wiederherstellung intakter Ökosysteme: Auen, Wälder, Böden, Moore, Gewässer sowie naturnahe Grünflächen in der Stadt und auf dem Land. Sie alle sind natürliche Klimaschützer. Denn intakte Ökosysteme binden Kohlenstoffdioxid und speichern es langfristig. Zudem sind sie entscheidende Elemente der Klimaanpassung. Sie puffern Klimafolgen ab, indem sie Hochwasser aufnehmen und bei Hitze für ­Abkühlung sorgen. 

Viele Männer und Frauen sitzen an u-förmig gestellten Tischen und sehen auf eine Leinwand, auf die ein Foto und Text projeziert sind.
Klimaschutz fängt bei den eigenen Grünflächen an - darum ging es auch beim letzten Umweltforum.

Auch der Bezirk will hier seinen Beitrag leisten. Im Fokus standen deshalb die Grünflächen der Einrichtungen. Am ­Kloster Seeon und auf der Glentleiten sind diese bereits vorbildlich naturnah gestaltet. Referentin Ingrid Völker zeigte in ihrem Vortrag „Naturnahe Pflege von Grünanlagen“, wie man bereits auf kleinen (Grün-)flächen viel bewirken kann. Sie wies auf die Bedeutung der richtigen, also der naturnahen Pflege hin, ging auf die Wichtigkeit der Verwendung von zertifiziertem, regionalem Saatgut ein und breitete ihren Erfahrungsschatz bezüglich Bestands- und Entwicklungspflege aus. Die Tipps zeigten, dass die praxisorientierte Expertin auch selbst Hand anlegt und den Alltag kommunaler Bauhöfe kennt.

Am Ende des Vortrags wurde die Idee einer Begehung der Bezirkseinrichtungen durch kundiges Fachpersonal aufgegriffen – mit anschließenden Empfehlungen für mehr naturnahes Grün und das entsprechende Pflegekonzept. Damit soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Einbindung der Fachleute der Einrichtungen, die für die Pflege der Grünflächen zuständig sind, ist dabei von elementarer Bedeutung.

Den Abschluss des diesjährigen Umweltforums bildete ein Rundgang durch die Anlagen des Freilichtmuseums mit dem Leiter der „grünen Abteilung“ des Museums, Gärtnermeister Peter Miller. Kundig und ausgestattet mit einem reichen Erfahrungsschatz führte er durch die verschiedenen Gärten und erläuterte die unterschiedlichen Bewirtschaftungsweisen. Miller wies unter anderem auf Maßnahmen zur ­Anpassung an Starkregen hin und zeigte die inzwischen sehr selten gewordenen Schwarzen Alpenschweine, die den ­Sommer auf dem ­Gelände verbringen. ­(BK)