Feueralarm!
München, den Datum: 29.09.2025Evakuierungsübung in der kbo-Klinik Taufkirchen (Vils): Alles gut!
In einem Patientenzimmer im Obergeschoss einer Station in der Forensik der kbo-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Taufkirchen (Vils) bricht ein Feuer aus – so das Übungsszenario. Sofort löst die Brandmeldeanlage Feueralarm aus – der Startschuss für eine komplexe Übung mit zahlreichen Beteiligten aus Klinik und externen Rettungskräften.
Bei dem angenommenen Szenario wurden vier Patientinnen und zwei Klinikmitarbeitende verletzt – alle gespielt von Auszubildenden der kbo-Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe in Taufkirchen (Vils). Das Schminkteam des Roten Kreuzes sorgte für eine realistische Darstellung der Verletzungen. Die betroffenen Personen mussten von den eingesetzten Feuerwehren aus einem mutmaßlich stark verrauchten Bereich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Sechs Verletzte, dichter Rauch und erschwerte Bedingungen
Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Abtransport der Verletzten aus dem forensischen Gebäude. Das ist eine große Herausforderung aufgrund der vielen verschlossenen Türen und komplexen Wegführungen. Auch der Löscheinsatz wurde geübt, inklusive der Aktivierung der Trockensteigleitungen im Gebäude.
Alarm- und Einsatzplan greift
Gemäß dem bestehenden Alarm- und Einsatzplan der Klinik löste die betroffene Station einen Personennotruf aus. Alle anwesenden Personen wurden zügig innerhalb des gesicherten Bereiches evakuiert. Die Übung testete neben der Evakuierung auch die Effektivität der internen Alarmierungskette sowie die Koordination mit externen Einsatzkräften.
Vor Ort waren die Feuerwehren aus Taufkirchen und Moosen im Einsatz, unterstützt vom Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektor und Kreisbrandmeister. Der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes und der Malteser, die Polizeiinspektion Dorfen sowie die integrierte Rettungsleitstelle waren ebenfalls beteiligt. Außerdem waren aus der Klinik verschiedene Einsatzleitende für die Koordination der jeweiligen Einheiten verantwortlich.
Alles im Blick
Im Rahmen der geplanten Großübung wurden von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei sowie der Klinik jeweils ein Übungsleitender als Beobachtender zur Verfügung gestellt. Diese übernahmen eine zentrale Rolle bei der Durchführung und Auswertung der Übung. Sie überwachten den Übungsablauf, identifizierten Fehler und Verbesserungspotenziale. Sie konnten auch bei etwaigen Gefährdungen eingreifen. Damit wurde sichergestellt, dass die Übung nicht nur realitätsnah, sondern vor allem auch sicher und zielführend verlief.
Positives Fazit und Ausblick
Die Übung dauerte insgesamt rund zwei Stunden und endete mit einem durchweg positiven Fazit: Das diensthabende Personal reagierte umsichtig und sachgerecht. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen künftig in die internen Brandschutzschulungen ein. Und nach detaillierter Aufarbeitung mit allen Beteiligten wird der Alarm- und Einsatzplan weiter optimiert.