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Alles aus einem Guss

München, den Datum: 30.01.2025

Bezirk Oberbayern reloaded: Neues Pilotreferat nimmt Arbeit auf

Was haben Garmisch-Partenkirchen und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam? Und was das Sozialbürgerhaus am Orleansplatz mit Sachsen-Anhalt? Sie alle – und noch weitere – werden künftig vom Pilot-Referat 29 betreut, das im Zuge des Projekts Bezirk Oberbayern reloaded am 1. Dezember seine Arbeit aufnahm. Das Ziel: eine andere Struktur in der Sozialverwaltung. Mit besserem Service, gleichmäßig verteilter Arbeitsbelastung, gebündelten Leistungen und vor allem als Querschnittsreferat nach Regionen geordnet – anstatt wie bisher nach Lebensphasen.

„Ein neues Referat hätte es ohnehin gebraucht. Die Anzahl der Mitarbeitenden der Abteilung II ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Zudem ist das System durch die Belastung im Rahmen von Gesetzesänderungen, wie beispielsweise das Bundesteilhabegesetz oder die Pflegereformen, immer wieder auf die Probe gestellt worden“, sagt Projektleiterin ­Cornelia Kellermeier. Aus der Mitte der ­Belegschaft sei dann der Wunsch entstanden, die Strukturen aufzubrechen und sämtliche Hilfen innerhalb der einzelnen Referate abzudecken. Gesagt, getan.

Portraitfoto einer jungen Frau mit langem Haar.
Projektleiterin Cornelia Kellermeier (© Bezirk Oberbayern)

Bund und Bezirk in sechs Teilen

Mithilfe von zwei externen Beratern und nach vielen kraftraubenden Gesprächen, Workshops, Konferenzen und Abstimmungsrunden in der Projektlenkungsgruppe war das Pilotreferat 29 ‚‚geboren“. Es umfasst etwa 130 Mitarbeitende.

Insgesamt sechs solcher Referate sollen es am Ende werden, wenn das „Versuchs­kaninchen“ die Testphase gut überstanden hat. Dementsprechend wird die Anzahl an Landkreisen, kreisfreien Städten, anderen Bezirken und Bundesländern, in denen der Bezirk Oberbayern Fälle bearbeitet, in sechs etwa gleich große Teile aufgesplittet, sodass jedes Referat ähnlich viele ­Fallzahlen hat.

Bunte Mischung

München wird aufgrund seiner Größe ebenfalls zerteilt. Auf Referat 29 entfallen die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau sowie Landsberg am Lech, dazu die Gebiete der Münchener Sozialbürgerhäuser Orleansplatz und Mitte, der Bezirk Schwaben plus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (in vielen Bundesländern gibt es eine geringe Anzahl an Leistungsberechtigten, die vormals in Oberbayern gewohnt haben). Eine ziemlich bunte Mischung, weswegen auch noch kein Name für das Referat feststeht.

Moderne Ausstattung und einjährige Testphase

„Mit Laptop, Docking-Station und Desk-Sharing für alle tragen wir natürlich auch der modernen Arbeitswelt Rechnung. Es ist schön zu sehen, was sich die letzten Monate da alles getan hat. Alle sind sehr offen für die neue Zusammenarbeit“, erzählt Kellermeier. „Ich weiß natürlich trotzdem, dass das Projekt und die Umstellungen manchen viel abverlangt haben. Jetzt heißt es aber nach vorne schauen und fleißig testen, probieren, zusammenfinden und Strukturen aufbauen. „Wenn das Projekt gut umgesetzt wird, kann vielleicht in neun bis zwölf Monaten der Startschuss für die anderen Referate erfolgen“, prognostiziert Kellermeier.

In einem Büroraum stehen Umzugswagen und Umzugskartons. Eine Person hockt in Bodennähe und räumt einen Wagen ein.
Mit der neuen Struktur geht auch eine neue räumliche Veränderung einher: Aus einem Besprechungsraum wurde ein zusätzliches Büro, Akten, die noch nicht digital erfasst sind, wurden umgezogen. (© Bezirk Oberbayern)