Inhalt

„Restart“ – Sucht offen behandeln

München, den Datum: 26.06.2025

Am kbo-Heckscher-Klinikum München wendet sich eine Suchtstation erstmals nur an Jugendliche

Die erste Suchtstation für Jugendliche in Oberbayern hat am Giesinger Stammhaus des kbo-Heckscher-Klinikums eröffnet. Sie hat elf voll- und zwei teilstationäre Plätze für Patientinnen und Patienten mit problematischem Drogen- und/oder Alkoholkonsum.

Angeboten werden neben der körperlichen Entgiftung eine suchtspezifische B­ehandlung, die Therapie weiterer psychischer Probleme und konsumunterstützender Verhaltensmuster. Priv.-Doz. Dr. ­Katharina Bühren, die Ärztliche Direktorin des Klinikums, freut sich, dass mit dem neuen Angebot eine Lücke in der Versorgung von Jugendlichen mit Suchterkrankungen geschlossen werden konnte.

Außenfassade des kbo-Heckscher-Klinikums in der Deisenhofener Straße in München-Giesing.
Außenfassade des kbo-Heckscher-Klinikums in der Deisenhofener Straße in München-Obergiesing. Hier werden rund um die Uhr alle kinder- und jugendpsychiatrischen Not- und Akutfälle versorgt. (© kbo-Heckscher-Klinikum)

„Die Ansätze in der Suchtbehandlung haben sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich geändert“, so Pflege- und Erziehungsdirektorin Lena Heyelmann, deren berufliche Karriere als Krankenschwester auf einer Drogenentzugsstation begann. „Heute ist der Weg das Ziel, und das ist auch gut so“.

Die Patientinnen und Patienten werden zum Großteil über die Suchtambulanz des Klinikums aufgenommen. Wenn die Indikation für eine stationäre Behandlung gegeben ist, unterstützen die Ambulanzmitarbeitenden beim Aufbau der Motivation für diesen Schritt. Das Behandlungsteam auf der neuen Station besteht aus Mitarbeitenden des ärztlichen und psychologisch-psychotherapeutischen Dienstes, dem Pflege- und Erziehungsdienst sowie der Spezialtherapie und des sozialpädagogischen Fachdienstes. Die jungen Patientinnen und Patienten besuchen die Carl-August-Heckscher-Schule, die sich im gleichen Gebäude befindet.