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(Fast) immer auf Achse

München, den Datum: 30.01.2025

Vor-Ort-Beratung des Bezirks setzt auf Bürgernähe und Netzwerkarbeit 

Was wohl viele nicht wissen: Die Sozialverwaltung des Bezirks hat auch so eine Art „Außendienst“, der das ganze Jahr über durch Oberbayern düst. Ob nun bei Abend­vor­trägen, Tagen der Offenen Tür, Jobmessen oder Gesundheitstagen – überall informieren, referieren und diskutieren die Mitarbeitenden der Vor-Ort-Beratung, um den Menschen die ganze Bandbreite an sozialen Leistungen des Bezirks näherzubringen. Wie sich zeigt, wird dieser Zeit und Kraft kostende Service hervorragend angenommen. Sowohl von Betroffenen und Angehörigen, die sich im „Antragsdschungel“ zurechtfinden müssen, als auch von Multiplikatoren und Einrichtungen.

Viele Stände stehen nebeneinander, vor hinter den Tischen stehen Menschen, am rechten Bildrand lacht eine Frau den Betrachtenden freundlich an.
Claudia Baur (rechts) am Stand des Bezirks beim Tag der häuslichen Pflege in Buchbach (Lkr. Mühldorf) im November 2024. (© Bezirk Oberbayern)

Anfragen zur Hilfe zur Pflege machen bei den Veranstaltungen und an den Sprech­tagen in den Pflegestützpunkten (PSP) mehr als drei Viertel aller Gesuche aus (davon 60 Prozent zur stationären Hilfe zur Pflege, 18 Prozent ambulant). Zusätzlich ist die Beratung vor Ort oft erste Anlaufstelle rund um die Eingliederungshilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In den Gesprächen geht es nicht nur um die Klärung der klassischen W-Fragen, also wer sich warum, wann, wie und wo an wen wenden muss, sondern auch um den Umgang mit Immobilien, Übergabeverträgen sowie Schenkungen und darum, den Ratsuchenden auch jenseits der Sozialhilfe Optionen und Alternativen aufzuzeigen.

Auch bei ZAMMA am Start

Blick in einen Raum, in dem sich ein Besprechungstisch und viele Stühle zu sehen sind. Vor dem Eingang steht ein Rollup mit der Beschriftung: "Herzlich willkommen beim Sprechtag des Bezirks Oberbayern im Landkreis Garmisch-Partenkirchen!"
So sieht der Beratungsstandort in Garmisch-Partenkirchen aus. (© Bezirk Oberbayern)

Und so geht es für die Vor-Ort-Beratung das ganze Jahr über von A wie Altötting nach B wie Bad Reichenhall und anschließend nach C wie Chiemsee. Insgesamt sieben Abendvorträge über die Hilfe zur Pflege hielten die Mitarbeitenden 2024, teils auch auf Einladung von Bezirksrätinnen und Bezirksräten. Dazu gab es zwei Tage der Offenen Tür in Pflegestützpunkten, zuletzt im Juli anlässlich der Eröffnung in Miesbach. Weiter ging es mit der Jobmesse Ingolstadt, der Gewerbemesse Manching, der Seniorenmesse Mühldorf sowie dem Tag der häuslichen Pflege Buchbach – und selbst beim Abschlusstag des ZAMMA-Festivals in Holzkirchen war die Beratung vor Ort mit einem Stand vertreten, gemeinsam mit dem Fallmanagement.

Doch nicht nur die Bürgernähe ist wichtig. Auch die Austauschtreffen mit Beratungsstellen, Fachkräften, Sozialpsychiatrischen Diensten, Landratsämtern, Kranken- und Pflegekassen, Nachbarschaftshilfen und Fachstellen für pflegende Angehörige führen zu einer besseren Vernetzung mit anderen Beratungsstellen. Der Aufwand, den der Bezirk hier betreibt, lohnt sich. 2025 eröffnen auch in den letzten noch nicht abgedeckten Landkreisen Fürstenfeldbruck und Bad Tölz-Wolfratshausen Pflegestützpunkte. Damit ist das Ziel des wohnortnahen und flächendeckenden Beratungsnetzes in ganz Oberbayern (mit Ausnahme der Landeshauptstadt) erreicht – was für den Bezirk einen echten Meilenstein darstellt.