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Überraschend anders

München, den Datum: 29.09.2025

Neu im Freilichtmuseum Glentleiten: der Oberländer-Hof aus Oberzeitlbach

Im Freilichtmuseum Glentleiten gibt es ab 11. Oktober zwei neue Attraktionen: das Wohn­haus und die Remise vom Oberländer-Hof aus Oberzeitlbach. Schon von Weitem sieht man den Gebäuden an, dass sie sich von den bisherigen Häusern im Museum unter­scheiden: steiles Dach, kaum Dachüberstand, komplett verputzt. Der Hof wird das erste Element des neuen Museumsbereichs nördliches Oberbayern sein. Oberzeitlbach ist Teil der Gemeinde Altomünster und liegt im Landkreis Dachau

Vieles am „Oberländer“ wird an der Glentleiten zum ersten Mal zu sehen sein. Die Präsentation im Wohnhaus des Bauernhofs geht auf diese Besonderheiten gezielt ein. Warum hat das Gebäude ein viel steileres Dach und einen kleineren Dachüberstand? Warum ist es mit Ziegeln und nicht mit Holz gebaut? Was ist ein „Wassergrand“ und wie entsteht eine Lehmwickeldecke? Und was hat es mit der Haustafel neben der Haustür auf sich? Das sind nur einige neue Aspekte des Gebäudes. Sie zeigen jedoch schon, wie überraschend anders der Oberländer-Hof im Vergleich zu den anderen ­Exponaten ist.

Auch in diesem Gebäude-Ensemble spielt die Geschichte seiner ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner eine wichtige Rolle. Zentral sind hierbei die vier unverheirateten Geschwister Kreszenz, Lenz, ­Magdalena und Maria Wagner, die zuletzt dort lebten.

Mit der Präsentationszeit „1970er-Jahre“ rückt ein spannendes Jahrzehnt in den ­Fokus, das bislang nur im Weberbauerkaser auf der Alm thematisiert wurde.

Mit der Eröffnung des Wohnhauses und der Remise ist der Wiederaufbau des Hofes noch nicht abgeschlossen. Es fehlt noch der große, über 32 Meter lange Stallstadel, den die Bauhofmitarbeitenden der Glentleiten im letzten Sommer am Originalstandort abgebaut haben. Sein Aufbau folgt in den nächsten Jahren.