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Presseeinladung"mitteilen" – Augusta Laar und Samuel Rachl

Mit ungewöhnlichen Installationen und Performances locken Augusta Laar und Samuel Rachl in die Galerie des Bezirks.

Samstag, 19.10.2019, 18 Uhr
Die beiden Künstler arbeiten interdisziplinär mit Gegenständen und mit dem Raum, mit Sprache, Medienkunst und performativem Tanz. Die Ausstellung mit dem Titel „mitteilen“ ist ein künstlerisches Angebot, die eigene Wahrnehmung von Wirklichkeit zu erweitern. Sie wird – begleitet von einem inklusiven Programm – bis 28. Februar 2020 gezeigt.
Links ein Foto auf dem ein roter Kinder-Plattenspieler, Moos und goldene Plastikhirsche zu sehen sind. Rechts sieht man auf  einem Foto drei große rote gepolsterte Wartehäuschen mit Giebeldach aus Edelstahl.
Foto: Kalle Aldis Laar / Franz Kimmel © Augusta Laar / Samuel Rachl

Augusta Laar ist Dichterin und Musikerin. Ihre Poesie entspringt aus dem Alltag, aus Träumen und persönlichen Emotionen. Sie sammelt Konsum- und Kultgegenstände, die sie ohne Rücksicht auf ihre normalen Gebrauchsfunktionen neu zu surreal anmutenden Stillleben arrangiert. Gefundenes, Vorhandenes, Geschriebenes und Gemaltes erhält durch ihre Hand eine neue Sinnhaftigkeit. Der leise Humor eröffnet überraschende Wahrnehmungen im Alltag, wie im „Automat für Ablass und Zuversicht“, der Postkarten-aktion zum Mitmachen „Madonna sagt…“ oder der Boden-Installation „Verliebte Autos im Wald“. Zur Langen Nacht der Museen führt sie zusammen mit ihrem künstlerischen Partner Kalle Aldis Laar eine Text- und Klang-Performance mit Spielzeug, analogen und elektronischen Instrumenten auf. Die vielseitige Künstlerin wurde 1955 in Eggenfelden geboren und studierte Musik in München an der Ludwig-Maximilians-Universität und am Richard-Strauss-Konservatorium (heute Musikhochschule München). Gemeinsam mit Kalle Aldis Laar leitet sie das internationale Schamrock-Festival der Dichterinnen, die Schamrock-Salons und das Schamrock-Filmfestival „female presence“. Laar lebt in München und Wien.

Samuel Rachl hat in der Galerie einen eigenen Ort erfunden. Er besteht aus Wege-Mauern, leuchtend rot gepolsterten Sitzrondellen und Ein-Personen-Wartehäuschen, in denen sich die Besucher niederlassen können. Ein glänzender, gegossener Engels-flügel, ein erhöht gesetztes Denkmal mit einem Fuchskopf sowie Zeichnungen an den Wänden schaffen den Rahmen für eine Pseudo-Privatheit in der Öffentlichkeit. Zwei Akteure, Tänzerin und Tänzer, bewegen sich zur Eröffnung in diesem Raum und vermessen auf ihre Art die von Rachl geschaffenen Orte. Die Besucher dürfen die Mauern verschieben, was den Raum für jeden anders erlebbar macht. Der Künstler wurde 1941 in Traunstein geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste München und arbeitet seit 1987 mit der Tanzdramaturgin Angela Dauber zusammen. In ihren gemeinsamen Performance-Projekten geht es um die Abkehr vom Kunstobjekt zugunsten kollektiver Handlung und Autorschaft. Rachl lebt und arbeitet in München.

Ausstellung
bis 28. Februar 2020, geöffnet Mo-Do 8-17, Fr 8-13 Uhr, feiertags geschlossen
Inklusives Begleitprogramm
Führung in leicht verständlicher Sprache: 12. November, 18.30 Uhr
Tastführung für Blinde und Sehende: 7. Februar 2020, 18 Uhr
Information und Anmeldung über galerie@bezirk-oberbayern.de

Galerie Bezirk Oberbayern
Prinzregentenstr. 14, 80538 München
Eintritt bei allen Veranstaltungen frei (ausgenommen Lange Nacht der Münchner Museen); Zugang barrierefrei, alle Veranstaltungen sind gebärdenunterstützt, Ausstellungstext in Leichter Sprache und in Braille


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