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Vier Orte, vier Mal im Advent

Weihnachtliche Volksmusik direkt ins Haus


Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik des Bezirks Oberbayern stellt weihnachtliche Weisen online zur Verfügung



Weil öffentliches Singen und Konzerte vielerorts abgesagt werden mussten, hat Volksmusikpfleger Leonhard Meixner sich etwas Besonderes ausgedacht: Er besucht jede Woche einen anderen Ort in Oberbayern, an dem gemeinsam musiziert wird. Per Video können alle dabei sein.

Zum aktuellen Adventssingen.

Adventssingen zum 1. Advent 

Den Anfang machte die Familie Demmel in Kleinhelfendorf, einem Ortsteil von Aying im Landkreis München. Es musizieren die Geschwister Kathi (Geige) und Maxi (Zither) zusammen mit Vater Max Demmel an der Diatonischen Harmonika. Gemeinsam singen sie ein typisches Klöpfellied aus der Sammlung Oberbayerischer Volkslieder von Kiem Pauli.

„Der alte Brauch des Klöpfelns oder Anklöpfelns ist auch heute noch in vielen Teilen Bayerns, Österreichs und Südtirols zu finden“, so Volksmusikpfleger Leonhard Meixner. „An den Donnerstagen im Advent, den Anklopfnächten, gehen Kinder singend von Haus zu Haus und erbitten Gaben. Die Tradition steht für die Suche von Maria und Josef nach der Herberge vor Jesu Geburt.“


Adventssingen zum 2. Advent 

Zum 2. Advent hat Leonhard Meixner in Reichertshofen (Landkreis Pfaffenhofen) bei der Familie Zäch vorbeigeschaut. Die Söhne Matthäus, Josef und Thomas singen das Nikolauslied „Nikolo bumbum“ – begleitet von Mutter Viktoria Zäch mit der Zither und Leonhard Meixner mit der Gitarre. Das Lied ist in Bayern und Österreich verbreitet und wird am 6. Dezember gerne beim Besuch des Heiligen Nikolaus in den Stuben der Familien gesungen.


Adventssingen zum 3. Advent

Dieses Mal war Leonhard Meixner in Bad Aibling zu Gast bei Pfarrer Markus März in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde. Meixner singt mit seinem Oberbayerischen Viergesang das von Annette Thoma gestaltete Adventslied „Als Maria übers Gebirge ging“.


Adventssingen zum 4. Advent

In dieser Woche war Leonhard Meixner zu Gast bei Familie Koch in Inzell. In dem Familiengesang singen drei Generationen: Mutter Anni, Tochter Elisabeth, Schwiegersohn Hubert und Enkel Korbinian.

Für das Video zum vierten Advent haben die Kochs das Hirtenlied „Frisch auf und frisch nieder“ angestimmt. Dazu erklingen Diatonische Harmonika (Elisabeth Koch) und Gitarre (Hubert Koch). Das Lied wurde erstmals um 1800 in Bozen erwähnt und ist heute im gesamten Alpenraum verbreitet.


Lesen Sie auch "Adventsweisen zum Selbersingen". Hier finden Sie weitere Liedbeispiele und Noten zum Herunterladen: