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Auszeichnung für Mesnerhaus 

München, den Datum: 28.11.2025

Bayerische Architektenkammer würdigt Umgestaltung beim Wettbewerb „Bauen im Bestand”

Große Freude in Kloster Seeon, dem Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern: Bei der Preisverleihung 2025 des Wettbewerbs Bauen im Bestand der Bayerischen Architektenkammer wurde das dortige Mesnerhaus in der Kategorie 1 (Bauten vor 1900) mit einer Anerkennung bedacht. Der erste Preis unter den fünf Nominierten in dieser Kategorie ging an das Diözesanmuseum Freising. 194 Projekte hatten sich für den Wettbewerb beworben, der in drei nach Epochen unterteilten Kategorien vergeben wird.

Luftaufnahme: Im Vordergrund ist ein langgestrecktes Gebäude zu sehen, im Mittelgrund liegt ein See, im Hintergrund ist eine ehemalige Klosteranlage gelegen. Das Bild entstand bei schönem Wetter unter strahlend blauem Himmel.
Das neu gestaltete Mesnerhaus (Bildvordergrund) mit Kloster Seeon aus Drohnenperspektive (Foto: Michael Heinrich © Kloster Seeon)
Ausgezeichnet wurden neben dem Bezirk Oberbayern als Bauherrn das Architekturbüro abp architekten und stadtplaner burian- pfeiffer-sandner, der Architekt Stefan Grassler aus Ruhpolding sowie die Landschaftsarchitektin Katrin Schulze mit dem Büro Götze + Hadlich. „Für uns ist das eine Bestätigung dafür, dass wir in Kloster Seeon mit unserem behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz den richtigen Weg eingeschlagen haben“, freut sich Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger über die Auszeichnung. Ausdrücklich dankte er in diesem Zusammenhang dem Baureferat des Bezirks.

Genauso sieht es Gerald Schölzel, Leiter des Tagungshauses am Seeoner See: „Dem Bezirk Oberbayern war es bei den zurückliegenden Umwandlungen von Gebäuden in Kloster Seeon immer ein großes Anliegen, den Charakter der Bauwerke zu erhalten und zugleich ihre Geschichte erlebbar zu machen. Das ist zwar aufwendig, aber das Ergebnis zeigt, dass sich die Mühe lohnt.“ Bereits bei der erstmaligen Verleihung des Preises Bauen im Bestand im Jahr 2021 hatte Kloster Seeon eine Anerkennung für eines seiner Projekte bekommen, damals für die Umgestaltung des heutigen Kramerhauses in ein Gäste- und Tagungshaus.

Das Mesnerhaus, das im Kern aus dem 16. Jahrhundert stammt, liegt am Eingang zur Klosterinsel und fungierte quasi als Pforte. Früher wohnten dort unter anderem die Mesner des Klosters. Nach der Übernahme durch den Bezirk war darin lange Zeit ein Café untergebracht. Ab 2019 wandelte der Bezirk das Haus in ein multifunktionales Gebäude um, das heute den Klosterladen, einen Ausstellungsraum und einige Gästezimmer beherbergt.

Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Bayerischen Architektenkammer unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatministeriums für Wissenschaft und Kunst und in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur. Mit dem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die einen herausragenden Beitrag zu Baukultur leisten, indem sie Denkmäler oder andere erhaltenswerte Gebäude unter Berücksichtigung ihrer Geschichte in die Zukunft führen.

Wer das Mesnerhaus von Kloster Seeon live erleben möchte, kann das im Rahmen eines Ausstellungsbesuchs machen: Noch bis 15. März läuft dort die Ausstellung
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