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Mobilitäts·hilfe in Leichter Sprache

  1. Was ist die Mobilitäts·hilfe?

    Mobilitäts·hilfe ist ein Fach·wort.

    Mobilitäts·hilfe bedeutet:
    Manche Menschen mit Behinderungen bekommen Geld.

    Das Geld ist für einen Fahr·dienst.
    Mit dem Geld bezahlen Menschen mit Behinderungen Fahrten in ihrer Freizeit.

    Ein blauer Kleinbus mit aufgemaltem Rollstuhl-Symbol. Es ist der Behinderten-Fahrdienst.
  2. Wer entscheidet über das Geld?


    Menschen mit Behinderungen können das Geld für Mobilitäts·hilfe beantragen.

    Der Bezirk Oberbayern entscheidet:

    • Wer bekommt dieses Geld.
    • Wer bekommt dieses Geld nicht.
    Ein Büro-Gebäude mit dem Logo vom Bezirks Oberbayern. Über der Tür steht Bezirk.
  3. Warum bekommen manche Menschen mit Behinderung Mobilitäts·hilfe?

    Menschen mit Behinderungen sollen am Leben in der Gemein·schaft teilnehmen.

    Das bedeutet:
    Menschen mit Behinderungen sollen andere Menschen treffen.
    Sie sollen in ihrer Freizeit etwas machen können.

    Eine Gartenfeier mit Lampions und spielenden Kindern und einem tanzenden Paar. An einem sitzen Menschen im Hintergrund
  4. Zum Beispiel:

    • zu Sport·veranstaltungen gehen
    • ins Kino gehen
    • einen Kurs besuchen und etwas lernen
    • sich mit anderen Menschen treffen.
    Ein leeres Kino mit roten Sesseln.
  5. Was darf man mit dem Geld bezahlen?

    Das Geld ist nur für Fahrt·kosten.
    Damit darf man fahren:

    • mit einem Taxi
    • mit einem Behinderten·fahr·dienst


    Sie bekommen Geld für Mobilitäts·hilfen?
    Dann entscheiden Sie selbst:
    Mit welchem Behinderten·fahr·dienst will ich fahren.

    Ein blauer Kleinbus mit aufgemaltem Rollstuhl-Symbol. Es ist der Behinderten-Fahrdienst.
  6. Das ist wichtig:

    • Sie müssen den Behinderten·fahr·dienst selbst bestellen.
    • Sie müssen den Behinderten·fahr·dienst selbst bezahlen.
    • Sie müssen sich einen Beleg geben lassen.
      Oder eine Quittung.
    Ein Haufen mit Quittungen und ein Haufen mit Belegen
  7. Was darf man mit dem Geld nicht bezahlen?


    Mit dem Geld darf die Person keine Fahrten

    • zur Ärztin oder zum Arzt
    • zur Kranken·gymnastik
    • zur Therapie: Zum Beispiel zur Reit·therapie
    • zum Ausbildungs·platz
    • oder zum Arbeits·platz

    bezahlen.

    Dafür gibt es das Geld nicht.

  8. Wofür gibt es manchmal Geld von anderen Stellen.

    Für Fahrten zu bestimmten Einrichtungen gibt es manchmal Geld von jemand anderen:

    Zum Beispiel für Fahrten zur Tages·pflege.

    Bitte fragen Sie bei der Service·stelle vom Bezirk Oberbayern nach.

    Ein Haus mit Transport-Bussen davor. Menschen gehen zum Eingang des Hause. Ein Mensch ist im Rollstuhl und ein anderer hat einen Blindenstock. Das Haus ist eine Tagesstätte.
  9. Wer kann das Geld für Mobilitäts·hilfe bekommen?

    Menschen mit einer besonders starken Geh·behinderung bekommen das Geld.

    Dafür gibt es diese Regeln:

    • Die Person ist 14 Jahre alt. Oder älter.
    • Die Person hat einen Schwer·behinderten·ausweis.
    • In dem Ausweis steht aG.
      Das bedeutet:
      außer·gewöhnliche Geh·behinderung.
      Das ist eine besonders starke Geh·beinderung
    Ein Schwerbehindertenausweis
  10. Welche Regeln gelten für Kinder?

    Für Kinder mit besonders starker Geh·behinderung gibt es besondere Regeln:

    • Das Kind ist jünger als 14 Jahre.
    • Das Kind hat den Schwer·behinderten·ausweis mit dem Stempel aG.
    • Und das Kind hat einen Brief von einem Arzt.

    Der Brief heißt in schwerer Sprache: Attest.

    Ein Kind in einem Rollstuhl
  11. In dem Brief steht:

    Das Kind kann nur mit einem besonderen Behinderten·fahrzeug gefahren werden.

    Die Eltern dürfen kein eigenes Behinderten·fahrzeug haben, für das sie Geld bekommen.

    Ein offener Briefumschlag. In den Umschlag wird ein Schreiben gesteckt.
  12. Wer bekommt das Geld noch?


    Manche Menschen mit geistiger Behinderung bekommen das Geld.

    Dafür gibt es diese Regeln:

    • Die Person ist 14 Jahre alt. Oder älter.
    • Die Person hat einen Schwer·behinderten·ausweis.
    • Auf dem Schwer·behinderten·ausweis stehen die Buchstaben G und B und H
      In dem Ausweis sind 3 Stempel:
      G. Das bedeutet: Geh·behinderung
      H. Das bedeutet: Hiflos
      B. Das bedeutet: Begleitung

    • In dem Ausweis steht die Zahl 100.
      Die Zahl steht in für den Grad der Behinderung.
      100 steht für sehr schwer·behindert
    • Die Person hat eine geistige Behinderung.
      Dafür muss es eine Bestätigung geben.
      Die Bestätigung gibt es zum Beispiel vom Versorgungs·amt.
    Ein Schwerbehindertenausweis mit den Buchstaben G und B und H
  13. Wer kann die Mobilitäts·hilfe noch bekommen

    Andere Menschen mit Behinderung können das Geld für Mobilitäts·hilfe auch bekommen:

    Zum Beispiel:
    Manche Menschen mit Behinderung können nicht mit dem Bus oder mit der Straßen-Bahn fahren.
    Das muss ein Arzt bestätigen.
    Die Person muss sich von einer Amts·ärztin oder einem Amts·arzt untersuchen lassen.
    Ein Amts·arzt ist ein besonderer Arzt.
    Er arbeitet für ein Amt.

    Ein Bus mit einer Rampe für einen Rollstuhl und eine Straßenbahn. Beide sind durchgestrichen.
  14. Wie viel Geld gibt es?

    Es gibt 95 Euro Mobi-Hilfe.
    Das gibt es einmal im Monat.

    Manche Personen brauchen mehr Geld.
    Dann müssen sie dem Bezirk Oberbayern erklären:
    Warum brauchen sie mehr Geld?

    Zum Beispiel:
    Die Person wohnt auf dem Land.
    Sie muss sehr lange Strecken fahren.

    Das Amt bestimmt dann:
    Ja, die Person bekommt mehr Geld.
    Oder: Nein, die Person bekommt nicht mehr Geld.

    Ein Haufen Geldscheine. Es sind 80 Euro.
  15. Wie viel Geld darf man gespart haben?

    Die Person mit Behinderungen darf bis zu 57.330 Euro gespart haben.

    Ein Sparbuch
  16. Wie viel Geld darf man verdienen?

    Man darf im Monat zwischen 1.911 Euro und 2.707,25 Euro verdienen.

    Das ist der Brutto·lohn.
    Brutto·lohn bedeutet:
    Die Steuern sind noch nicht bezahlt.
    Die Kranken·kasse ist noch nicht bezahlt.

    Ein großer Haufen mit Geldscheinen und Müzen. Davon zeigt ein Pfeil zu einem kleineren Haufen mit Geldscheinen. Der kleinere Haufen ist der Netto-Lohn.
  17. Was darf der Bezirk Oberbayern prüfen?

    Der Bezirk Oberbayern darf prüfen:

    Wird das Geld richtig ausgegeben?

    Wird das Geld auch wirklich für besondere Fahr·dienste benutzt?

    Ein Mann sitzt in einem Büro an einem Computer. Er schreibt etwas. HInter ihm stehen Ordner mit Akten in einem Schrank.
  18. Belege aufheben

    Sie bekommen das Geld für Mobilitäts·hilfe?
    Dann müssen Sie das machen:

    • Sie müssen bei jeder Fahrt einen Beleg oder eine Quittung von dem Fahr·dienst bekommen.
    • Sie müssen alle Belege und Quittungen 1 Jahr lang sammeln.

    Vielleicht will der Bezirk Oberbayern die Belege und Quittungen sehen.
    Dann müssen Sie die Belege und Quittungen dem Amt zeigen.

    Ein Haufen mit Quittungen und ein Haufen mit Belegen


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Publikationen im Bereich Leichte Sprache

Die Service-Stelle des Bezirks Oberbayern (Leichte Sprache)

Das Heft erklärt, was die Service-Stelle vom Bezirk Oberbayern macht und wie man sie erreicht.

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Erscheinungsdatum: 2015
Info-Heft, 8 Seiten
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Der Bezirk Oberbayern (Leichte Sprache)

Das Heft erklärt, was der Bezirk Oberbayern macht.

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Erscheinungsdatum: 2018
Infoheft in Leichter Sprache, 31 Seiten
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BTHG - Bundes-Teil-Habe-Gesetz. Das neue Gesetz zur Eingliederungs-Hilfe

Das Heft erklärt: Das ändert sich mit dem neuen Bundes-Teil-Habe-Gesetz für Menschen mit Behinderungen.

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Erscheinungsdatum: 2019
Info-Heft in Leichter Sprache
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Offene Behindertenarbeit in Oberbayern (Leichte Sprache)

Das Heft erklärt:
Was macht die Offene Behindertenarbeit in Oberbayern?
Für welche Menschen ist die OBA da? Es gibt das Heft nur als PDF-Datei für den Computer.
Wir haben es 2019 neu gemacht.

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Erscheinungsdatum: 2019
Neuauflage
Info-Heft, 40 Seiten
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Persönliches Budget (Leichte Sprache)

Das Heft erklärt: Wofür ist das Persönliche Budget?
Das Heft erklärt auch: Wie bekomme ich das Persönliche Budget?

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Erscheinungsdatum: 2013
Info-Heft, 26 Seiten
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Betreutes Wohnen in Familien (BWF)

Das Hert erklärt, was betreutes Wohnen in Familien ist.
Das Heft erklärt auch,
welche Hilfen es zum Wohnen gibt
und wie man sie bekommt.

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Erscheinungsdatum: 2015
Info-Heft, 12 Seiten
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Welche Hilfen brauchen Sie in der Förderstätte? (Leichte Sprache)

Info-Heft zum Frage-Bogen.
Der Frage-Bogen heißt in schwerer Sprache:
H.M.B.-T. Verfahren

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Erscheinungsdatum: 2014
Info-Heft, 40 Seiten
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Welche Hilfen brauchen Sie in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen? (Leichte Sprache)

Info-Heft zum Frage-Bogen. Der Frage-Bogen heißt in schwerer Sprache: Verfahren für die Hilfe-Bedarfs-Gruppe 2

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Erscheinungsdatum: 2014
Info-Heft, 26 Seiten
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Welche Hilfen brauchen Sie beim Wohnen? (Leichte Sprache)

Info-Heft zum Frage-Bogen Wohnen.
Der Frage-Bogen heißt in schwerer Sprache: H.M.B.-W. Verfahren

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Erscheinungsdatum: 2015
Info-Heft, 44 Seiten
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Fragebogen: Wohnen (Leichte Sprache)

Fragebogen zum Wohnen in Leichter Sprache

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Fragebogen: Förderstätte (Leichte Sprache)

Fragebogen für Förderstätten in Leichter Sprache.

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Bewerbung: Kunst inklusive (Leichte Sprache)

Machen Sie Kunst?
Dann bewerben Sie sich!
Um Ihre Kunst-Werke in München in der Galerie Bezirk Oberbayern zu zeigen.

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Kunst Inklusive

Begreifen - verstehen - zeigen - mitmachen
Kunst inklusiv vermitteln
Ausstellungen der Galerie Bezirk Oberbayern

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Erscheinungsdatum: 2015
Broschüre, 36 Seiten
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Fragebogen: Das möchte ich! (Leichte Sprache)

Fragebogen zur Personenkonferenz in Leichter Sprache.

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So will ich wohnen (Leichte Sprache)

In dem Heft steht ein Bericht von einem Fachtag. Bei dem Fachtag wurde besprochen wie Menschen mit Behinderung wohnen und leben wollen.

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Erscheinungsdatum: 2019
Info-Heft, 14 Seiten
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Wer hat diese Seite gemacht?


Die Texte sind übersetzt von:

– Anna Schattenhofer, Atelier für Leichte Sprache, Köln

– Susanne Göbel, Büro für Leichte Sprache, Kassel

– Peter Bechmann, Bezirk Oberbayern,
   Presse- und Informationsstelle.

Die Bilder sind von:

Lebenshilfe Bremen e.V., Leichte Sprache - Die Bilder,

Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.