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Leistungen der Pflegekasse für stationäre Pflege

Für die Pflege in einer stationären Einrichtung erhalten Versicherte Leistungen ihrer Pflegekasse. Diese Leistungen müssen der Pflegebedürftige oder seine Bevollmächtigten/Betreuer bei der Pflegekasse beantragen. Sie werden ab dem Tag der Antragstellung gewährt. Es ist deshalb wichtig, den Antrag unmittelbar mit Eintreten der Pflegebedürftigkeit und parallel zum Heimeintritt zu stellen.

Die Pflegebedürftigkeit stellt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) fest und nimmt eine Einstufung vor. Die Pflegekasse erteilt einen Bescheid über das Ergebnis der Begutachtung und zahlt eine monatliche Pauschale an die Pflegeeinrichtung.

Abhängig von der Einstufung hat diese Pauschale derzeit folgende Höhe (Stand Januar 2015):

  • Pflegestufe I (erheblich pflegebedürftig): 1.064 Euro
  • Pflegestufe II (schwer pflegebedürftig): 1.330 Euro
  • Pflegestufe III (schwerstpflegebedürftig): 1.612 Euro
  • Härtefälle: 1.995 Euro

Auch für Kurzzeitpflege können Leistungen der Pflegekasse beantragt werden. Diese werden von der Pflegekasse pro Kalenderjahr für längstens sechs Wochen gewährt – derzeit bis zu einem Betrag von maximal 1.612 Euro.

Die Leistungen der Pflegekasse sowie das eigene Einkommen und Vermögen reichen oft nicht aus, um ein Pflegeheim selbst zu finanzieren. Ergänzend können dann Leistungen für die vollstationäre Pflege nach § 61 SGB XII beim Bezirk Oberbayern beantragt werden.

Ansprechpartner/in

Regina Lengmüller
Telefon: 089 2198-26001
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