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Einkommen und Vermögen

Hilfe zur Pflege wird nur gewährt, wenn dem Leistungssuchenden und seinem nicht getrennt lebenden Ehegatten bzw. Lebensgefährten nicht zugemutet werden kann, die Mittel aus dem eigenen Einkommen und Vermögen aufzubringen. Wer sich selbst helfen kann oder wer die erforderliche Hilfe von anderen erhält, kann keine Hilfe zur Pflege bekommen.

Grundsätzlich muss das gesamte Einkommen und Vermögen eingesetzt werden, um die Pflege in einem stationären Heim zu finanzieren. Dies gilt auch, wenn beide Ehegatten im Heim untergebracht sind. Lebt hingegen ein Ehegatte zu Hause, bleibt ein Teil des gemeinsamen Einkommens geschützt, um dessen Lebensunterhalt weiter zu sichern.

Schonvermögen

Ein Teil des Vermögens ist ebenfalls geschützt. Man spricht hier von Schonbetrag oder Schonvermögen. Für Alleinstehende ist dies ein Betrag in Höhe von 2.600 Euro, für Verheiratete ein Betrag von insgesamt 3.214 Euro - vorraussichtlich zum 1.4.2017 werden diese Beträge auf 5.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 10.000 Euro (Verheiratete) erhöht. Zum Schonvermögen zählt unter anderem auch das selbst oder vom Ehegatten bewohnte Haus bzw. die Eigentumswohnung in jeweils angemessener Größe.

Seit 1.1.2017 besteht ein zusätzlicher Schonbetrag für die Eingliederungshilfe in Höhe von 25.000 Euro. Auch für die Leistungen der Hilfe zur Pflege gibt es einen Schonbetrag von 25.000 €, sofern die leistungsberechtigte Person diesen Betrag ganz oder überwiegend als Einkommen aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit während des Leistungsbezugs erworben hat.

Der Einsatz von Einkommen und Vermögen ist ein komplexes Gebiet. Bei weiteren Fragen empfehlen wir, für eine ausführliche Beratung Kontakt mit dem Bezirk Oberbayern aufzunehmen.

Ansprechpartner/in

Regina Lengmüller
Telefon: 089 2198-26001
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