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Werkstätten

Werkstatt2_lebenshilfe_og Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen. © Lebenshilfe München

Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sind Einrichtungen, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben zu fördern und zu sichern. Menschen mit geistigen und/oder körperlichen oder seelischen Behinderungen erhalten dort eine angemessene berufliche Bildung und langfristige Arbeitsmöglichkeiten gegen ein Entgelt. Voraussetzung ist, dass sie wegen der Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können.

Der Bezirk Oberbayern fördert als Träger der Eingliederungshilfe die Werkstätten für behinderte Menschen. In Oberbayern gibt es in allen Landkreisen und kreisfreien Städten von der Bundesagentur für Arbeit anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Jede dieser Einrichtungen verfügt über ein breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen, die sich am allgemeinen Arbeitsmarkt orientieren. Ausgelagerte Arbeitsplätze, Außenarbeits- und Dienstleistungsgruppen ergänzen dabei das Angebot.

Damit bieten die Werkstätten Menschen mit Behinderungen eine geeignete berufliche Bildung und einen Arbeitsplatz mit einem angemessenen Arbeitsentgelt. Zusätzlich wird ein Arbeitsförderungsgeld geleistet. Durch qualifizierende Maßnahmen und bei persönlicher Eignung sollen Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt werden, in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln. Das geschieht in enger Zusammenarbeit der Werkstätten mit den Integrationsämtern bzw. Integrationsfachdiensten oder durch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen.

Eine Werkstatt gliedert sich in:

Eingangsverfahren

Das Eingangsverfahren ist in der Regel auf drei Monate angelegt. Es dient dazu zu erkunden, ob die gewählte Werkstatt das geeignete Angebot ist und welche Tätigkeiten für die Besucherin oder den Besucher angemessen sind.

Berufsbildungsbereich

Der Berufsbildungsbereich erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren. In diesem Werkstattbereich sollen die Besucherinnen und Besucher in ihrer Leistungsfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung so weit gefördert werden, dass eine geeignete Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder im Arbeitsbereich der Werkstatt möglich ist.

Arbeitsbereich

Die Werkstatt soll im Arbeitsbereich über ein möglichst breites Angebot an Arbeitsplätzen verfügen, um geeignete Tätigkeiten anbieten zu können. Der Bereich ist darauf ausgerichtet, Produktionsaufträge abzuwickeln und Dienstleistungen durch die WfbM zu erbringen. Die Arbeitsplätze in diesem Bereich müssen einerseits den Erfordernissen der Arbeitswelt, andererseits aber auch den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen Rechnung tragen.

Der zuständige Leistungsträger im Eingangsverfahren und dem Berufsbildungsbereich ist in der Regel die Bundesagentur für Arbeit. Weitere Leistungsträger können u. a. die Deutsche Rentenversicherung oder der Träger der Unfallversicherung (gemäß Sozialgesetzbuch VII) sein. Für den Arbeitsbereich der Werkstatt ist der Bezirk Oberbayern der zuständige Leistungsträger.

Wenn die oder der Betroffene die Voraussetzungen erfüllt, kann sie oder er mit Unterstützung der Werkstatt den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben. Dies kann beispielsweise durch Praktika oder ausgelagerte Arbeitsplätze in Integrationsprojekten oder sonstigen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes erfolgen.

Der Besuch der Werkstatt endet spätestens mit Erreichung der in der Rentenversicherung festgelegten Regelaltersgrenze (§ 236 i.V. mit § 236a SGB VI). Im Anschluss daran oder bei vorzeitigem Ausscheiden aus behinderungsbedingten Gründen gibt es bei Bedarf anderweitige Angebote, z.B. „Tagesstrukturierende Maßnahmen nach dem Erwerbsleben“.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Oberbayern 

Sozialhilfeantrag

München (PDF, 543 KB)
Ingolstadt (PDF, 538 KB)

Publikationen