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Blindenhilfe

Blindenhilfe Blindenhilfe ©fotolia
Blinde Menschen erhalten vom Bezirk Oberbayern als Träger der überörtlichen Sozialhilfe ergänzende Blindenhilfe nach 72 SGB XII. Dies geschieht, um ihre durch die körperliche Behinderung bedingten Mehraufwendungen auszugleichen. Blind ist, wem das Augenlicht vollständig fehlt. Als blind gelten darüber hinaus auch Personen, bei denen
  • auf dem besseren Auge und auch bei beidäugiger Prüfung eine Sehschärfe von nicht mehr als 1/50 besteht oder
  • andere Störungen des Sehvermögens von einem solchen Schweregrad vorliegen, dass sie der genannten Beeinträchtigung der Sehschärfe gleichzusetzen sind.

Die Hilfe wird in Form einer Geldpauschale direkt ausbezahlt. Die Pauschale wird vom Bundesgesetzgeber festgesetzt und verändert sich analog des aktuellen Rentenwertes in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ein Anspruch auf Blindenhilfe besteht nur, soweit keine gleichartigen Leistungen nach anderen Rechtsvorschriften, z.B. Blindengeld vom Zentrum Bayern für Familie und Soziales (nach dem Bayerischen Blindengeldgesetz) gewährt werden.

Vorrangige gleichartige Leistungen werden auf das Blindengeld angerechnet, etwa das Landesblindengeld nach dem BayBlindG, die Pflegezulage für Kriegsblinde nach dem BVG, das Pflegegeld für Unfallblinde nach dem SGB VII sowie die Pflegezulage nach § 269 LAG.

Höhe der Blindenhilfe:

Mit Stand vom 1. Juli 2016 beträgt die Blindenhilfe für blinde Menschen nach Vollendung des 18.Lebensjahres monatlich 681,70 Euro. Das Landesblindengeld des Freistaats Bayern liegt mit monatlich 579,00 Euro unter diesem Betrag. Deshalb besteht in Höhe des Differenzbetrages von derzeit 102,70 Euro Anspruch auf Gewährung von ergänzender Blindenhilfe. Dies gilt aber nur, wenn sozialhilferechtliche Bedürftigkeit vorliegt und diese dem Bezirk Oberbayern nachgewiesen wird. Die Blindenhilfe wird betragsmäßig entsprechend der Rentenanpassung jeweils zum 1. Juli eines Jahres angepasst.

Ansprechpartner/in

Rosmarie Gansbühler
Telefon: 089 2198-25408
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