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Kategorie: Gesundheit
01.06.2017

Teilhabe und Selbstbestimmung

Bundesanstalt verleiht Zertifikate für mehr Chancen auf allgemeinem Arbeitsmarkt / Mederer: Beitrag für gelingende Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Sechs Absolventen des Berufsbildungsbereichs in der Werkstatt der Pfennigparade in München haben Abschlusszertifikate von der Bundesanstalt für Arbeit erhalten. Die Zertifikate wurden erstmals in Oberbayern überreicht. Sie sollen Menschen mit Behinderungen unterstützen, nach dem Abschluss des Berufsbildungsbereichs einen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ergattern. Bezirkstagspräsident Josef Mederer sieht darin einen Beitrag für „gelingende Inklusion“.
Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse: Das sind die Herzstücke einer aussagekräftigen Bewerbung. Menschen mit Behinderungen tun sich damit oft schwer. Die Berufsbildungsstufe in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ist offiziell nicht als Ausbildung anerkannt. Deshalb gibt ein auch kein anerkanntes Zeugnis für die Bewerbungsmappe. Das ist zwar nicht der alleinige Grund, aber doch mitverantwortlich dafür, warum die Jobsuche außerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen oft so schwierig ist.

Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) will dies nun ändern: Erstmals hat sie in der Werkstatt der Pfennigparade in München sechs Absolventen mit Zertifikaten für den erfolgreichen Abschluss der Berufsbildungsstufe geehrt. Werkstätten seien keine „Einbahnstraße“, sagte der Chef der BA-Regionaldirektion Bayern, Ralf Holtzwart. „Der ausgezeichnete Arbeitsmarkt in Bayern bietet auch Menschen mit größeren Handicaps Chancen auf Beschäftigung.“ Pro Jahr vergibt die Bundesanstalt für Arbeit in Bayern rund 1.200 Zertifikate.

Betriebliche Praktika außerhalb der Werkstatt und die Zertifikate sollen den Absolventen den Wechsel auf den ersten Arbeitsmarkt erleichtern. Die Ausbildung bei der Pfennigparade orientiert sich an der Dualen Ausbildung des Handwerks. Sie fußt auf mehreren Säulen: die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, Module mit 18 verschiedenen Qualifikations-Bausteinen sowie Jobcoaching und Praktika in Partnerunternehmen. Die Besucher der Berufsbildungsstufe haben die Wahl zwischen verschiedenen Weiterbildungszweigen: dem kaufmännischen, handwerklichen und künstlerischen Bereich oder der Informationstechnologie.

Ein System, das Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Vergabe der Zertifikate lobte. Der Präsident machte aber auch deutlich, dass wesentlich mehr Arbeitgeber für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung gewonnen werden müssten. „Wir brauchen Bewusstseinsbildung, dass Menschen mit Behinderungen jeden Betrieb bereichern“, sagte er. „Die Absolventen sind fit, sie freuen sich darauf, im Arbeitsleben etwas zu leisten.“ Die Zertifikate sieht Mederer als wirkungsvolle Unterstützung für den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. „Damit können wir Menschen mit Behinderungen Chancen für ein Leben in größtmöglicher Selbstbestimmung eröffnen. Das ist ganz im Sinne gelingender Inklusion.“

Auch der Vorstand der Stiftung Pfennigparade, Jochen Walter, begrüßte die Vergabe der Zertifikate. Einheitliche Abschlusszertifikate seien ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu verbesserten Perspektiven für eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, sagte Walter. Dadurch erhielten Menschen mit Behinderungen die offizielle Bestätigung über ihre erfolgreiche berufliche Bildung, ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie sichtbare Wertschätzung und Anerkennung.

Weitere Informationen für die Medien bei Constanze Mauermayer
Telefon: 089 2198 90011
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