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Kategorie: Heimatpflege
06.04.2017

Geld für Stadel, Stuck und Stadthalle

Bezirk Oberbayern vergibt über zwei Millionen Euro für Denkmalpflege

Rund zwei Millionen Euro hat der Kulturausschuss im oberbayerischen Bezirkstag heute für die Denkmalpflege bewilligt. Davon fließt der größte Anteil in den Landkreis Weilheim-Schongau, gefolgt von der Landeshauptstadt München und dem Landkreis Traunstein. Zuschüsse von über 100.000 Euro bekommen auch die Landkreise Eichstätt, Dachau, Ingolstadt, Bad Tölz-Wolfratshausen, Neuburg-Schrobenhausen und Landsberg am Lech und Pfaffenhofen an der Ilm.
Restaurirung des Garten- und Komödienhauses des Klosters Steingaden Das Garten- und Komödienhaus des Klosters Steingaden (Landkreis Weilheim-Schongau) ist eins von vielen Baudenkmälern, die Denkmalpflegeförderung vom Bezirk Oberbayern erhalten. Restaurator Franz Müller bei Arbeiten an der Rokoko-Stuckdecke. Foto: Herbert Haug

Landkreis Weilheim-Schongau

Spitzenreiter ist mit einer Fördersumme von rund 317.000 Euro Weilheim-Schongau. Dort dürfen sich mehrere Städte und Gemeinden über Geld vom Bezirk freuen. So gehen 50.000 Euro nach Iffeldorf, wo das Deichstetterhaus instand gesetzt und zum Rathaus umgebaut wird. Die Stadt Penzberg erhält einen Zuschuss zur Erneuerung der Stadthalle: rund 47.000 Euro für die Innensanierung und noch einmal rund 22.000 Euro für eine Maßnahme im Außenbereich. In Weilheim fördert der Bezirk die Sanierung der Großen Hochlandhalle mit rund 25.000 Euro. Auch private Eigentümer von denkmalgeschützten Anwesen profitieren von der finanziellen Unterstützung durch den Bezirk. Gefördert wird zum Beispiel die Sanierung der Liebig-Villa in Bernried (rund 9.400 Euro) und die Restaurierung der Stuckdecke im ehemaligen Garten- und Komödienhaus des Klosters Steingaden (rund 50.000 Euro). Weitere Zuschüsse fließen nach Polling in die Sanierung der Alten Ziegelei (17.000 Euro) und nach Rottenbuch in die Modernisierung des Brauhauses am ehemaligen Kloster. Auch zum Erhalt der Kirchen und Kapellen im Landkreis gibt der Bezirk etwas dazu. Mit 50.000 Euro fördert er die Generalsanierung der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Steingaden. In Obereglfing (Gemeinde Eglfing) bekommt die Pfarrkirche St. Martin ein neues Dachtragwerk. Dafür gibt es 10.000 Euro. Auch die Frauenbrünnerlkapelle in Rottenbuch erhält ein neues Dach und dafür 3.000 Euro vom Bezirk. Weitere 7.000 Euro gehen nach Weilheim-Unterhausen für die Innensanierung der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung.

München

Auf Platz zwei in der Rangfolge kommt mit über 226.000 Euro die Landeshauptstadt München. Nutznießer der Förderung durch den Bezirk sind hier vor allem denkmalgeschützte Schulgebäude. Geld für eine Generalsanierung erhalten das Wilhelmsgymnasium (50.000 Euro), die Grundschule an der Haimhauserstraße (50.000 Euro) und die Grundschule an der Fröttmaninger Straße (45.000 Euro). Der Katholische Männerfürsorgeverein bekommt für das Adolf-Matthes-Haus einen Zuschuss zur Erneuerung von Fenstern und Fassade. Mit der höchstmöglichen Fördersumme von 50.000 Euro beteiligt sich der Bezirk an einem großen Projekt im Münchner Ostfriedhof. Hier wird die monumentale Brunnenlandschaft instand gesetzt, die der frühere Münchner Stadtbaurat Hans Grässel um 1900 beim Bau des Friedhofs errichtete. Das Ensemble aus Becken, Balustraden, Wasserspielen und steinernen Einfassungen war im Krieg stark beschädigt worden und zuletzt einsturzgefährdet.

Landkreis Traunstein

Den dritten Platz belegt mit rund 185.000 Euro der Landkreis Traunstein. In der Kreisstadt fördert der Bezirk die Restaurierung des historischen Gerberhauses (50.000 Euro) und den Umbau der ehemaligen Klosterkirche des Kapuzinerklosters zum Kunst- und Kulturzentrum (15.000 Euro). In die Erneuerung der Filialkirche St. Josef im Traunsteiner Ortsteil Sparz fließen 40.000 Euro. Auch andere Gotteshäuser im Landkreis erhalten Mittel vom Bezirk. So gehen 50.000 Euro nach Asten (Gemeinde Tittmoning), wo die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt generalsaniert wird. Kleinere Beträge gibt es für die Renovierung des Altars der Kapelle St. Maria vom Guten Rat in Altenmarkt (rund 4.500 Euro) und für Reparaturen an der Ortskapelle Achberg in Schleching (800 Euro). In der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Wonneberg soll die historische Orgel in einen Orgelneubau integriert werden. Dafür gibt es einen Zuschuss von rund 1.200 Euro. Die Förderung des Bezirks kommt auch zahlreichen denkmalgeschützten bäuerlichen Anwesen im Landkreis zugute, darunter Bauernhäuser in Schleching-Raiten (6.000 Euro) und in Vachendorf (3.000 Euro) sowie der Simandl-Kaser auf der Lödenalm in Ruhpolding (2.500 Euro).

Landkreis Eichstätt

Mit rund 168.500 Euro fördert der Bezirk die Denkmalpflege im Landkreis Eichstätt. Ein Anteil von 50.000 Euro geht nach Titting-Altdorf. Dort soll ein Jura-Stadel instand gesetzt werden, der als ältester im Altmühltal gilt. In Eichstätt selbst beteiligt sich der Bezirk mit 10.000 Euro an einem Vorprojekt zur Sanierung des Gästehauses der Abtei St. Walburg. Weitere Mittel gibt es für die Erneuerung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Pedettistraße (27.000 Euro) und für einen als Wohnhaus genutzten Teil des früheren Klosters Notre Dame (4.300 Euro). Auch einige Kirchen im Landkreis profitieren von den Mitteln des Bezirks, darunter die Filialkirche St. Andreas in Kipfenberg-Biberg. Sie erhält rund 6.500 Euro für die Sanierung von Dach und Fassade. Geld gibt es auch für die Pfarrkirche St. Petrus in Petersbuch im Markt Titting (15.000 Euro) und die Filialkirche St. Blasius Beilngries-Kirchbuch (rund 12.000 Euro). Bei beiden Kirchen muss die Statik gesichert werden. Ebenfalls für statische Arbeiten gedacht sind weitere 20.000 Euro, die in Buxheim dem Ross-Stall des Moierhofes zugute kommen. In Dörndorf gibt der Bezirk rund 9.000 Euro zur Sanierung der Wirtschaftsgebäude des historischen Pfarrhofs dazu. Und in Schamhaupten können sich die Eigentümer der Schwabenmühle über einen Beitrag von 11.500 Euro zur Sanierung der Alten Mühle freuen.

Landkreis Dachau

In den Landkreis Dachau fließen rund 132.000 Euro. Die Förderung des Bezirks Oberbayern dient hier vor allem dem Erhalt von Kirchen. So gehen rund 41.500 Euro nach Hebertshausen, wo die Filialkirche St. Georg samt Vorplatz und Friedhofsmauer umfassend saniert werden. 25.000 Euro bekommt die Filialkirche St. Michael in
Hilgertshausen-Tandern für die Erneuerung des Dachstuhls, der noch original aus dem 17. Jahrhundert stammt. In Altomünster (Ortschaft Pipinsried) fließen 20.500 Euro in die Pfarrkirche St. Dionysius für die Erneuerung von Dach, Turm und Fassade. In Dachau sind die Heiligen Sigismondo und Ernesto Nutznießer der Förderung. Die Leiber der beiden Katakomben-Heiligen wurden konservatorisch überarbeitet und kehren nun an ihren Platz in den Seitenaltären der Pfarrkirche St. Jakob zurück. Hierfür gab es eine Förderung in Höhe von 1.500 Euro. Aber auch Privatleute können sich über einen Zuschuss für die Sanierung ihrer denkmalgeschützten Immobilie freuen, darunter die Eigentümer der Schinnerer Villa in Haimhausen-Ottershausen, die 32.000 Euro vom Bezirk erhalten.

Ingolstadt

Rund 116.000 Euro investiert der Bezirk Oberbayern in den Denkmalschutz in Ingolstadt. Davon geht mit rund 97.000 Euro der größte Teil an private Eigentümer von Wohn- und Geschäftshäusern. So erhalten die Besitzer eines ehemaligen Stadtbauernhofs einen Zuschuss zum denkmalgerechten Umbau des Anwesens in kleinere Wohneinheiten (32.500 Euro). Für Instandsetzungsarbeiten an der Villa Weinzierl gibt es einen Zuschuss von rund 1.200 Euro. Weitere geförderte Projekte in der kreisfreien Stadt sind die Franziskanerkirche (rund 18.000 Euro) und das Kloster Gnadenthal (rund 1.500 Euro). Das einsturzgefährdete Gotteshaus wird statisch gesichert und im Kloster-Gymnasium werden die Wandmalereien des Musiksaals überholt.

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

115.000 Euro gehen an den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Nutznießerinnen der Förderung des Bezirks Oberbayern sind vier Gotteshäuser. 50.000 Euro fließen in Renovierung der Kloster- und Wallfahrtskirche Mariä Verkündigung in Reutberg bei Sachsenkam. Weitere 43.000 Euro gehen nach Bad Heilbrunn (Ortschaft Oberbuchen), wo die Filialkirche Mariä Heimsuchung außen instand gesetzt wird und ein neues Dach erhält. Und auch noch eine dritte Marienkirche kommt in den Genuss von Fördergeldern: die Friedhofskirche St. Maria in Eurasburg (Ortsteil Beuerberg). Sie erhält 12.000 Euro für ein neues Äußeres, unter anderem wird die Holzschindel-Eindeckung der Turmzwiebel ausgetauscht. Weitere 10.000 Euro kommen der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere in Lenggries zugute, deren Kirchturm saniert wird.

Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen erhält rund 107.000 Euro für die Denkmalpflege. Auch hier dient das Geld vor allem dem Erhalt von Kirchen. Mit 50.000 Euro beteiligt sich der Bezirk in Burgheim-Straß an der Sanierung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Unter anderem soll das Dach statisch gesichert werden. Einen Zuschuss zur Instandhaltung gibt es auch für zwei Filialkirchen in Ehekirchen: 26.000 Euro bekommt St. Michael im Ortsteil Buch und rund 23.000 Euro St. Martin im Ortsteil Schainbach. Weitere 8.000 Euro gehen nach Bertholdsheim im Markt Rennertshofen, wo im ehemaligen Pfarrhof das Kaplanhaus und die Umfassungsmauer erneuert werden.

Landkreis Landsberg am Lech

Rund 105.000 Euro gibt es für die Denkmalpflege im Landsberg am Lech. Die Mittel kommen ganz unterschiedlichen Bauwerken zugute. Katholische Kirchenstiftungen erhalten Zuschüsse für die Renovierung der Pfarrkirche St. Ulrich in Eresing (rund 44.500 Euro) und die Lorenzkapelle in Denklingen (Ortsteil Epfach), die statisch gesichert wird (5.000 Euro). Die Stadt Landsberg erhält als Aufwandsträgerin 30.000 Euro für die Sicherung der Klostermauer am Jesuitengarten. Auch private Eigentümer von denkmalgeschützten Häusern profitieren von der Förderung des Bezirks. So fließen 15.000 Euro in die Instandsetzung eines alten Fischerhauses in Dießen am Ammersee. An das historische Offizierscasino in Landsberg gehen 2.500 Euro für die Erneuerung der Fenster und Türen. Einen Zuschuss erhält auch die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung für den Erhalt des sogenannten Totenbunkers in Kaufering VII, einem ehemaligen Außenlager des Konzentrationslagers Dachau (rund 1.700 Euro).

Landkreis Pfaffenhofen

Ebenfalls rund 105.000 Euro gibt der Bezirk Oberbayern für die Denkmalpflege im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm aus. Einen Zuschuss für die Sanierung erhalten zwei Kirchen: Die Marktkirche Mariä Verkündigung im Markt Hohenwart (50.000 Euro) und die Filialkirche St. Martin in Münchsmünster, Ortsteil Niederwöhr (rund 13.500 Euro). 36.500 Euro fließen nach Baar-Ebenhausen, wo das ehemalige Gasthaus Grüner Kranz instandgesetzt wird. Die Stadt Pfaffenhofen bekommt für den Erhalt der historischen Burgfriedensteine rund 2.300 Euro vom Bezirk dazu. Die Steine markierten Jahrhunderte lang das Hoheitsgebiet der Stadt. Auch die Voruntersuchung einer Sanierung kostet Geld und kann gefördert werden. Zu diesem Zweck gibt es 1.500 Euro für das Kriegerdenkmal an der Spitalkirche Heilig Geist in Pfaffenhofen und 1.200 Euro für das sogenannte Kleine Rathaus in Vohburg an der Donau.


Der Bezirk Oberbayern bezuschusst Maßnahmen an Bau- und Bodendenkmälern sowie an Einzelobjekten, die wegen ihrer künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung von allgemeinem Interesse sind. Insgesamt stellt er dafür in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Förderung sollen die höheren Kosten, die bei der Renovierung oder Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude entstehen, kompensiert werden. Der Bezirk übernimmt zehn bis zwanzig Prozent dieser Mehrkosten, jedoch nur bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Die Förderung der Denkmalpflege gehört zum Aufgabenbereich der Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern, die ihren Sitz im Kloster Benediktbeuern hat.

Auskunft über die Förderung in den anderen Landkreisen erhalten Sie in der Pressestelle des Bezirks Oberbayern.

Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
Telefon: 089 2198 90013
E-Mail: Kerstin.Schwabe@bezirk-oberbayern.de
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Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
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