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Presseeinladung

Sonntag, 18.06.2017 bis Sonntag, 30.07.2017
Fachberatung Heimatpflege, Michael-Ötschmann-Weg 4, 83671 Benediktbeuern

Widerspruch in Person

Eine Ausstellung in der Fachberatung für Heimatpflege setzt sich mit Ludwig Thoma auseinander

Einen neuen Blick auf den Schriftsteller und Menschen wirft die Ausstellung „Ludwig Thoma: Mensch, Mythos, Marke“, die bis zum 30. Juli in der Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern in Benediktbeuern gezeigt wird. Anlass ist das Jubiläumsjahr 2017, in dem der 150. Geburtstag von Thoma gefeiert wird.

Noch immer herrscht in der Öffentlichkeit ein Bild vor, das mit den zum Teil durchaus kritischen Forschungserkenntnissen über den Schriftsteller, Satiriker, Journalisten und Menschen Ludwig Thoma wenig zu tun hat. Prägend ist dabei die Vorstellung vom „Bauerndichter“ in Lederhose, mit Pfeife und Gewehr, dem Verfasser der „Lausbubengeschichten“ und urbayerischen Autor mit Sinn für die einfache Landbevölkerung. Wo diese Vereinfachung herrührt, ist unklar. Vielleicht geht sie auf Thoma selbst zurück, eventuell auch auf seinen Verlag oder seine Nachlassverwalterin Maidi Liebermann. Möglichweise gründet sie aber auch einfach auf der Lektüre seiner Romane und Kurzgeschichten oder tatsächlich auf einer verkürzten Darstellung in den Medien. Denn wer Thoma in wenigen Worten beschreiben möchte, beschreibt in der Regel ein Klischee.

 Die Ausstellung will diesem einseitigen Bild entgegentreten. Klischees über Thoma sollen hinterfragt und auch gebrochen werden, ohne eine bestimmte Tendenz zu vertreten. Je näher man sich mit Ludwig Thoma befasst, desto facettenreicher und vor allem widersprüchlicher erscheint er – als Schriftsteller und als Mensch.

 An mehreren Stationen können die Besucher sich selbst ein Bild von Ludwig Thoma machen: vom Frömmler und Kirchenkritiker, dem linksliberalen Autor der Satirezeitschrift Simplicissimus und dem ultrarechten Polemiker, der im Miesbacher Anzeiger Hetzartikel schrieb, dem Weiberhelden und Weiberfeind und dem Friedensverteidiger, der zum Kriegsfanatiker mutierte. Auf der einen Seite verdichten sich hier die Klischeebilder, auf der anderen wird das vermeintlich Wohlbekannte und Allgemeingültige in Frage gestellt. Beispielsweise dadurch, dass die Ausstellung Mechanismen offenlegt, die zur Entstehung der Klischees geführt haben.

Am Ende der Ausstellung können die Besucher dann selbst eine Antwort auf die Frage geben „Wer ist Ludwig Thoma (für mich)?“ Ein Gästebuch mit dem Titel „Mein Ludwig Thoma“ macht es möglich, die eigenen Gedanken zu dem Thema mitzuteilen. Es schließt als interaktives Ausstellungsstück den Rundgang ab.

Konzept/Gestaltung: Dr. Slávka Rude-Porubska und Dr. Katharina Osterauer

Ausstellung: bis 30. Juli 2017

geöffnet So 11-17 Uhr, Di und Sa 13-17 Uhr und Sonderführungen nach Vereinbarung.
Die Räume sind barrierefrei zu erreichen, der Eintritt ist frei.

24. Juni 2017, 17 Uhr: „Welch ein Spießer!“ oder: Vom Vorbild zur Reizfigur – Kurt Tucholsky und Ludwig Thoma, Vortrag Dr. Dirk Heißerer
30. Juli 2017, 17.30 Uhr: Waldfrieden, Einakter von Ludwig Thoma, Ludwig-Thoma-Gemeinde Dachau e. V.

Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
Telefon: 089 2198 90013
E-Mail: Kerstin.Schwabe@bezirk-oberbayern.de

Bildmaterial zum Download

Ludwig Thoma wusste sich zu inszenieren - ob als Bayer in Tracht mit Gewehr und Pfeife (wie hier) oder ganz bürgerlich als Tennisspieler.

Copyright: Literaturarchiv Monacensia

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Ludwig Thoma wusste sich zu inszenieren - ob als Bayer in Tracht mit Gewehr und Pfeife oder ganz bürgerlich als Tennisspieler (wie hier ca. 1908). In seinem Garten auf der Tuften in Tegernsee legte er einen eigenen Tennisplatz an.

Copyright: : Literaturarchiv Monacensia

Download Foto (JPG 1,2 MB)

Facettenreich wie der Mensch Thoma war auch sein Schreiben und Wirken. Im Bild die Jubiläumsausgabe des Simplicissimus von 1936, "Der Heilige Hies" (1913) und ein Exemplar der von Albert Langen und Ludwig Thoma gegründeten Wochenschrift »März« von 1916.

Foto: Katharina Osterauer

Copyright: Fachberatung Heimatpflege

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Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
Telefon: 089 2198-90013
E-Mail schreiben Visitenkarte (vcf, 1kB) Zur Kontaktseite
Fachberatung Heimatpflege
Michael-Ötschmann-Weg 4
83671 Benediktbeuern
Telefon: 08857 88-850
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Öffnungszeiten

Während Ausstellungen
Dienstag und Samstag von 13 bis 17 Uhr
und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet
sowie gerne nach Vereinbarung.