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Ideologie und Wirklichkeit: "Volk - Heimat - Dorf"

Sonderausstellung im Freilichtmuseum Glentleiten zur NS-Zeit auf dem Land

Ab Saisonstart am 19. März zeigt das Freilichtmuseum Glentleiten seine diesjährige Sonderausstellung (bis 9. Juli). Unter dem Titel „Volk - Heimat - Dorf. Ideologie und Wirklichkeit im ländlichen Bayern der 1930er und 1940er Jahre“ befasst sich die Sonderschau mit der Zeit des Nationalsozialismus auf dem Land. Ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Führungen ergänzt die spannende Ausstellung.

Die Ausstellung „Volk – Heimat – Dorf“ richtet ihren Fokus speziell auf den ländlichen Raum in den 1930er und 1940er Jahren und ermöglicht dabei neue Einblicke in ein schon vielfach beleuchtetes Thema.

Was änderte sich im Dorf nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933? Dieser zentralen Frage möchte die Ausstellung nachgehen und dabei schlaglichtartig wichtige Aspekte des Landlebens aufgreifen. Propagandaschriften über „Erzeugungsschlachten“ und Anleitungen zur Seidenraupenzucht dokumentieren den starken Einfluss der NS-Politik auf die Landwirtschaft. Hinterlassenschaften der Hitlerjugend, des Reichsarbeitsdienstes und des Winterhilfswerkes künden von der nationalsozialistischen Durchdringung der Gesellschaft – auch in der Provinz. Und scheinbar harmlose Exponate wie Honigschleudern und Kochkisten, Kleider und Kinderspielzeug offenbaren auf den zweiten Blick, dass auch das als einfach und idyllisch propagierte Landleben alles andere als unpolitisch war.

Die Ausstellung, die übrigens ein Gemeinschaftsprojekt der süddeutschen Freilichtmuseen ist, zeigt historische Exponate und Dokumente aus ganz Bayern. Interviews, Filme und Animationen dokumentieren eine Zeit, die weit über das Jahr 1945 hinauswirkte und deren Folgen mitunter bis in die Gegenwart zu spüren sind. Ein Begleitband mit gleichem Titel vertieft und erweitert die Themen der Schau (288 Seiten, 19,95 Euro).

Rahmenprogramm:

Samstag, 25.3., 14.00 Uhr
Architektur im ländlichen Bayern (1933 bis 1945)
Vortrag mit Dr. habil. Christoph Hölz, Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck

Sonntag, 21.5.
Internationaler Museumstag
Motto: Spurensuche. Mut zur Verantwortung!
Das Motto des diesjährigen Museumstages passt zur aktuellen Sonderausstellung „Volk - Heimat - Dorf.“ bei einer Führung durch den Leiter der volkskundlichen Sammlung (11.00 Uhr) können Besucherinnen und Besucher die Sonderschau und ihre Themen entdecken und um 14.00 Uhr Christoph Schnitzers Vortrag hören: „Wer waren die Opfer, wer waren die Täter in der NS-Zeit? Eine nicht immer einfache Spurensuche in einer Kleinstadt wie Bad Tölz.“
Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag für alle frei!

Samstag, 8.7., 14.00 Uhr
Ländliche Gesellschaft und Nationalsozialismus in Oberbayern (1919 bis 1933)
Vortrag mit Prof. Dr. Martin Hille, Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Passau

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Ansprechpartner/in

Freilichtmuseum Glentleiten
An der Glentleiten 4
82439 Großweil
Telefon: 08851 185-0
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